Rototilt: QuickChange Generation II

Rototilt erhöht die Schlagkraft

Regensburg, 18.01.2021 - Der Markt für vollhydraulische Schnellwechsler in Deutschland wird mit der Etablierung des neuen Standards Open-S weiter wachsen, sagt Wolfgang Vogl. Der Geschäftsführer der Rototilt GmbH mit Sitz in Regensburg spricht im Interview auch über die Einführung des vollhydraulischen Schnellwechslersystems QuickChange Generation II, die Produkt-Schwerpunkte 2021 und die überwältigende Teilnahme am Rototilt-Gewinnspiel. Das Jahr 2020 wurde für organisatorische Umstrukturierungen genutzt, durch die Rototilt seine hervorragende Marktstellung weiter ausbauen will.


Bauforum24 Artikel (01.10.2020): Rototilt: Die Zukunft ist offen


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Im Mai 2020 hat Rototilt das vollhydraulische Schnellwechslersystem QuickChange Generation II auf den Markt gebracht. Das von der BG Bau geförderte Sicherheitssystem SecureLock wird bei den neuen, mit QuickChange Generation II ausgestatteten Geräten, standardmäßig verbaut.

Wie fällt Ihre Bilanz des durch Corona geprägten Jahres 2020 aus, Herr Vogl?
Wolfgang Vogl: Zu Beginn des ersten Lockdowns im März hatten wir natürlich erst einmal die schlimmsten Befürchtungen. Wir mussten uns beispielsweise auf Zulieferprobleme von hydraulischen Komponenten einstellen, die im ganzen europäischen Raum gefertigt werden. Dies führte im Durchschnitt zu einwöchigen Lieferverzögerungen. Die Herausforderungen ließen sich aber so gut wie immer bewältigen und wir können jetzt sagen, dass wir 2020 gut gemeistert haben. Es wurden nicht die Zuwächse erzielt, die wir uns vorgenommen hatten, dass wir aber in etwa das Niveau des Vorjahres erreicht haben, ist aus unserer Sicht ein sehr gutes Ergebnis. Das Jahr 2020 haben wir auch nutzen können, um organisatorische Maßnahmen durchzuführen. Dafür wäre uns unter normalen Bedingungen im laufenden Geschäft sicher weniger Zeit geblieben.

Rototilt hatte sich in Deutschland personell zuletzt deutlich verstärkt. Konnten im Zuge der nun erfolgten Maßnahmen alle Beschäftigten gehalten werden?
Wir haben im Rahmen der Neuorganisation unseren Schwerpunkt etwas verlagert. Unsere  Vertriebsmannschaft war wachstumsorientiert aufgestellt, personell waren wir auf den realistisch zu erwartenden höheren Absatz gut vorbereitet. Aufgrund der Corona-bedingten Stagnation zum Vorjahr haben wir hier nun konsequenterweise etwas bremsen müssen. Gleichzeitig haben wir den Schwerpunkt mehr auf den Bereich Service gelegt, um unsere Endkunden noch besser unterstützen zu können. Dafür haben wir bereits einen zusätzlichen Techniker eingestellt und suchen noch einen weiteren. Sobald wir diese Verstärkung gefunden haben, wird unser Team mit elf Mitarbeitern noch stärker sein als vor Beginn der Pandemie. Wir werden – gerade infolge der Einstellungen im technischen Bereich – die Schulungen unserer Händler ausbauen und sie in die Lage versetzen, unsere Produkte technisch und kaufmännisch noch besser zu handeln.

Seit Mai 2020 ist das vollhydraulische Schnellwechslersystem QuickChange Generation II in Deutschland erhältlich. Wie kommt die Neuheit bei den Kunden an?
Unser Ziel war nicht, in kürzester Zeit möglichst viele Einheiten zu verkaufen, sondern gezielt qualitativ hochwertige Referenzen zu schaffen, um die Leistungsbeschreibungen des Marketings im realen Einsatz nachzuweisen. Dies ist der Grundstein für eine erfolgreiche Vermarktung. Im Mai 2021, ein Jahr nach der Markteinführung, werden wir die gewonnen Erkenntnisse bewerten. Wir wissen aber, dass die bislang ausgelieferten Einheiten problemfrei und zur vollsten Zufriedenheit unserer Kunden laufen. Grundsätzlich sind die Reaktionen auf QuickChange Generation II sehr positiv, gerade auch in Verbindung mit dem neuen Open-S- Standard.

Rototilt_2021_1_Vogl (1920).jpgWolfgang Vogl (50) ist seit 2012 Geschäftsführer der Rototilt GmbH mit Sitz in Regensburg. Neben dem deutschen Markt verantwortet er auch das Geschäft in Österreich und der Schweiz.

Am 1. Oktober 2020 haben Rototilt und der Mitbewerber Steelwrist mit Open-S gemeinsam den neuen Standard für vollhydraulische Schnellwechser ins Leben gerufen und damit viel Aufmerksamkeit erregt. Wie fallen die Reaktionen auf die herstellerübergreifende Kompatibilität von Schwenkrotatoren, Schnellwechslern und Anbaugeräten aus und was ist infolge dieser Kooperation zu erwarten?
Open-S stößt auf großes Interesse, diverse Firmen haben sich bereits um eine Mitgliedschaft beworben. Aufgrund der positiven Reaktionen von europäischen Unternehmen auch außerhalb Skandinaviens gehen wir davon aus, dass sich Open-S in den kommenden Jahren sukzessive zu dem offenen Standard für Europa, insbesondere Zentraleuropa, entwickeln wird. Ich bin sicher, dass dies das Geschäft für vollhydraulische Schnellwechsler nochmals ankurbelt, weil die Abhängigkeit der Kunden an einen Hersteller mit all den Konsequenzen - etwa im Bereich Ersatzteile - aufgebrochen ist. Letztlich nehmen wir dem Kunden eine wichtige Hürde bei der Entscheidung für ein vollhydraulisches System.

Welche weiteren Themen stehen bei Rototilt 2021 im Fokus?
Aufgrund der bevorstehenden Novellierung der Euronorm für Schnellwechsler werden wir verstärkt unser mit dem German Innovation Award 2019 ausgezeichnetes Schnellwechsler-Sicherheitssystem SecureLock bewerben und in den Einsatz bringen. Wir sind überzeugt, dass unser Produkt die Norm vollumfänglich erfüllt. Bei den neuen, mit QuickChange Generation II ausgestatteten Geräten ist SecureLock bereits Standard. Die BG Bau fördert SecureLock übrigens als besonders sicheren Schnellwechsler.

Die Produktion im Rototilt-Stammhaus im schwedischen Vindeln war aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage an ihre Grenzen gestoßen. Das Werk wird daher ausgebaut. Wie ist der aktuelle Stand der Baumaßnahmen?
Das Werk ist zuletzt um über 4.000 m2 erweitert worden. Die Produktion ist bereits in die neuen Hallen mit den ergonomisch optimierten Arbeitsplätzen eingezogen, im Oktober hat die Endmontage den Betrieb aufgenommen. Die Kapazitäten des Werks wurden im Zuge der Erweiterung verdoppelt. Der durch Corona etwas gemäßigte Personalaufbau wird 2021 fortgesetzt, damit ist Rototilt bestens in der Lage, eine weiter steigende Nachfrage zu bedienen.

Rototilt_2021_1_Vindeln (1920).jpgDer Ausbau der Rototilt-Produktionsstätten im schwedischen Vindeln ist so gut wie abgeschlossen. Mit einer Werkserweiterung von über 4.000 m2 ist das Unternehmen bestens auf ein weiteres Nachfrageplus vorbereitet.

Rototilt hat in den vergangenen Jahren an vielen Messen und Veranstaltungen teilgenommen. Welche Termine stehen in diesem Jahr auf dem Programm?
Nachdem das VDBUM-Seminar und die MAVEW-Show abgesagt wurden, gehe ich davon aus, dass das erste Event des Jahre 2021, bei dem wir auftreten können, die Erdbau Live – Baggerfahrer helfen krebskranken Kindern sein wird. Sie soll vom 14. bis 16. Mai in Thüngersheim bei Würzburg stattfinden. Wir werden bei der TiefbauLive vom 10. bis 12. Juni in Karlsruhe dabei sein und bei der Demopark vom 20. bis 22. Juni in Eisenach. Bei der Nordbau 2020, die als Fachausstellung organisiert wurde, waren wir ausschließlich produktseitig vertreten, bei der Nordbau 2021 vom 08. bis 12. September werden wir wieder mit unserem bewährten Stand vor Ort sein. Da wir als Händlervertrieb organisiert sind, suchen wir stets den direkten Kontakt zu unseren Endkunden, um Erfahrungen abzufragen, die in Weiterentwicklungen und Produktoptimierungen einfließen. Nicht jeder Händler hat Rototilt im Portfolio, daher möchten wir Interessenten direkt beraten. Zudem können wir unseren Bestandskunden auf den Veranstaltungen Informationen aus erster Hand geben und unsere engen Kooperationen mit Herstellern und Händlern weiter ausbauen.

Mitten in der Pandemie hat Rototilt Deutschland die Stimmung von Kunden und Interessenten mit einem Gewinnspiel aufgehellt. Da der erste Rototilt-Schwenkrotator vor 34 Jahren vorgestellt wurde, gab es nun 34 Preise zu gewinnen, darunter äußerst wertvolle Preise.
Als 1. Preis haben wir einen vollhydraulischen Rototilt-Schnellwechsler QuickChange QC70-55 im Wert von ca. 13.000 Euro zur Verfügung gestellt, als 2. Preis einen QuickChange QC65-5 im Wert von ca. 10.000 Euro, als 3. Preis einen Rototilt-Schwenkrotator R1 / fix / MS01 im Wert von 7.000 Euro. Die weiteren Gewinner erhalten jeweils eine „Powered by Rototilt“-Fanjacke im Wert von rund 90 Euro. Die Reaktionen auf unser Gewinnspiel waren überwältigend. Wir selbst waren – trotz der exklusiven Preise – überrascht von der hohen Teilnehmerzahl, insgesamt haben sich mehr als 1.000 Personen beteiligt. Als Gewinner wurde Marcel Lenhard aus Bruchweiler ausgelost, der 2. Preis geht an Michael Lohmeyer aus Vlotho, der 3. Preis an Jannik Kohler aus Bühlertal. Sofern die Corona-Bestimmungen es zulassen, wollen wir diese Gewinne persönlich überreichen.

Weitere Informationen: Rototilt GmbH  | © Fotos: Rototilt


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