Fürth - Mit dem Neubau des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums schafft die Stadt Fürth Platz für künftig rund 1.050 Schülerinnen und Schüler. Die Herstellung der Baugrube, die Gründung des Schulgebäudes sowie Leistungen in den Bereichen Wasserhaltung und Geothermie übernahm eine ARGE, bestehend aus der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Resources GmbH und der Erdbau M. Reithelshöfer GmbH. Nach rund 15 Monaten wurden die Spezialtiefbauarbeiten planmäßig im Frühjahr 2026 abgeschlossen.
Bauforum24 Artikel (26.05.2026): Bauer: Bau einer Schlammfaulungsanlage
Beim Neubau des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums in Fürth wird Platz für rund 1.050 Schülerinnen und Schüler geschaffen.
Als besonders aufwendig erwies sich die Koordination der zahlreichen Beteiligten und parallel laufenden Arbeiten auf engem Baufeld. Spezialtiefbau, Erdbau, Geothermie und archäologische Untersuchungen mussten innerhalb der ARGE eng aufeinander abgestimmt werden. „Die größte Herausforderung war, die zahlreichen Gewerke trotz archäologischer Funde und wechselnder Baugrundverhältnisse so zu koordinieren, dass der Terminplan eingehalten werden konnte“, erklärt Maximilian Müller, Bauleiter in der BAUER Spezialtiefbau GmbH.
Ein eingespieltes Team: Geothermie und Spezialtiefbau gehen hier Hand in Hand.
Umfangreiche Spezialtiefbauarbeiten
Zum Leistungsumfang der BAUER Spezialtiefbau gehörten die Herstellung einer temporären rückverankerten Bohrpfahlwand, Gründungsarbeiten, Brunnenbohrungen sowie die begleitende Wasserhaltung. Für die Baugrube wurden insgesamt 331 Pfähle mit Durchmessern von 880 mm gebohrt und 58 Anker mit Längen von bis zu 30 m eingebaut. Darüber hinaus realisierte BAUER 143 Gründungspfähle mit Durchmessern zwischen 750 und 1.180 mm sowie fünf Brunnenbohrungen. Zum Einsatz kamen unter anderem BAUER-Drehbohrgeräte der Typen BG 30 und BG 39 sowie eine KLEMM KR 806.
Geothermie und Wasseraufbereitung ergänzen Spezialtiefbauleistungen
Ergänzend zu den Spezialtiefbauarbeiten realisierte die BAUER Resources GmbH die geothermische Anlage für die zukünftige Wärmeversorgung des Schulgebäudes. Hierfür wurden insgesamt 129 Erdwärmesonden mit Tiefen zwischen 46 und 60 m installiert, davon 48 außerhalb und 81 unterhalb des Gebäudes. Rund 4,2 km Leitungen verbinden die Sonden mit der späteren Gebäudetechnik. Mit einer geplanten Heizleistung von 316 kW leistet die Geothermieanlage künftig einen wichtigen Beitrag zu einem energieeffizienten und nachhaltigen Betrieb des Gymnasiums.
Leistungsstark: Die BG 39 bei der Pfahlherstellung für das Fundament.
Darüber hinaus unterstützte die BAUER Resources das Projekt mit einer temporären Wasserreinigungsanlage. Die Anlage bereitet das im Rahmen der Baugrubenwasserhaltung anfallende Wasser auf und ist seit Mai 2025 in Betrieb. Mit einer Leistung von rund 5 bis 10 m³ pro Stunde im Regelbetrieb trägt sie zu einem sicheren und zuverlässigen Baustellenbetrieb bei.
Die Spezialtiefbauarbeiten begannen im Dezember 2024 und wurden im März 2026 abgeschlossen. Die Wasserhaltung wird voraussichtlich noch bis September 2027 fortgeführt. Bis zur geplanten Inbetriebnahme der Schule im September 2028 entstehen auf dem Baufeld moderne Lernräume, deren Fundament bereits heute gelegt ist – inklusive geothermischer Anlage, die künftig zu einem energieeffizienten Betrieb des Schulgebäudes beiträgt.
Das Bauer-Team meistert die Herausforderungen des Projekts mit Engagement, Präzision und Teamgeist.
Weitere Informationen: BAUER | © Fotos: BAUER
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