Video: VW Crafter Werkseröffnung in Polen

Video: Werkseröffnung mit Blick in die Fertigung

Września (Polen), 24. Oktober 2016 - Feierliche Werkseröffnung in Września/Polen: Rund 1.000 Gäste aus Politik, Wirtschaft sowie Vertreter der Belegschaft und Gewerkschaften aus Polen und Deutschland haben heute gemeinsam mit Vorständen des Volkswagen Konzerns und seiner Marken die eigens für den neuen Crafter errichtete Automobilfabrik offiziell in Betrieb genommen. Bauforum24 TV ist vor Ort und berichtet zeitnah mit einer Video-Reportage von der Eröffnung.


Bauforum24 TV Video (09.09.2016): VW Crafter II (2017) Weltpremiere & erstes Video Review


Andreas Renschler, CEO Volkswagen Truck & Bus und Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, verantwortlich für den Geschäftsbereich Nutzfahrzeuge, bedankte sich im Namen des Volkswagen Konzerns für die Zusammenarbeit aller an dem Bau Beteiligten. Dadurch sei es möglich geworden, diesen neuen Automobilstandort zu errichten. Einen besonderen Dank richtete Renschler an die Belegschaft: „Der Werksneubau in Rekordzeit zeigt den herausragenden Teamspirit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Volkswagen Nutzfahrzeuge: Klare Ziele, gemeinsame Umsetzung und ein hohes Maß an Verantwortung jedes Einzelnen haben dieses ambitionierte Vorhaben zum Erfolg geführt.“

Renschler unterstrich die Wichtigkeit des neuen Crafter und des neuen Werks (Größe: 220 Hektar) für die strategische Ausrichtung der Volkswagen Nutzfahrzeug-Gruppe: „Mit der Neuentwicklung des neuen Crafter und dem Neubau mit einer Jahreskapazität von 100.000 Stück sind wir besser als je zuvor unterwegs im wachsenden Markt der großen Transporter.“ Durch den Fabrikneubau gibt es mit Volkswagen Nutzfahrzeuge (Crafter) und MAN (TGE) eine neue Kooperation beim Fahrzeugbau zweier Marken innerhalb der Volkswagen Nutzfahrzeug-Gruppe. 

Bauforum24 TV: Weltpremiere und Review des VW Crafter 2017

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil nahm als Aufsichtsratsmitglied von Volkswagen an der Eröffnung teil. Er zeigte sich beeindruckt von dem Fabrikneubau und überbrachte Glückwünsche der Niedersächsischen Landesregierung. „Wie Sie wissen, befindet sich die Automobilbranche derzeit im Wandel. Nach allem, was ich hier sehe, bin ich sehr zuversichtlich, dass dieser Standort fit für die Zukunft ist“, sagte Weil. „Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünsche ich viel Erfolg bei den Aufgaben, die die nächsten Jahre für uns bereithalten.“

Dr. Eckhard Scholz, Vorsitzender des Markenvorstands Volkswagen Nutzfahrzeuge, erklärte, die Marke habe die „doppelte Herausforderung“ – nämlich die Entwicklung eines überragenden Transporters und den gleichzeitigen Aufbau seiner modernen Produktionsstätte – souverän bewältigt. „Wir sind stolz auf die präzise und termintreue Realisierung dieses Projekts und vor allem auf die Menschen, die dies geschafft haben. Sie alle haben ihren persönlichen Beitrag zur Erreichung dieses anspruchsvollen Ziels geleistet. Dafür danke ich ihnen herzlich. Dieses Engagement ist beispielgebend für die Zukunft unserer Marke. Erst vor wenigen Wochen wurde der Crafter von einer renommierten Jury zum ‚International Van of the Year 2017‘ gewählt. Dies zeigt, dass wir mit Fahrzeug und Fabrik auf dem richtigen Weg sind. Jetzt gilt es, den Blick konzentriert nach vorn zu richten, auf den anspruchsvollen Anlauf und die kommenden Herausforderungen.“

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Eröffnung des neuen VW Crafter Werkes

Jens Ocksen, Vorstandsvorsitzender Volkswagen Poznań, erklärte, das neue Werk bilde eine Kombination „von hervorragend qualifizierten und hoch motivierten Beschäftigten mit modernen, effizienten und ergonomischen Produktionsprozessen“. Zwischenzeitlich sei das Werk eine der größten Baustellen Europas gewesen. Er sei stolz auf seine Mannschaft, die von Meilenstein zu Meilenstein geeilt sei und höchste Qualität abliefere. „Daran wird sich auch beim Hochlauf der Fabrik nichts ändern“, versicherte Ocksen. Bei Konzept, Bau, Gebäudeausstattung und Produktionsprozessen seien neben ökologischen auch gesellschaftliche und kulturelle Aspekte konsequent und dauerhaft berücksichtigt worden. „Wir haben viele innovative Lösungen umgesetzt. Das Werk Września wurde zukunftsgerichtet erbaut - mit neuester Technik und dabei umwelteffizient.“ Erst kürzlich seien der Neubau, seine vorbildlichen Grünanlagen, Sozialeinrichtungen und seine Produktionsanlagen durch die 'Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen' ausgezeichnet worden.

Im neuen Werk werden laut Volkswagen rund 3.000 Personen beschäftigt sein. Durch die Entwicklung des Lieferantennetzes und des Dienstleistungssektors sollen in der Umgebung des Werks darüber hinaus zahlreiche neue Arbeitsplätze entstehen.

Mit einem Volumen von 800 Millionen Euro für den Bau und die Produktionsanlagen ist der Standort Września die bislang höchste Auslandsinvestition in Polen.

Bauforum24 TV: VW e-Crafter Walkaround & Review auf der IAA 2016

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VW Crafter 2017 bei der Werkseröffnung in Wrzesnia / Polen.

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Luftbild neues Crafter-Werk Wrzesnia

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Neues Crafter-Werk Wrzesnia Montage, Hochzeit von Motor und Karosserie

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Neues Crafter-Werk Września / Polen Montagelinie

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Neues Crafter-Werk Września / Polen Cockpit Vormontage

Weitere Informationen: Volkswagen Nutzfahrzeuge Website

( © Fotos: Bauforum24 / Volkswagen )

 


Bauforum24

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Unsere Factory Tour ist jetzt online bei Youtube zu sehen. Viel Spaß beim Anschauen!

Wie gefällt euch die Reportage und wie ist eure Meinung zum Crafter und der neuen Fabrik?

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Hallo,
technologisch ist die neue Werkserrichtung interessant, zur Wahrheit der Werkserrichtungen in Polen zählt sicherlich auch, daß direkte EU-Fördergelder als auch zinsgünstige Darlehen geflossen sind. Nach letzten Angaben hatte die Europäische Förderbank EBRD einen 250 Millionen Euro schweren Kredit zur Finanzierung der VW-Fabrik nach Abgasskandal auf Eis gelegt.
Wieviele direkte Subventionen und EU-Fördergelder sind in diesem Projekt geflossen?
Ich wünsche mir eine kritische Berichterstattung zu den Hintergründen und Motivation der Firmen.

Ich hätte diese Werkserrichtung lieber an deutschem Standort gesehen und nicht EU-subventionsfinanziert.

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Keine Frage, Wirtschaft muss nach vorne streben. Aber ein kritischer Blick sollte trotz der Feierlaune gestattet sein.  Wenn die Lohnkosten in Deutschland eben mal knapp 40,00 EUR pro Stunde höher liegen als im benachbarten Polen, dann kann man ja irgendwie gar nicht anders, oder?

Interessant ist hierbei, dass man ganze Werke in knapp zwei Jahren bauen kann, während in benachbarten Ländern die selbe Zeit für 12 Kilometer Grunderneuerung einer Autobahn benötigt werden. Interessant wäre auch, wie viele Fördergelder von der derzeit ach so verachteten EU nach Polen bzw. zu VW geflossen sind. Beide haben sich ja für das Image der europäischen Gemeinschaft nun nicht gerade nützlich gemacht. Polen lehnt Flüchtlinge ab und verhält sich inhuman und nicht solidarisch und der Motorenbetrug bei VW ist auch nicht gerade Imagefördernd und zeigt deutlich, wie man in dem Unternehmen über seine Kunden denkt... 

Aber Geld stinkt ja nun mal nicht. Alles andere ggf. schon. Und bei den EU-Zuschüssen sind die Polen dann auch wieder richtige Europäer. Klar, auch Polen soll von Europa profitieren. Aber derzeit profitiert hier nur ein Seite, denn die Transporter werden ja nicht günstiger, weil sie zu polnischen Löhnen gefertigt werden. Am Ende wäre dann noch interessant, in welchem Land denn auf den ohne Frage zu erwartenden Profit Steuern gezahlt werden. Aber möglicherweise kann die Frage ja auch schon jetzt beantwortet werden: In keinem natürlich. 

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Es gibt ja noch einen weiteren Aspekt, der nicht erwähnt wird, was die EU Förderung in einem noch schlechteren Licht dastehen lässt. Die alten VW Crafter wurden von MB im Düsseldorf Sprinterwerk gebaut. MB selbst ist dabei, in den USA ein neues Sprinterwerk zu errichten. Somit fallen für das MB Werk Düsseldorf die USA Sprinter, sowie die Crafterproduktion für VW weg, was dort vermutlich zu Personalabbau führen wird. Somit subventionieren wir indirekt über unsere EU Beiträge den Arbeitsplatzabbau in Deutschland.

Kein schöne Entwicklung.

Gruß

Schelsie

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