50 Jahre KAMAG Transporttechnik

Spezielle Fahrzeuge für besondere Kunden

Ulm, 30.07.2019 - Der Spezialfahrzeughersteller KAMAG Transporttechnik, Teil der Transporter Industry International (TII) Group, feiert 2019 das 50-jährige Bestehen. Das Ulmer Unternehmen hält laut Hersteller mit seinen Transportlösungen für eine Vielzahl von Industriesegmenten weltweit Rekorde. Es soll von Beginn an eine hoch innovative Fahrzeugschmiede sein, die neben äußerst flexibel einsetzbaren und wirtschaftlichen Sonderfahrzeugen heute schon vollelektrische sowie automatisierte Transportlösungen anbietet.


Bauforum24 Artikel (22.11.2016): Kamag K25 SP Modulfahrzeuge


K1024_Hubwagen für Walztransport 10 t_1000x538_1920.jpg
Bis heute versorgt KAMAG die Stahlindustrie mit extrem robusten und temperaturbeständigen sowie Nutzlast-starken Fahrzeugen, zu denen neben Hubwagen auch Brammen- und Schlackentransporter sowie Coil-, Gießpfannen- und Schrottkorbfahrzeuge gehören

1969 gründeten der Unternehmer Franz-Xaver Kögel und der Ingenieur Karl Weinmann die Karlsdorfer Maschinenbau Gesellschaft - kurz: KAMAG. Die Geschäftspartner wollten spezielle Transportlösungen für schwerste Lasten bauen, um den Schwertransport unabhängig von der Eisenbahn auf der Straße abwickeln zu können. Das Geschäft mit den Sonderfahrzeugen verlief vom Start weg erfolgreich. Eine starke Internationalisierung prägte bereits die Anfangstage des Unternehmens. Bald kam die Nachfrage nach den Spezialfahrzeugen von KAMAG nicht nur aus dem Heimatmarkt, sondern aus aller Welt. Seit 2004 gehört KAMAG Transporttechnik zur TII Group der Heilbronner Unternehmerfamilie Otto Rettenmaier. Das Unternehmen stand zum Verkauf, da die Muttergesellschaft, der Anhängerhersteller Kögel, in finanziellen Schwierigkeiten steckte. KAMAG selbst war jedoch nicht von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten betroffen. Otto Rettenmaier kaufte das Unternehmen aus Begeisterung für Technik und um Synergien mit seinen anderen Fahrzeugherstellern SCHEUERLE und NICOLAS zu heben.

K1024_C&C Marine _SHT_1000x560_1920.jpgSchiffssektionstransporter für die Werftindustrie sind ein wichtiges Produktsegment für KAMAG. Mehrere Einheiten gekoppelt sind in der Lage schwerste Module oder ganze Schiffe zu transportieren

Ein Vollsortiment für die innerbetriebliche Logistik von Stahlproduzenten
Wichtige Standbeine von KAMAG Transporttechnik sind hoch innovative, Nutzlaststarke und ebenso robuste wie auch präzise zu steuernde Sonderfahrzeuge für die Schwer- und Energieindustrie sowie für den Anlagen- und Brückenbau. Den Stahlproduzenten bietet das Ulmer Unternehmen ein Vollsortiment für die innerbetriebliche Logistik, wobei hier vor allem die Schlacken- und Brammentransporter eine besondere Stellung einnehmen. Von großer Bedeutung ist auch das Wiesel. Ein Wechselbrückenhubfahrzeug für die Hoflogistik, das heute schon mit rein elektrischem Antrieb und als hoch automatisierte, fahrerlose Ausführung zu haben ist. Eben erst zur Fachmesse transport logistic hat der Ulmer Fahrzeugbauer das Wiesel mit einer neuen Kabine ausgerüstet, die für ein deutliches Plus an Fahrerkomfort und Ergonomie sowie für deutlich verbesserte Sichtverhältnisse steht. Insgesamt schlagen inzwischen bereits mehr als 2.000 der wirtschaftlich und flexibel einsetzbaren Fahrzeuge Wechselbehälter und Auflieger bei führenden Logistikern und Transprtunternehmen um.

K1024_Kamag_K24_Sarens_1000x760_1920.jpgAuch das Space Shuttle der NASA wurde auf Schwerlastmodulen von KAMAG transportiert

Modulare Plattformwagen für theoretisch unbegrenzte Nutzlast
Große Bedeutung am Absatz von KAMAG kommt auch selbstfahrenden, modularen Plattformwagen zu. In Kombination von mehreren Einheiten bieten sie theoretisch unbegrenzte Nutzlast. Kunden weltweit nutzen sie beispielsweise, um besonders schwere überdimensionale technische Anlagen, Baumaschinen, Raumfähren und Flugzeuge mit Nutzlasten von vielen tausend Tonnen zu befördern.

Kamag_K24_Sarens (3)_50_Jahre_KAMAG_1000x650_1920.jpgKAMAG K24 im Einsatz beim Schwerlastspezialisten Sarens

Gute Aussichten für die Zukunft
Insbesondere auf die Kombinationsmöglichkeiten zwischen den Produkten der jeweiligen Konzernmarken und auf die noch intensivere Nutzung von Synergien sowie eine Optimierung des Produktionskonzepts sollen die Unternehmen der TII Group künftig verstärkt Wert legen. Zudem soll Kamag intensiv an elektrifizierten und hochautomatisierten Transportlösungen arbeiten für die Hoflogistik und die innerbetriebliche Logistik in der Industrie. Mit dieser zukunftsgewandten Ausrichtung, soll das Ulmer Traditionsunternehmen für eine erfolgreiche Zukunft gerüstet sein.

Weitere Informationen: Kamag Website  |  © Fotos: Kamag


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