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  1. Bauforum24

    Zeppelin: Wirksamer Diebstahlschutz

    Garching bei München, April 2021 - Kaum ein Tag oder eine Nacht vergeht, an dem sie nicht zuschlagen: Diebesbanden, die Baumaschinen von Baustellen entwenden und dadurch millionenschwere Schäden verursachen. Dabei wird oft noch nicht einmal die ganze Maschine geklaut, sondern das Interesse wecken Anbauteile oder Kraftstoff. Viele Tausende dieser Delikte können nicht aufgeklärt werden. Anders in Mönchengladbach. Dort ist der Polizei erst kürzlich ein Schlag gegen gewerbsmäßige Bandenhehlerei mit unterschlagenen Minibaggern und Radladern sowie gestohlenen Pkw-Katalysatoren gelungen. Gegen sieben Tatverdächtige konnten Haftbefehle erwirkt werden, fünf Personen landeten in Untersuchungshaft. Mit gefälschten Ausweisen waren Baumaschinen bei Firmen und Privatpersonen angemietet worden. Diese ließen sich die Tatverdächtigen an eine Anschrift liefern oder wurden vor Ort aufgeladen und abgeholt. Anschließend wurden die Baumaschinen nicht fristgerecht zurückgebracht, sondern verändert und dann gewinnbringend weiterverkauft. Ganz ausgeliefert sind die Baufirmen den Dieben nicht – sie müssen ihnen auch nicht völlig tatenlos zusehen. Bauforum24 Artikel (29.03.2021): Der neue Cat Dozer D7 Wirksamer Diebstahlschutz: Dazu gehören Warnanlagen oder Wegfahrsperren, aber auch verschiedene elektronische Schlüssel, die Ortung mittels GPS oder künstliche DNA. Die erste Hürde beginnt schon beim Zutritt auf die Baustelle. Wer tagsüber bemerkt, dass Personen auf der Baustelle herumschleichen, die dort eigentlich nichts zu suchen haben, bei dem sollten die Alarmglocken läuten: Vielleicht wird schon mal ausgekundschaftet, welche Geräte eine lukrative Diebesbeute wären? Mitarbeiter sollten aufmerksam verfolgen, wer sich auf der Baustelle befindet – Unbefugte haben dort allein schon wegen der Verkehrssicherungspflicht nichts zu suchen. Helfen könnten schärfere Kontrollen, wie etwa eine Ausweispflicht und Registrierung der Arbeiter. Sich mehr abzuschotten, lässt Diebe erst gar nicht in Versuchung geraten. Ein blickdichter Bauzaun kann schon das erste Hindernis sein. Weitere abschreckende Wirkung haben Alarmanlagen oder Überwachungskameras. Allein schon Hinweisschilder, wie „Diese Baustelle wird videoüberwacht“, lässt Diebe einen Bogen darum machen. Trotz allem lässt sich der eine oder andere Täter davon nicht abhalten. Präventiven Schutz bieten Sicherheitsfirmen, welche die Baustellen kontrollieren und auf Streife gehen. Das ist natürlich immer eine Frage des Geldes. Gerade bei größeren Maßnahmen kann sich aber eine Sicherheitsfirma durchaus lohnen – zumal viele Bauarbeiten abseits von öffentlichen Straßen und abgeschieden auf weitem Feld und Flur ausgeführt werden. Baumaschinen nur so viel zu betanken, wie tagsüber an Sprit verbraucht wird, oder sie mit dem Aufkleber „Biodiesel“ tarnen, sind gut gemeinte Ratschläge, die trotzdem nicht verhindern, dass sich Diebe vor allem gewaltsamen Zutritt verschaffen und dabei viel kaputt machen. Baufirmen sollten es den Langfingern trotzdem so schwer wie nur irgendwie möglich machen. Wie heißt es so schön: „Gelegenheit macht Diebe“. Darum gerät alles, was nicht niet- und nagelfest ist, in ihr Visier. Die Konsequenz kann daher nur sein: zusätzliche Schlösser anbringen, das Equipment absperren, verschließen, festzurren, an einen Kran hängen und außer Reichweite bringen, sonst ist es ruckzuck aufgeladen für den Abtransport. Das muss den Mitarbeitern klargemacht werden, dass sie Anbaugeräte nicht herumliegen lassen, sondern so gut es eben geht, sichern sollten. Betriebe müssen ihrem Personal ein Bewusstsein für mehr Sicherheit vermitteln – da müssen sich eingeschliffene Gewohnheiten und festgefahrene Routinen ändern. Der höhere Aufwand in Sachen Diebstahlschutz kann sich lohnen, etwa in Investitionen wie in Diebstahlwarnanlagen oder Wegfahrsperren. Abhilfe schaffen können verschiedene elektronische Schlüssel oder Sicherheitssysteme, wie die Smartphone App, die es für Cat Baumaschinen gibt. Dank der App „my Equipment“ auf dem Smartphone und der Bluetooth-Übertragungstechnik können sich Fahrer eindeutig ausweisen und ihr Arbeitsgerät starten. Eine in der Elektronik hinterlegte Bluetooth-ID gibt den Motorstart frei – und das schlüssellos und digital. Das schützt vor unbefugtem Zugriff und protokolliert die Nutzung der Maschine durch den Fahrer. Der Zugriff auf den Motorstart kann aber auch noch mit einem klassischen, jedoch elektronischen Schlüssel erfolgen: Das Freigabesignal wird entweder über Bluetooth-ID oder RFID übertragen. Eine andere Option, die Caterpillar für seine neuen Baumaschinen bietet, ist die Abfrage über einen 4-stelligen PIN-Code (Personal Identifiction Number). Dieser ist individuell wählbar und muss beim Starten der Maschine im Display in der Kabine eingegeben werden. Stimmt dieser mit dem eingespeicherten PIN-Code in der Elektronik überein, wird der Motor zum Starten freigegeben. Somit erhalten nur autorisierte Personen den Zugang. Es erleichtert den Fuhrpark-Verantwortlichen, die Zugriffe auf eine Maschine zu verwalten. Bediener können sich schnell identifizieren. Gleichzeitig dient es als Wegfahrsperre. Wann die im Pkw-Bereich etablierte Zentralverriegelung oder konsequent schlüssellose Zugangssysteme kommen, bleibt abzuwarten. Doch schon heute kann dank des kodierten Motorstarts und Flottenmanagements sichergestellt werden, wer fahren darf und wer tatsächlich gefahren ist. So hat Ortung mittels GPS schon mehrfach geholfen, Baumaschinen wieder aufzuspüren, die auf dem Weg Richtung deutsche Grenze waren, um im Ausland „verhökert“ zu werden. So wie aktuell im Fall eines Galabauers aus Niedersachsen, dem ein neuer Cat Minibagger abhanden kam. „Die Maschine hatte gerade einmal 34 Betriebsstunden auf der Uhr und war verschwunden. Deswegen wurden wir eingeschaltet. Wir haben bei der Maschine aus der Ferne die Cat Telematik-Box Product Link (PL243) mit Rapid Reporting aktiviert. Daraufhin hat der Bagger alle zehn Minuten seine GPS-Position gesendet. Er konnte dann lokalisiert und von der polnischen Polizei bei Breslau sichergestellt werden“, so Bernhard Tabert, bei Zeppelin zuständig für das Flottenmanagement. Mithilfe ihres 17-stelligen PIN-Codes konnte die Baumaschine eindeutig identifiziert werden. Bei einem Pkw heißt der 17-stelligen Code VIN (Vehicle Identification Number) – PIN und VIN sind ein und dasselbe. Mittels der Flottenmanagementlösung Vision Link kann die GPS-Position und die Bewegung sowie der Betriebszustand der Baumaschinen rund um die Uhr überwacht werden – die Datenübertragung erfolgt via Mobilfunk selbst dann, wenn wie im Beispiel des gestohlenen Minibaggers, dieser über 500 Kilometer bewegt wird und im benachbarten Ausland auftaucht. Caterpillar nutzt hierzu den sogenannten Multi-Carrier-Dienst der Mobilfunkanbieter – die Telematik-Box greift auf alle Mobilfunknetze zurück, die zur Verfügung stehen. Mittels Mausklick lässt sich außerdem online grafisch das Umfeld der Baumaschine festlegen. Dazu wird im Rahmen von Geofencing (Einzäunung) auf dem Bildschirm ein virtueller Zaun auf einer Kartenansicht um den Einsatzort der Maschine gezogen. Auch das Bestimmen zulässiger Einsatzzeiträume, also zum Beispiel nicht nachts oder nicht am Wochenende, ist sehr einfach möglich. Damit wird festgelegt, wann und in welchem Raum sich die Baumaschine bewegen darf. Wird der Motor unerlaubterweise gestartet und verlässt die Maschine wegen eines Diebstahls diesen Bereich oder wird sie am Wochenende für Schwarzarbeit zweckentfremdet, schlägt Vision Link automatisch Alarm. Dieser kann per E-Mail und/oder SMS zum Smartphone, Tablet, PC oder Laptop, ins Büro oder nach Hause, ob an eine oder mehrere Adressen oder eine oder mehrere Personen geschickt werden. Dieser enthält einen Link (GPS-Position) zu Google Maps und zeigt den Standort der entwendeten Maschine an. Sogar die Route, die eine gestohlene Maschine zurücklegt, lässt sich anzeigen. Überwachen lassen sich außerdem mittels zusätzlicher Sensoren oder Kontakte, ob eine Fahrertür, Motorhaube sowie Tankdeckel geöffnet werden. Alarm kann dann auch ausgelöst werden. „Leider sind immer noch viele Baumaschinen nicht an das Flottenmanagement oder die GPS-Überwachung zum Diebstahlschutz angebunden. Eine mechanische oder elektronische Alarmanlage oder Wegfahrsperre ist schön und gut, aber sie können die GPS-Ortungstechnik zur Diebstahlsicherung nicht ersetzen. Denn nur so lassen sich gestohlene Baumaschinen mithilfe von GPS und Satellitentechnik auch wiederfinden. Ist die Baumaschine verschwunden, kann das für die betroffenen Baufirmen zu einem ernsthaften Problem werden, wenn sie kein Ersatzgerät in der Hinterhand haben, sich die Ersatzbeschaffung aufgrund von Lieferzeiten verzögert, sie ihren Auftrag nicht fristgerecht fertigstellen können und im schlimmsten Fall dann Konventionalstrafen aufgebrummt bekommen“, so Bernhard Tabert. Wem trotz all der Vorsichtsmaßnahmen eine Baumaschine abhanden kam, sollte umgehend die Polizei und Versicherung davon in Kenntnis setzen. Dann sollten nötige Unterlagen wie Eigentumsnachweise oder Geräteunterlagen sowie Dokumentationen etwa in Form von Maschinen-, Geräte-, Fahrzeugbeschreibungen und Fotodokumentationen zur Unterstützung der Ermittlungsarbeit bei der Wiederbeschaffung und Identifizierung bereitgehalten werden. Die Polizei Sachsen hat etwa unter https://www.polizei.sachsen.de/de/dokumente/ Landesportal/ChecklisteXI.pdf einen Maschinenpass hinterlegt, um das Auffinden der gestohlenen Ware zu erleichtern. Der bringt allerdings nur etwas, wenn er im Vorfeld ausgefüllt wurde und möglichst detaillierte Angaben enthält wie zu Hersteller, Modell, Baujahr, Zulassungsland, Preis, 17-stellige Fahrzeugidentifizierungsnummer PIN beziehungsweise Seriennummer, Kennzeichen (falls vorhanden), Motornummer (falls vorhanden), Getriebenummer (falls vorhanden) und Farbe. Inzwischen kommt bei der Bekämpfung von Eigentumskriminalität auch die künstliche DNA, eine synthetisch hergestellte Flüssigkeit, zum Einsatz. Es handelt sich um eine Markierungsflüssigkeit, die – ähnlich einem Lack – auf Wertsachen aufgebracht wird. Sie enthält einen DANN-Code, welcher eindeutig nur einem Anwender zugeordnet werden kann. Zusätzlich zum DNA-Code ist diese Flüssigkeit mit etlichen mikroskopisch kleinen Kunststoffplättchen versehen. Auf diesen Mikropartikeln ist, analog zur Flüssigkeit, der einmalige Zifferncode eingraviert. Nur mit der Hilfe eines Mikroskops kann er gelesen werden. Darüber hinaus ist dann eine Zuordnung des markierten Gegenstandes zum rechtmäßigen Eigentümer möglich und kann in einer Datenbank, auf die dann der Eigentümer und die Polizei Zugriff haben, abgefragt werden. Weitere Informationen: Zeppelin Baumaschinen GmbH | © Fotos: Caterpillar/Zeppelin
  2. Garching bei München, April 2021 - Kaum ein Tag oder eine Nacht vergeht, an dem sie nicht zuschlagen: Diebesbanden, die Baumaschinen von Baustellen entwenden und dadurch millionenschwere Schäden verursachen. Dabei wird oft noch nicht einmal die ganze Maschine geklaut, sondern das Interesse wecken Anbauteile oder Kraftstoff. Viele Tausende dieser Delikte können nicht aufgeklärt werden. Anders in Mönchengladbach. Dort ist der Polizei erst kürzlich ein Schlag gegen gewerbsmäßige Bandenhehlerei mit unterschlagenen Minibaggern und Radladern sowie gestohlenen Pkw-Katalysatoren gelungen. Gegen sieben Tatverdächtige konnten Haftbefehle erwirkt werden, fünf Personen landeten in Untersuchungshaft. Mit gefälschten Ausweisen waren Baumaschinen bei Firmen und Privatpersonen angemietet worden. Diese ließen sich die Tatverdächtigen an eine Anschrift liefern oder wurden vor Ort aufgeladen und abgeholt. Anschließend wurden die Baumaschinen nicht fristgerecht zurückgebracht, sondern verändert und dann gewinnbringend weiterverkauft. Ganz ausgeliefert sind die Baufirmen den Dieben nicht – sie müssen ihnen auch nicht völlig tatenlos zusehen. Bauforum24 Artikel (29.03.2021): Der neue Cat Dozer D7 Wirksamer Diebstahlschutz: Dazu gehören Warnanlagen oder Wegfahrsperren, aber auch verschiedene elektronische Schlüssel, die Ortung mittels GPS oder künstliche DNA. Hier geht's zum vollständigen Beitrag
  3. Bauforum24

    Individuelle Fahrzeugeinrichtung von Bott

    Gaildorf, 23.03.2021 - bott bietet für die Arbeit im Wald speziell konzipierte Fahrzeugeinrichtungen an. Seit Jahren sind diese erfolgreich in größeren Flotten, beispielsweise in einigen deutschen Nationalparks, im Einsatz. Der Pritschenaufbau mit Plane als Überdachung bietet viele Vorteile bei der Ladungssicherung und der Organisation des Equipments. Bauforum24 Artikel (23.08.2021): bott auf der NordBau 2018 Das Equipment ist sauber und trocken verstaut. Alles ist schnell griffbereit. Seit vielen Jahren hat bott Erfahrungen beim Ausstatten von Transportern für die Arbeit im Wald gesammelt. Die bott vario3 Fahrzeugeinrichtung bietet viele Möglichkeiten für speziell auf den Bedarf zugeschnittene Lösungen zur Ladungssicherung. Das übersichtliche und sichere Verstauen von Kettensägen, Werkzeug, Kraftstoffkanistern, Schutzkleidung und Helmen lässt sich mit bott vario3 optimal umsetzen. So ist auch im unwegsamen Gelände immer schnell alles Wichtige bei der Hand. Die aufgeklappten Seitenteile überdachen den Arbeitsbereich neben dem Fahrzeug. In enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Forstwirten entwickelte bott einen wegweisenden Aufbau, der die besonderen Anforderungen der Waldwirtschaft berücksichtigt. Dieser Spezialeinbau erleichtert die schwere tägliche Arbeit und stärkt so die Motivation. Bei der Konzeption ging es den Entwicklern nicht nur um die praktische Ladungssicherung, sondern auch um die Bedienfreundlichkeit und die Ergonomie. Die Einrichtungsmodule auf der Pritsche bieten leicht zugänglichen und trockenen Stauraum. Hier finden Motorsägen, Freischneider, Kraft- und Schmierstoffe für die Maschinen sowie Werkzeug reichlich Platz. Die Ablagen für die Motorsägen sind mit einem Vlies ausgelegt. Dieses lässt sich einfach austauschen, sobald es mit Treib- oder Schmierstoffen vollgesaugt ist. Die Kanister hierfür haben auf Abtropfwannen ihren sicheren Platz. Großzügigen Stauraum bietet die Einrichtung auch für die in diesem Berufsumfeld unbedingt notwendige und sehr umfangreiche persönliche Schutzausrüstung. Die Flotte für den Forstbetrieb mit bott vario3. Die Einrichtungsmodule auf der Pritsche werden von einer Plane vor Spritz- und Regenwasser geschützt. Eine weiße Fläche oben im Dachhimmel der rundum grünen Plane sorgt für eine helle Ausleuchtung im Fahrzeug ohne Energieverbrauch. Bei Dunkelheit übernehmen dies die an den Dachspriegeln angebrachten LED-Leuchten. Die Seitenwände des Pritschenaufbaus lassen sich seitlich hochklappen. Dabei entstehen im aufgeklappten Zustand Überdachungen, unter denen die Motorsägen auch bei Regen gewartet werden können. Einzigartig und multifunktional: bott vario3 bietet für Forstwirte viel mehr als nur einen zweckmäßigen Aufbau für die Ladungssicherung. Weitere Informationen: Bott Website | © Fotos: Bott
  4. Gaildorf, 23.03.2021 - bott bietet für die Arbeit im Wald speziell konzipierte Fahrzeugeinrichtungen an. Seit Jahren sind diese erfolgreich in größeren Flotten, beispielsweise in einigen deutschen Nationalparks, im Einsatz. Der Pritschenaufbau mit Plane als Überdachung bietet viele Vorteile bei der Ladungssicherung und der Organisation des Equipments. Bauforum24 Artikel (23.08.2021): bott auf der NordBau 2018 Das Equipment ist sauber und trocken verstaut. Alles ist schnell griffbereit. Hier geht's zum vollständigen Beitrag
  5. Bauforum24

    Zeppelin Öllabor

    Garching, 30.04.2020 - Sukzessive gesteigert hat sich in den letzten Jahren das Zeppelin Öllabor (ZOD). Wurden 2009 noch rund 90 000 Proben pro Jahr ausgewertet und interpretiert, was vor zehn Jahren schon ein Spitzenwert war, gelang es, im letzten Jahr erneut eine weitere Rekordmarke zu knacken: 121 350 Proben von Motor-, Getriebe-, Achs- und Hydrauliköl sowie von Kühlwasser- und Kraftstoffproben wertete das ZOD aus – so viele wie noch nie. 102 639 Proben gingen 2019 aus Deutschland ein, 12 686 Proben kamen aus der Ukraine und 6 025 wurden aus Österreich nach Garching bei München verschickt. Als Zeppelin dort 1997 sein eigenes Öllabor gründete, wurden in den ersten Jahren gerade einmal rund 30 000 Proben untersucht. Bauforum24 Artikel / Bauforum24 TV Video (Datum): Titel verlinken 121 350 Proben wertete das Team des Zeppelin Öllabors aus. „Kunden nutzen in den letzten Jahren verstärkt unsere Öldiagnose. Für das entgegengebrachte Vertrauen in unsere Arbeit wollen wir uns herzlich bedanken. So ein Spitzenwert ist ein schöner Anspruch, weiterhin konsequent und genau die eingegangenen Proben zu prüfen. Zugleich verdienen aber auch unsere Kollegen aus dem Service ein großes Dankeschön, die so viele Ölproben an den Geräten entnommen haben. Dahinter steckt sehr viel Organisation und Arbeit“, so Dagmar Joachim, Leiterin des ZOD, stellvertretend für das Team, das aus fünf Chemikern und drei Technikern besteht. Öldiagnosen liefern Informationen über die Viskosität, das Vorhandensein von Wasser oder Verschleiß- und Schmutzpartikeln in Motor-, Achsen-, Getriebe- und Hydrauliköl jeder Baumaschine. Bewegt sich der Verschleiß einer Baumaschine noch im Rahmen? Wie sauber ist das Hydrauliköl? Wann sind Betriebsflüssigkeiten, Aggregate und Verschleißteile zu wechseln? Eine Ölprobe wird eingescannt. Ölanalysen geben Antworten auf diese Fragen. Denn im Öl lassen sich Verunreinigungen oder Ablagerungen, bedingt durch Abrieb, nachweisen. Diese sind ein Indikator für einen potenziellen Leistungsverlust. Sie lassen aber auch Rückschlüsse auf den Verschleißzustand oder die Reparaturbedürftigkeit einer Baumaschine zu. Ist beispielsweise die Zylinderkopfdichtung des Dieselmotors nicht mehr ganz einwandfrei, kann Frostschutzmittel in das Motoröl eintreten. Oder erhöhte Siliziumwerte im Motoröl weisen darauf hin, dass der Luftfilter und das Ansaugsystem zu überprüfen sind. Lassen sich sowohl Blei als auch Aluminium belegen, könnten Lagerschalen verschlissen sein oder Schmutz in das Kühl- oder Kraftstoffsystem gelangt sein. Diese Meldungen erhalten Betreiber von Baumaschinen wie auch die jeweilige Zeppelin Niederlassung. Damit verbunden sind konkrete Handlungsanweisungen, um ein Gerät zu warten und zu reparieren oder Verschleißteile zu erneuern. Das hilft dem Kunden, teure Ausfälle zu verhindern und die Lebensdauer der Baumaschinen sowie deren Komponenten zu erhöhen. Selbst kleinste Partikel im Hydrauliköl können – wegen der hohen Drücke und minimalen Fertigungstoleranzen in Hydrauliksystemen – auf Dauer sonst große Schäden anrichten. In der Regel entnehmen Zeppelin Servicetechniker Ölproben im Zuge des Kundendiensts an den Cat Baumaschinen, was meist zum Bestandteil von Serviceverträgen gehört. In der Regel entnehmen Zeppelin Servicetechniker Ölproben im Zuge des Kundendiensts an den Cat Baumaschinen, was meist zum Bestandteil von Serviceverträgen gehört. Die speziell dafür vorgesehenen Probeentnahmesets, die entsprechende Reinheitsanforderungen erfüllen, werden dann über die Zeppelin Rundtour an das Öllabor geschickt. Aber auch Kunden können Ölproben ziehen und an das ZOD nach Garching bei München senden. Dort werden die Behälter gleich in der Früh um 6.30 Uhr bei Arbeitsbeginn der Mitarbeiter ausgepackt, sortiert nach Aggregaten und der auf dem Behälter angebrachte Barcode eingescannt. „Dieser enthält Informationen, wie die Betriebsstunden des Öls und von welchen Aggregaten Proben entnommen wurden“, so Dagmar Joachim. Zur Analyse setzen die Mitarbeiter moderne Labortechnik ein. Vor jedem Arbeitsbeginn werden alle Geräte kalibriert und ein Qualitätscheck durchgeführt. „Bei uns geht es unglaublich genau zu. Die Analyse erfolgt im Messbereich ppm, parts per million, also im Millionstel-Bereich, der für das menschliche Auge nicht mehr wahrnehmbar ist“, erklärt die Leiterin des ZOD. Zur Analyse setzen die Mitarbeiter moderne Labortechnik ein. An die Laboranalyse schließt sich die Interpretation der Messwerte an. Dabei greifen die Mitarbeiter auf eine umfangreiche Datenbank zurück, die über Jahre aufgebaut wurde und erfasste Messwerte auflistet. Berücksichtigt wird nicht nur das Aggregat, aus dem die Probe stammt, sondern auch der Maschinentyp. „Am häufigsten werden Schmutzpartikel festgestellt, die in Achsen, im Getriebe, in der Hydraulik oder im Motor vorkommen und dann für Abrieb sowie letztlich Verschleiß sorgen“, so Günther Teichert, Techniker Interpretation beim ZOD. Innerhalb von 24 Stunden erfolgt die Auswertung. Der Kunde bekommt auf Wunsch noch am Tag der Auswertung per E-Mail den Laborbericht und kann ihn unter https://zbm.zeppelin.de:8443/zod oder im Kundenportal jederzeit einsehen. Die Intention, die damit verfolgt wird: möglichst schon im Voraus drohende Schäden aufspüren und sie erst gar nicht entstehen lassen. Daher hat die Ölanalyse im Zuge von Predictive Maintenance, also bei der vorausschauenden Wartung, einen großen Stellenwert und hält die Baumaschinen somit am Laufen. Weitere Informationen: Zeppelin Baumaschinen GmbH | © Fotos: Caterpillar/Zeppelin
  6. Garching, 30.04.2020 - Sukzessive gesteigert hat sich in den letzten Jahren das Zeppelin Öllabor (ZOD). Wurden 2009 noch rund 90 000 Proben pro Jahr ausgewertet und interpretiert, was vor zehn Jahren schon ein Spitzenwert war, gelang es, im letzten Jahr erneut eine weitere Rekordmarke zu knacken: 121 350 Proben von Motor-, Getriebe-, Achs- und Hydrauliköl sowie von Kühlwasser- und Kraftstoffproben wertete das ZOD aus – so viele wie noch nie. 102 639 Proben gingen 2019 aus Deutschland ein, 12 686 Proben kamen aus der Ukraine und 6 025 wurden aus Österreich nach Garching bei München verschickt. Als Zeppelin dort 1997 sein eigenes Öllabor gründete, wurden in den ersten Jahren gerade einmal rund 30 000 Proben untersucht. Bauforum24 Artikel / Bauforum24 TV Video (Datum): Titel verlinken 121 350 Proben wertete das Team des Zeppelin Öllabors aus. Hier geht's zum vollständigen Beitrag