Neuer Sennebogen 624 Taxi-Seilbagger

Neues Seilbagger-Konzept für schnellen Aufbau

Straubing, Oktober 2016 - Mit dem neuen Sennebogen 624 eröffnet der Maschinenbauer eine neue Kategorie: Ein Taxi-Seilbagger gemacht für den Wasser- und Brunnenbau oder Verrohrungseinsatz. Er soll multifunktionell einsetzbar und schneller aufgebaut sein als jeder andere Seilbagger bisher, so der Hersteller.


Bauforum24 TV Video (24.10.2016): Schlüter Tage in Sarstedt mit Sennebogen


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Sennebogen 624 Seilbagger

Gerade wenn in kurzen Abständen zahlreiche Bohrungen durchgeführt werden sollen oder auf beengtem Raum gearbeitet werden muss, ist ein kleiner, flexibler Seilbagger gefragt. Mit dem neuen 624 bringt Sennebogen zum Herbst 2016 ein kompaktes, schnell einsatzbereites Grundgerät für den Anbau von Verrohrungsmaschinen und für den Seilbetrieb. Der Taxi-Seilbagger verfügt über einen klappbaren Kastenausleger, der in drei Schritten in die Transportposition gebracht wird.

Dank dieser Mechanik soll der Kran in wenigen Minuten einsatzbereit sein. Damit lässt sich die Maschine nicht nur auf beengtem Raum sicher einsetzen, sondern auch äußerst schnell von einer Einsatzstelle zur nächsten umsetzen, so der Hersteller. In der Transportposition ist der Ausleger seitlich neben der Kabine entlang des Oberwagens geklappt und soll damit Zeit und Platz bei der Montage sparen. Der Ausleger selbst kann auf eine maximale Läge von 19 m verlängert werden. Zwei 6 t Freifallwinden im Oberwagen sollen für die notwendige Zugkraft sorgen und lassen sich mittels der individuell einstellbaren Freifallbremse bedienen.

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Aufbau des Sennebogen 624 in drei Schritten

Der neue Sennebogen hat ein Einsatzgewicht von 27 t und kommt in der Ausführung als vollwertiger Seilbagger in der Leistungsklasse unter 30 t. Dies soll eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten eröffnen.

Zukünftig werden zwei Unterwagenvarianten für den neuen Sennebogen 624 verfügbar sein. Der Raupenunterwagen soll für maximale Standsicherheit und Manövrierbarkeit im Gelände sorgen. Die Variante mit Mobilbereifung und Pratzenabstützung hingegen soll sich zum Beispiel beim Verrohrungseinsatz im Innenstadtbereich einsetzen lassen. Der 27 t - Seilbagger der Kompaktklasse soll zukünftig auch eine Lücke im Wasserbau schließen. Aufgrund des geringen Einsatzgewichtes kann die Maschine leicht auf Pontons oder Schiffen für sämtliche Arbeiten der Gewässerpflege und Instandhaltung beispielsweise mit Haken oder Seilgreifer eingesetzt werden.

Für den Fahrer bietet die neue Multicab 2 einen komfortablen Arbeitsplatz der höchsten Ergonomieanforderungen entsprechen soll. Neben einer neu gestalteten Innenausstattung erhielt die Kabine eine gewölbte Frontscheibe für optimale Sicht nach vorne und ein ausstellbares Heckfenster. Klimaanlage und ein Komfortsitz inklusive mitschwingender Bedienelemente sind beim 624 ebenfalls standardmäßig vorhanden.

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Sennebogen 624 Seilbagger

Weitere Informationen: Sennebogen Seilbagger Website  © Fotos: Sennebogen


Bauforum24

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Was haltet ihr von dem neuen Konzept? Würde der neue kompakte Seilbagger für euch in Frage kommen?

Gruß, Ralf

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Also "vollkommen Sinnfrei" ist die Idee auf alle Fälle nicht. Ich finde unkonventionelles Denken bei den Herstellern ja fast immer besser, als "Standard"

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Tom-ST

Posted (edited)

Grundidee mit nem Mobilseilbagger ist ja nicht neu bei Sennebogen, SK5 - SK9 danach S612 M und R und noch der grosse 24 t Mobile, leider ist mir die Bezeichnung nicht geläufig, diese waren alle Gittermasten.

Nun ist eine neue Serie daraus entstanden mit einem Kastenausleger welche eine Kurze Rüstzeit beinhaltet und auch Anwenderfreundlich ist. 

Nun zu meinen Optionen die das Gerät enthalten sollte,

1. Auf jedem Kastenausleger ein Seilbügel, beim Meisselvorgang hat man schnell mal Schlappseil was bei der schmalen Breite des Kastenauslegers verheerend sein kann da das Seil seitlich runterfällt und sich an den Bolzen der Gelenke verhaken kann und schwups entsteht Schaden am seil und Gelenkbolzen.

2. Nicht Pratzenabstützung sondern Schiebeholmabstützung , warum? letzteres erweitert den Arbeitsradius ungemein und das war schon der Vorteil bei der letzten Serie S612M. Dank der Schiebeholme konnte ich im Brunnenbau( Lehrberuf und 15 Jahre ausgeführt) Lasten im Innerstädtischen Bereich umsetzen bis 10 T Gewicht.

3.Beide Freifallwinden über Fusspedale steuern und nicht eine Winde  mit Fuss und eine über Joystick, war damals eine gute Innovation aber beim Arbeiten nicht Vorteilhaft.

4.Ein entscheidener Punkt ist bei Geräten dieser Klasse  ob das Arbeiten unter geringer Arbeitshöhe bis max 4m ausführbar ist. Kurzer Ausleger.

Gittermast wird eingekürzt, Anlenkstück und Auslegerkopf zusammengebolzt und fertig steht er da, wie wird das bei der Serie gelöst? gibt es dazu Gedanken?

5.Ein Luftkompressor an Bord für Schlagschrauber, und um das Gerät von Staub zu befreien.

6.Ist der Taxi Seilbagger komplett Hydraulisch angetrieben? Fahrwerk, Bremse und Freifallwinden oder wird letzteres immer noch von Luft gebremst?

 

Das Gerät würde ich mal gerne Begutachten.

Edited by Tom-ST

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Was mir gleich aufgefallen ist sind die 27to und Taxikran. Beim Liebherr 924plus oder 928 gibts da ja die dritte Achse um ihn auf Strassen umsetzten zu können. Wäre es hier nicht sinnvoller gewesen ihn um 3to leichter zu machen um ihn mit den 24to strassenfahrbar zu machen?

 

Gruß Simon

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Ich glaube dass die Maschine mit dem Preis steht oder fällt. Klar bei riesigen Projekten, wo sowas mitschwimmt, sicher eine tolle Sache.

Aber das große Problem der Hydroseilbagger ist meiner Meinung nach der Anschaffungspreis, hier werden viele Arbeiten, die typische Seilbaggerarbeit wäre, vielleicht auch schneller durchführbar wäre. Recht oder Schlecht mit Hydraulikbaggern, mit Verlängerungen oder anderen Spezialumbauten durchgeführt, weil sich ein Seilbagger preislich nicht rechnet auch nicht wenn er schneller wäre.

Hier sieht man noch viele dieser Fuchs 114 usw. Mobilseilbagger, im Stahlbetonbau, Konstruktiver Tiefbau usw.  sie sind ideal, nicht zu schwer, einigemaßen leicht zu bedienen, bieten eine hohe Hubleistung und da entweder gebraucht erworben, oder längst abbezahlt eine gute Alterative weil es ja oft so ist, dass so eine Maschine nicht den ganzen Tag durchgehend im Einsatz ist, wie z.Bsp. ein Löffelbagger der eine Baugrube aushebt.

Daher denke ich, dass dieses Gerät wohl kaum an die Verkaufszahlen, der früheren Mobilseilbagger herankommen wird.

Schöne Grüße

 

 

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