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Neue Generation Bell B45E 4x4

Allrounder für den Steinbruch

Baienfurt / Ravensburg, Mai 2021 - Mit einer großangelegten Roadshow begleitet der internationale Bell-Vertriebspartner Kiesel die Markteinführung des grundlegend überarbeiteten Bell B45E 4x4. Mit neuem Fahrwerk und spezifisch angepasster Gesteinsmulde entspricht der 41-Tonner noch besser den Anforderungen kleinerer und mittlerer Gewinnungsbetriebe. Auch diese profitieren jetzt voll von den betrieblichen und wirtschaftlichen Vorteilen, mit denen sich die drei knickgelenkten Allrad-Zweiachser von Bell Equipment mit Nutzlasten von 28,0 bis 55 Tonnen in ihren jeweiligen Anwendungssegmenten positionieren.


Bauforum24 Artikel (18.08.2021): Bell B30E auf der Straße


K2113_Kiesel_B45E_4x4_1.jpgDie neue Generation des Bell B45E 4x4.

„Eigentlich war der neue Bell B45E 4x4 fest als ‚Show-Stopper‘ unseres diesjährigen STEINEXPO-Auftritts vorgesehen“, erklärt Uwe Herber, Kiesel-Branchenleiter Gewinnung, und umreißt damit klar die Zielgruppe für den 41-Tonnen-Zweiachser. „Schon bei seiner Vorstellung auf der letzten Bauma überzeugte er viele unserer europäischen Gewinnungs-Kunden als echte Alternative zu konventionellen Starrahmen-Kippern und großen knickgelenkten 6x6-Erdbaumulden.“

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Knicklenk und Allradantrieb steigern die Auslastung des 41-Tonners durch Abraumtransporte bei Neuaufschlüssen

Als hochrobust ausgelegte Transport-Lösung schließe er echte Lücken, die sich heute im stark ausgedünnten Marktsegment der 40- bis 50-Tonnen-SKW auftun. Dabei ermöglicht sein Allrad-Antrieb eine deutlich höhere Auslastung gegenüber klassischen 4x2-Starrkippern, sei es im Betrieb unter schwierigen Witterungsbedingungen im Ganzjahres-Abbau oder bei Transporten in steilem oder unwegsamem Terrain (z.B. Neuaufschlüsse, Abraum), so Uwe Herber.

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Dank serienmäßiger Muldenheizung und hoher Schüttkante kippt der Bell B45E 4x4 auf Halde sicher ab

„Die konsequente Ausrichtung des neuen Modells auf den Hartstein-Einsatz beeindruckte aber auch viele 6x6-Nutzer, die im Betrieb von Großdumpern oft genug Zugeständnisse in Sachen Wendigkeit, Taktung der Ladespiele oder Verschleiß machen müssen.“

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Enge Kehren im Abbau oder in der Produktion sind die Paradedisziplin des wendigen Zweiachsers.

Grundsätzlich bestätigten sich diese Erwartungen auch bei den zahlreichen Praxistests im In- und Ausland, die Kiesel ab Mitte 2019 und auch im Corona-Jahr 2020 bei Endkunden durchführte. „Diese Tests fielen bei dem völlig neuen Maschinen-Konzept sehr intensiv aus, was den Vergleich mit vorhandenen Transportgeräten, aber auch die Einbindung des Allrad-Zweiachsers in bestehende Ladeflotten oder Betriebsorganisationen anbelangt.“ Neben ersten erfolgreichen Platzierungen des Nischenmodells sammelte Kiesel so vor allem wertvolles Kundenfeedback, das unmittelbar in die im Zuge der EU V-Umstellung weiterentwickelte zweite Generation der 4x4-Mittelklasse von Bell Equipment floss.

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Besser Fahren – besser Laden
Die maßgeblichen Veränderungen betreffen dabei insbesondere den für alle Bell-Zweiachser typischen kurzen Hinterwagen des Bell B45E 4x4. Trotz einer neuen Achsaufhängung und des stark angepassten Mulden-Designs blieben Rahmenlänge und Radstand nahezu identisch, was die hervorragende Wendigkeit des Zweiachs-Knicklenkers gewährleistet (max. Wendekreis: 17,31 m).

K2113_Kiesel_B45E_4x4_10.jpgUwe Herber, Kiesel-Branchenleiter Gewinnung, und Walter Michels, Kiesel-Produktmanager für knickgelenkte Muldenkipper, bei der Präsentation des neuen Bell B45E 4x4.

Wie beim Sechzigtonner Bell B60E übernehmen jetzt zwei Öl-/Stickstoff-Stoßdämpfer die Federung der zwillingsbereiften Antriebsachse vom deutschen Hersteller Kessler. In Verbindung mit der serienmäßigen adaptiven „Comfort-Ride“-Frontfederung sorgt dies für mehr Fahrkomfort, insbesondere aber für noch bessere Traktion und Bremseigenschaften des beladen rund 78 Tonnen schweren Zweiachsers (Leergewicht: 37.157 kg). Die Hinterachse bietet neben einem Anti-Schlupf-Differenzial jetzt auch eine sensor-gestützte automatische Traktionskontrolle. Anlenkung und Federwege der neuen Aufhängung wurden so dimensioniert, dass eine Ausrüstung der 21.00 R35-Zwillingsbereifung mit Schneeketten möglich ist.

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Der 4x4-Zweiachser mit 41 Tonnen Nutzlast zielt speziell auf kleine und mittlere Gewinnungsbetriebe

Komplett neu gezeichnet wurde die SKW-typische Gesteinsmulde mit flachem Boden: Ursprünglich an das Design des Bell B60E angelehnt, der in der Praxis meist von schweren Gewinnungsbaggern beladen wird, erschwerte die Mulde zuvor das in kleineren bis mittleren Steinbrüchen oft übliche Laden mit Radladern. Die Mulde wurde verlängert und erhielt eine gerade Stirnwand, was dank längerer Muldenoberkante und besserem Füllverhalten jetzt auch die schnelle Beladung mit 3,5- bis 6-m³-Felsschaufeln ermöglicht. Dabei blieben sowohl die max. Kipphöhe (6.485 mm bei 55°) als auch die große Bodenfreiheit der Schurre (890 mm) nahezu unverändert. Damit lässt sich der knickgelenkte 41-Tonnen-Zweiachser deutlich besser in bestehende Infrastrukturen (z. B. Brecher-Einhausungen) einpassen als vergleichbare 6x6-Knicklenker mit langer Erdbau-Mulde, bietet jedoch deren Vorteile gegenüber konventionellen Starrkippern mit tiefer Schurre beim schnellen Entladen in jedem Terrain. Die abgasbeheizte 25-m³-Mulde mit 4.265 mm Standardbreite (mit Heckklappe: 26 m³ / 4.639 mm) markiert gleichzeitig die Fahrzeugbreite – eine in Kürze erhältliche schmälere „Narrow“-Mulde gleichen Volumens bringt den Bell B45E 4x4 optional auf unter 4,00 Meter Gesamtbreite.

K2113_Kiesel_B45E_4x4_3.jpgDie gefederte Hinterachse bringt mehr Komfort und Sicherheit.

Topaktuelle Technik aus der Großserie
Während die Anpassungen von Hinterwagen und Mulde eine weitere Station in fast zehn Jahren spezifischer 4x4-Entwicklung darstellen, profitieren die Betreiber bei Antrieb, Kraftübertragung und intelligenter Fahrzeugsteuerung von der ständig weiterentwickelten 6x6-Knicklenker-Großserie von Bell Equipment. So besitzt der Bell B45E 4x4 den nahezu identischen Vorderwagen des 6x6-Schwestermodells B45E. Unter der Haube arbeitet der 390 kW starke Reihensechszylinder OM471LA von Mercedes-Benz in MTU-Offroadversion. Die Abgasreinigung nach EU-Stufe V übernimmt ein wartungsarmes System aus kontrollierter Abgasrückführung (EGR), SCR-Technologie und Dieselpartikelfilter. Gemeinsam mit der „selbstlernenden“ Allison-Siebengang-Automatik 4700 ORS gewährleistet der drehmoment-optimierte Motor (2460 NM bei 1300 U/min) eine hohe Kraftstoff-Effizienz, die sich in niedrigen Verbrauchswerten niederschlägt. Wie bei den übrigen aktuellen Bell-Großdumpern übernehmen Ölbadlamellen-Bremsen an beiden Achsen die Verzögerung – in Kombination mit der Jacobs-Motorbremse auch als mehrstufig programmierbare, vollautomatische Dauerbremse.

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Die neu gezeichnete Gesteinsmulde mit gerader Stirnwand bietet vor allem Vorteile in der Beschickung durch Großradlader.

Der Arbeitsplatz in der großräumigen Bell-Standardkabine des B45E 4x4 bietet gute Übersicht, hohen Komfort und ein vollständiges Serien-Paket an fahrerbezogenen Assistenzsystemen. Dazu zählen beispielsweise Berganfahrhilfen bzw. Rückroll-Sperren sowie Lade- und Kipp-Routinen, die gleichermaßen für Produktivität und Sicherheit sorgen. Alle elektronischen Helfer und Status-Anzeigen basieren auf Echtzeit-Messdaten der vernetzten Fahrzeug-Sensorik (On-Board-Waage, Neigungs- und Rollsensoren, etc.), die über praxisgerechte Auswertungen der satellitengestützte Bell-Maschinenüberwachung Fleetm@tic auch zur Leistungsdokumentation bzw. Wartungsoptimierung abgerufen werden können.

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Die längere Muldenoberkante erleichtert das Laden mit der 5-m³-Schaufel

Multi-Talent und Leistungsträger
„In seiner überarbeiteten Auslegung ist der Bell B45E 4x4 für unsere europäischen Märkte die ideale Ergänzung im Zweiachser-Angebot von Bell Equipment,“ urteilt Walter Michels, Kiesel-Produktmanager für knickgelenkte Muldenkipper. „Hier das auf schiere Allwetter-Produktivität ausgerichtete Flaggschiff B60E 4x4, am anderen Ende der 30-Tonner B30E 4x4 als hoch wirtschaftliche und dabei kompakte Lösung für den Untertageeinsatz sowie im Lockergestein und dazwischen der „45er“, der mit seinen ausgewogenen Crossover-Qualitäten neue Maßstäbe im Steinbruch definiert.“

Bei vergleichbaren Lade- und Transportleistungen punkte er gegenüber 4x2-SKW der 40- bis 50-Tonnenklasse mit den Vorteilen des Allradantriebs. Gerade für Unternehmen mit Ganzjahres-Betrieb unter widrigen Bedingungen oder in anspruchsvoller Topgraphie sei dies entscheidend.

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Am Vorbrecher passt sich der Bell B45E 4x4 mit einer niedrigen Kipphöhe von unter 6,50 m perfekt ein.

„Im direkten Vergleich zu knickgelenkten 6x6 wird dann deutlich, dass konventionelle Großdumper im Steinbruch eben doch mehr Kompromiss als echte Alternative sind,“ so Walter Michels, der bei Kiesel seit 2016 die gesamte Bell-Modellpalette betreut und bei deren Einbindung in Erdbau- bzw. Gewinnungs-Systemlösungen mit Ladegeräten aus dem großen Hitachi-Programm mitwirkt. „Der Zweiachser ist beim Laden und am Vorbrecher ungleich wendiger und harmoniert dank der Gesteinsmulde meist besser mit den gewinnungs-spezifischen Ladegeräten.“ Auf Umläufen punkte er systembedingt mit deutlich weniger Beanspruchung von Fahrstrecken und Reifen: „Je nach Untergrund graben sich die nicht ‚in Spur‘ laufenden Tandemachsen förmlich in enge Kehren, was hohen Instandhaltungsaufwand verursacht. Auf hartem und abrasivem Untergrund geht dies massiv zu Lasten der großen EM-Bereifung. Das kann sich gegenüber unserer 4x4-Zwillingsbereifung durchaus im Bereich von mehreren hundert Betriebsstunden weniger Lebensdauer bewegen und stellt einen immensen Kostenfaktor dar“, rechnet Experte Michels vor.

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Weitere Informationen: Bell Equipment (Deutschland) GmbH  | © Fotos: Bell Equipment


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