Scania Platooning & Peter Hornig

Autonome Lkw und neuer Geschäftsführer

Södertälje (Schweden)/Koblenz, Januar 2017 - Scania nutzt modernste Technologie aus eigener Entwicklung für das weltweit erste komplett autonom fahrende Platooning-System. Die Lkw-Kolonne wird auf öffentlichen Straßen fahren und Container von einem Terminal zum an-deren im Hafen von Singapur transportieren. Und Peter Hornig wird neuer Geschäftsführer von Scania Deutschland Österreich.


Bauforum24 TV Video (26.09.2016): Neuer Scania S 730 V8 Lkw - IAA 2016


scania-peter-hornig-2017-bauforum24-01.jpgPeter Hornig (62) wird zum 1. Februar 2017 neuer Geschäftsführer von Scania Deutschland Österreich. Hornig, derzeit Geschäftsführer von Scania Benelux, ist Nachfolger von Alexander Vlaskamp (45), der zum gleichen Zeitpunkt in die Scania Konzernzentrale nach Södertälje, Schweden, wechselt und die Funktion als Senior Vice President, Special Projects Sales and Marketing, übernimmt.

Peter Hornig war bereits von 1995 bis 2007 als Direktor Verkauf Lkw bei Scania Deutschland Österreich tätig. Danach übernahm er für sieben Jahre die Verantwortung als Geschäftsführer für die Business Unit Scania CER (Scania Central Europe mit den Ländern Tschechien, Slowakei und Ungarn). Im Anschluss wurde er Geschäftsführer für die Business Unit Scania Benelux (mit den Ländern Belgien, Niederlande und Luxembourg).

Scania möchte die Vorreiterrolle bei vollständig autonom fahrenden Lkw im Platooning übernehmen

Scania nutzt modernste Technologie aus eigener Entwicklung für das laut Scania weltweit erste komplett autonom fahrende Platooning-System. Die Lkw-Kolonne wird auf öffentlichen Straßen fahren und Container von einem Terminal zum anderen im Hafen von Singapur transportieren. Vier Lkw sollen in einem geringen Abstand hintereinander fahren, d. h., drei Lkw fahren autonom hinter einem Führungs-Lkw her. Darüber hinaus sollen die Vorgänge für präzises An- und Abdocken der Fracht komplett automatisiert werden.

Youtube Video: Scania Platooning

„Autonome Fahrzeuge und Platooning, also Kolonnenfahren, sind für künftige nachhaltige Transportsysteme von zentraler Bedeutung“, so Claes Erixon, Head of Research and Development bei Scania. „Für uns bedeutet dies eine hervorragende Gelegenheit, unsere führende Rolle und unsere Technologien in diesem neuen und spannenden Bereich unter Beweis zu stellen. Wir leisten Pionierarbeit auf einem Gebiet, durch das nicht nur Menschenleben im Straßenverkehr gerettet, sondern auch Umweltbelastungen, die durch den Transport verursacht werden, erheblich reduziert werden können.“

Das mehrjährige Projekt wird von dem Verkehrsministerium und der Hafenbehörde Singapurs (PSA) koordiniert. Toyota ist ebenfalls daran beteiligt. Die Regierung Singapurs engagiert sich laut Scania sehr stark für die neue autonome Fahrzeugtechnologie. Singapur erprobt autonom fahrende Pkw, Taxis, Nutzfahrzeuge sowie Busse und geht nun mit dem Test von Lkw-Platooning-Konzepten noch einen Schritt weiter. Lkw-Platooning hat bereits gezeigt, dass das Kolonnenfahren ein großes Kraftstoff-Einsparpotenzial bietet und einen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit leisten kann.

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Scania Lkw-Kolonne beim "Platooning"

„Lkw-Fahren, so wie wir es heute kennen, ist äußerst arbeitsintensiv. In vielen Ländern mangelt es an Lkw-Fahrern. Insofern stellt die Lkw-Platooning-Technologie für uns eine Möglichkeit dar, die Produktivität sowohl im Hafensektor als auch in der Lkw-Branche zu steigern. Sie eröffnet Lkw-Fahrern zudem die Chance, höher qualifizierte Positionen als Fuhrparkbetreiber und -manager zu übernehmen“, erklärt Pang Kin Keong, Permanent Secretary for Transport and Chairman of the Committee on Autonomous Road Transport in Singapur (CARTS).

In Singapur sind knapp eine Million Fahrzeuge unterwegs. Mit der Initiative wird – abgesehen von dem Fahrermangel – versucht, dem steigenden Verkehrsbedarf und der Landverknappung Rechnung zu tragen. Singapur wird daher als „lebendes Labor“ für neue Fahrzeugkonzepte genutzt, die die Produktivität und Verkehrssicherheit erhöhen, die Straßenkapazität optimieren und neue Mobilitätskonzepte ermöglichen sollen.

„Scania ist in der neuesten Technologie zu autonomem Fahren sowie im Platooning sehr weit fortgeschritten. Singapur hat mehrere Initiativen zu autonomen Fahrzeugen angestoßen und zusammen werden wir nun zeigen, wie wir die Produktivität im Hafen Singapurs erheblich steigern können“, so Mark Cameron, Country Manager für Scania Singapur.

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Scania Lkw-Kolonne beim "Platooning"

Die Lkw-Platooning-Tests werden in zwei Phasen gegliedert. In der ersten Phase liegt der Schwerpunkt auf Konzeption, Testen und Feinjustierung der Lkw- Platooning-Technologie, um sie an die lokalen Bedingungen anzupassen. Diese Phase wird von Scania und Toyota sowie deren Forschungszentren in Schweden und Japan begleitet, um die vorhandene Entwicklungsarbeit der beiden Hersteller effizient zu nutzen. In der zweiten Phase werden Tests vor Ort stattfinden und die Entwicklung der Technologie wird in Singapur vorangetrieben werden.

Scania hat kürzlich die Führung bei dem mit 5,4 Millionen Euro geförderten europäischen Forschungsprojekt Companion übernommen, das Systeme für die Einführung automatisierter Lkw-Kolonnenfahrten entwickelt. Das Unternehmen arbeitet derzeit an einer Verbesserung der Vernetzung zwischen Lkw, sodass die Abstände zwischen den Fahrzeugen sicher reduziert werden können und damit Luftwiderstand und Kraftstoffverbrauch gesenkt werden. Zu diesem Zweck hat sich Scania mit Ericsson – einem Unternehmen in der Kommunikationstechnologie, welches sein Know-how im Bereich 5G-Technologie sowie Software und Dienstleistungen einbringen soll – zusammengeschlossen, um neue Formen der Mobilität zu ermöglichen.

Youtube Video: Scania S730 V8 auf der IAA 2016

Weitere Informationen: Scania Website | © Fotos: Scania


...............da hat man ja wieder einmal das Rad neu erfunden ........................." platooning" ...................ferngelenkte Lkws ....................und 50 Meter rechts oder links fährt die BAHN !Lachhaft ..............wie demnächst Autobahnen  mit Lkws mit Oberleitung als Versuch.Schwachsinn pur!

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Hallo Philou,

ich denke nicht das jemand das Rad neu erfunden hat. Scania hat schon einen Versuch mit einer eigenen Flotte gemacht die von Schweden bis nach Holland zum Hafen fahren. Die sind dort wo es genehmigt wurde schon autonom gefahren. Der Vorteil ist z.B., dass die Abstände deutlich geringer ausfallen, also der Verkehrsraum besser genutzt wird. Auch der Verbrauch sinkt da die LKW quasi im Windschatten fahren. Unfälle dürfte es auch weniger geben da die Systeme keinen Sekundenschlaf kennen. Und überhaupt ist doch autonomes Fahren das nächste große Thema. Auch die anderen Hersteller wie Daimler sind ja an dem Thema dran. Also warum sollte das "Schwachsinn pur" sein?

Grüße,

André

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