Takeuchi Hybridbagger TB 235 H

Im Wasserschutzgebiet nur mit Elektroantrieb

Karlsruhe, April 2018 - Man muss nur dem soliden Stromkabel folgen, um den Takeuchi TB 235 H Hybridbagger zu finden. Er rodet hier im Mörscher Wald bei Karlsruhe ein etwa 2 ha großes Grundstück. Darauf soll das neue Wasserwerk entstehen, unmittelbar neben dem alten, das aus den 1930er Jahren stammt.


Bauforum24 Artikel (Datum): Takeuchi Hüllkreisbagger TB 138 FR


Der Takeuchi TB 235 Hybrid arbeitet hier bei der Baufeldrodung ausschließlich mit elektrischem Antrieb
Der Takeuchi TB 235 Hybrid arbeitet hier bei der Baufeldrodung ausschließlich mit elektrischem Antrieb

Da die Arbeiten in einem Wasserschutzgebiet und Natura 2000-Gebiet durchgeführt werden, unterliegen sie strengen Sicherheitsvorschriften und Umweltauflagen. Dazu gehört auch, dass die Gefahr, dass Diesel in den Untergrund gelangt, minimiert wird. So arbeitet die Firma Roland Schulz Garten- und Landschaftsbau also mit einem Takeuchi TB 235 H Hybridbagger. Dies geschieht hier ausschließlich im Elektrobetrieb, wobei über ein zeitweise mehrere 100 m langes Kabel der Kompaktbagger mit Strom versorgt wird. Zudem ist er mit Bio-Hydrauliköl befüllt.

Der 3,8 t schwere Hybridbagger ist mit einem Dieselmotor mit 21,5 KW/28,5 PS ausgerüstet und ebenso mit einem Elektromotor mit 15 KW/20,4 PS. Für diesen Einsatz hier bei Karlsruhe ist er zusätzlich mit einem Rundholzgreifer und einem 360° Rotator ausgestattet. Standardmäßig verfügt der TB 235 H über einem Schwenkmotor und einen hydraulischen Schnellwechsler. Er hat vier hydraulische Zusatzkreisläufe. Der Lasthaken hat eine Rohrbruchsicherung und eine Überlastwarneinrichtung. Die Hauptlagerung am Schwenkbock ist mit gehärteten Stahlbuchsen ausgestattet. 

Der TB 235 H greift und bewegt bei diesem Einsatz viele Meter lange Stämme, Kleinholz oder Buschwerk. Dies auf sicherem Stand, den die Laufwerksbreite von 1,63 m bietet. „Wir sind sehr angenehm überrascht, mit welcher Genauigkeit wir den Bagger und seine Anbaugeräte steuern können. Es ist hier bei diesen Rodungsarbeiten oftmals ein sehr genaues Zugreifen notwendig. Das alles ist ohne Probleme und mit absoluter Präzision möglich“, sagt Roland Schulz. Er gründete seine Firma Garten- und Landschaftsbau Roland Schulz im Jahr 1990. Mittlerweile ist die zweite Generation in der Firma aktiv. Mit zur Zeit 11 Mitarbeitern übernimmt er Baufeldrodungen, Baumarbeiten, Garten-, Teichanlagen u. a. 

Hinsichtlich seiner Baumaschinen wird Schulz, und das nicht nur bei diesem Projekt, von der Firma Kohrmann Baumaschinen GmbH betreut, die sowohl ein Baumaschinenunternehmen wie auch Takeuchi-Händler ist. Kohrmann ist bereits seit 70 Jahren am Markt und dies mit mittlerweile 14 Standorten in Baden, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Das Projekt Neues Wasserwerk im Mörscher Wald ist ein umfangreiches Unterfangen. Nachdem das neue Wasserwerk gebaut sein wird, was bis 2021 geschehen soll, wird das alte Wasserwerk zurückgebaut werden. Und auf dem dann freien Gelände wird ein hochwertiger Eichenwald angelegt. Auch das soll dann ein kleiner Beitrag zur Gewährleistung der zukünftigen Wasserversorgung sein, denn im Raum Karlsruhe wird Wachstum erwartet. Und wenn bisher täglich bis zu 24.000 m³ Wasser gefördert werden konnten, so werden es mit dem neuen Wasserwerk bis zu 60.000 m³ sein. Zunächst aber ist noch der Takeuchi TB 235 Hybrid am Werk, der den Baugrund vorbereitet.

Weitere Informationen: Takeuchi Website, Galabau Roland Schulz Website, Kohrmann Baumaschinen Website

© Fotos: Wilhelm Schäfer


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