Vögele Deckenfertiger mit SprayJet

Flexibilität bei Fahrbahnerneuerung

September 2016 - Die Sanierung von Straßen ist in vielen Ländern im Vergleich zu Neubaumaßnahmen längst die weitaus häufigere Aufgabe von Bauunternehmen. Neben dem konventionellen Verfahren, dem Abfräsen und Wiederherstellen von Asphaltpaketen, bestehen zwei weitere Verfahren, die weltweit auf dem Vormarsch sind: der Einbau Dünner Schichten im Heißeinbau auf Versiegelung (DSH-V) sowie der „Heiß-auf-heiß“-Einbau von Kompaktasphalt.


Bauforum24 TV Video (06.05.2016): Vögele WITOS Paving und RoadScan


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Deckschichteinbau mit dem SUPER 1800-3i SprayJet als Teil des InLine Pave Einbauzuges.

Diese beiden Verfahren hat die Joseph Vögele AG mit eigens dafür entwickelter Maschinentechnik prozesssicher gemacht bzw. überhaupt erst ermöglicht. Nun hat Vögele beide Innovationen erstmals zusammengeführt. Die Lösung entstand mit und für den Kunden Rask Brandenburg GmbH, einem Unternehmen, das sich stark auf diese modernen Sanierungsverfahren ausgerichtet hat.

Die Maschinen hinter den modernen Sanierungsverfahren sind der Sprüh- und Standardfertiger SUPER 1800-3i SprayJet für DSH-V sowie der VÖGELE InLine Pave Einbauzug für Kompaktasphalt. Letzterer besteht aus einem VÖGELE Beschicker MT 3000-2i Offset und einem Binderschichtfertiger SUPER 2100-3i IP sowie einem weiteren VÖGELE Fertiger für den Deckschichteinbau. Die Kombination aus den Technologien von VÖGELE verleiht den Kunden maximale Flexibilität. Die Idee dahinter ist zukünftig mit ein und derselben Maschinentechnik konventionelle Einbauarbeiten ausführen zu können und gleichzeitig für DSH-V- und Kompaktasphalt-Aufträge gerüstet zu sein.

Voegele_09_1_16_Inline_066_1920.jpgDie Übergabe des Mischguts erfolgt durch einen VÖGELE Beschicker MT 3000-2i Offset

DSH-V und Kompaktasphalt gehört die Zukunft

Bereits wenige Wochen nach der Auslieferung hat der SUPER 1800-3i SprayJet bereits knapp 600 Betriebsstunden auf der Uhr – allesamt kamen bei Sprühfertiger-Einsätzen bzw. „Heiß-auf-heiß“-Einsätzen mit der InLine Pave Technik zusammen. „Diesen Verfahren gehört die Zukunft. Die Baumaßnahmen lassen sich schnell abwickeln, was dem Verkehrsfluss zugute kommt. Sie sind wirtschaftlich, unter anderem, weil der Arbeitsschritt des Vorsprühens komplett entfällt. Und sie sind von hoher Qualität, weil ein ausgezeichneter Schichtenverbund erzielt wird“, fasst Roland Schug, Leiter Marketing bei VÖGELE, die Vorteile zusammen.

Sanierung im Kompaktasphalt-Verfahren unter fließendem Verkehr
Beim InLine Pave Verfahren werden die Binder- und die Deckschicht in einem Arbeitsgang „heiß auf heiß“ gefertigt. Die beiden VÖGELE Fertiger arbeiten dabei „in line“, also im Abstand von wenigen Metern hintereinander, sodass der Verkehr auf einer Spur weiterfließen kann. Die kontinuierliche Materialversorgung übernimmt ein VÖGELE Beschicker MT 3000-2i Offset mit Schwenkband und automatischer Abstandsregelung. Dadurch können sich die Fertiger-Fahrer lt. Hersteller voll und ganz auf den Einbau konzentrieren.

Neuer Binderschichtfertiger der „Strich 3“-Generation
Das technologische Herzstück des InLine Pave Verfahrens ist der Binderschichtfertiger SUPER 2100-3i IP. Diese weiterentwickelte Maschine verfügt neben den Innovationen der aktuellen „Strich 3“-Fertigergeneration über ein komplett überarbeitetes Übergabemodul mit einer um 1 m verlängerten beheizten Bandanlage. Damit wird das Deckschichtmischgut an den nachfolgenden Fertiger übergeben. Über eine definierte Trennstelle lässt sich das neue Übergabemodul einfach demontieren, was der Auslastung zugutekommt. Außerdem gehören nun zwei Fahrer-Bedienstände sowie ein isolierter Aufnahmebehälter zum Standard. „Es ist auch auf Weiterentwicklungen wie diese zurückzuführen, dass immer mehr Unternehmen auf InLine Pave setzen“, erklärt Ray Löffler, Geschäftsführer der Niederlassung WIRTGEN ZWICKAU, die für die Rask Brandenburg GmbH zuständig ist. „Das InLine Pave Verfahren ist ausgereift und kommt immer stärker im Markt an.“

Voegele_09_1_16_Inline_034_1920.jpgErneuerung der Fahrbahn auf der Autobahn A 113 in Berlin mit dem VÖGELE InLine Pave Einbauzug

Belastbare Binderschicht dank VÖGELE Hochverdichtungstechnologie

Ausgestattet mit einer Einbaubohle AB 600 TP2 Plus baut der SUPER 2100-3i IP eine so hochverdichtete Binderschicht ein, dass sie ohne den Einsatz von Walzen durch den Deckenfertiger befahren werden kann. Möglich macht dies eine weitere zentrale Innovation: die Hochverdichtungstechnologie mit der einzigartigen VÖGELE Impulshydraulik. Dabei wird der Asphalt beim Einbau durch eine Tamper- und zwei Pressleisten vorverdichtet.

Überzeugende Vorteile der SprayJet Technologie
Für seinen Kunden Rask Brandenburg hat VÖGELE die Maschinentechnik des SUPER 1800-3i SprayJet angepasst, damit der Fertiger den Einbau der Deckschicht im InLine Pave Einbauzug übernehmen kann. Dabei arbeitet er übrigens sozusagen konventionell, also nicht im Sprüh-Modus. Denn durch das „Heiß-auf-heiß“-Verfahren wird ein perfekter Schichtenverbund und eine intensive Verzahnung bereits ohne den Auftrag von Bitumenemulsion erzielt. Zu den Anpassungen des SUPER 1800-3i SprayJet gehören die Implementierung einer Wasserberieselungs-anlage und ein breiteres Raupenfahrwerk. Für Sprüheinsätze ist der Fertiger mit einem demontierbaren SprayJet Modul ausgestattet, durch das der Fertiger gleichzeitig einbauen und Emulsion präzise und ohne Verneblungen auftragen kann.

Maschinentechnik besteht Bewährungsprobe in Berlin
Nach dem Einbau der Deckschicht – im Falle von Rask durch den SUPER 1800-3i SprayJet – kommen wie gewohnt Walzen zur Herstellung der Endverdichtung zum Einsatz. Wie gut die top-moderne Maschinentechnik von VÖGELE harmoniert, bewies sich auf einem Einsatz auf der Autobahn A 113 in Berlin: Hier sanierte der Einbauzug mehrerer Abschnitte mit einer Gesamtlänge von rund 2 km, die pünktlich zum Ende der Sommerferienzeit an den Verkehr übergeben wurden.


Weitere Informationen: Vögele

(© Fotos: Vögele)


Ich mag ja mal bezweifeln ob sich kompakte Asphaltbefestigungen durchsetzten werden. Allein der Logistikaufwand spricht dagegen.  

Alle Straßen die ich kenne wo man das Verfahren angewendet hat haben massive Probleme mit der Ebenheit.

Anmerken sollte man auch das Dynapac sich aus dem Markt zurückgezogen hat. Vögele ist mit ihrem  InLine Pave aktuell der einzige Anbieter.

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Das sehe ich genau so, wenn muss da mit enorm speziellen Bindemitteln gearbeitet werden das der Schiebeeffekt wegfällt. Kurzbrechend etc, jedoch sagt man hier, alles was schnell zieht, ist schnell vorbei. Dementsprechend ist die Haftung auch nicht lange gut. Dynapac  hat das bereits seit einigen Jahren aus dem Segment genommen, weil sie auch ihre liebe Mühe damit hatten. Und meiner Meinung nach, hatte Dynapac das bessere Verfahren, als das jetzige von Vögele.

 

 

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Marestic

Posted (edited)

Das Problem bei DHS-V ist das Bindemittel. Man muss C67BP4-DSH-V verwenden. Das darf allerdings nur bis 75°C aufgeheizt werden. Alles darüber ist schlecht. Gab auch Experten die C60 verwendet haben. 

Tja leider schon öfters beobachtet das da weit höhere Temperaturen gefahren werden.  Vögele selbst gibt mindestens 70°C an die man haben sollte.

 

Hat ja nix mit Pave Inline zu tun. Da fährt der oben erwähnte Sprayjet ohne Anspritzen. Lediglich Wasser wird auf die Ketten gespritzt.

Edited by Marestic

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caterpillar91

Posted

On 24.9.2016 at 11:44, Marestic schrieb:

Ich mag ja mal bezweifeln ob sich kompakte Asphaltbefestigungen durchsetzten werden. Allein der Logistikaufwand spricht dagegen.  

Alle Straßen die ich kenne wo man das Verfahren angewendet hat haben massive Probleme mit der Ebenheit.

Anmerken sollte man auch das Dynapac sich aus dem Markt zurückgezogen hat. Vögele ist mit ihrem  InLine Pave aktuell der einzige Anbieter.

Wüsste hier in NRW nur eine Firma aus dem Münsterland, die einen InLinePave Zug von Vögele besitzt.

Eurovia hatte hier wohl mal einen Dynapac Kompaktasphaltfertiger. Weiß aber nicht ob der noch im Einsatz ist...

Sprayjet's sind hier im kommen, werden immer mehr, wobei das durch den Haftklebernebel wohl eine undankbare Arbeit ist...

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