Peri beim Bau des neuen Henninger Turms

Neues, altes Wahrzeichen für Frankfurt am Main

Der Henninger Turm mit dem markanten Fass als Hochhausspitze war und ist wieder eines der Wahrzeichen Frankfurts. Mit Schalung, Gerüst und Serviceleistungen war auch Peri am Bau beteiligt.


Bauforum24 Artikel (08.01.2016): Bau des Zentralgebäudes der Leuphana Uni in Lüneburg


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Arbeits- und Rüstungsplattform in 100 Meter Höhe am Henninger Turm

Mit rund 140 Meter Höhe ist der neue Henninger Turm eines der höchsten Wohnhochhäuser Deutschlands. Insgesamt 210 Wohnungen werden voraussichtlich Anfang 2017 bezugsfertig sein. Dem einstigen, 2013 abgerissenen Getreideturm der Henninger-Brauerei nachempfunden sind die helle Nordfassade und insbesondere der aufgesetzte und auskragende Rundbau, das sogenannte Fass. In dessen Spitze, dem 39. Obergeschoss, zieht ein Restaurant ein, zudem bietet eine Aussichtsplattform in der darunter liegenden Etage ein eindrucksvolles Panorama auf die Frankfurter Skyline. Den Hochhausschaft umschließt ein 5-geschossiger Sockelbau mit Parkhaus sowie umfangreichen Dienstleistungs- und Einzelhandelsangeboten.

Bereits in der Ausschreibungsphase erarbeitete Peri in enger Abstimmung mit den Projektverantwortlichen der Ed. Züblin AG ein Ablaufkonzept mit Schalung, Gerüst und Dienstleistung. Darauf aufbauend konnte die Ausführungsplanung fortgeschrieben und optimiert werden.

Die projektspezifisch abgestimmte Kletterschalungslösung auf Basis der ACS und RCS Selbstklettertechnik sowie die Realisierung des 40 Meter hohen, auskragenden Fassbauwerks in 100 Meter Höhe waren wichtige Bestandteile des Ausführungs- und Sicherheitskonzepts. Peri lieferte die 3D-Planung mit der Peri CAD Software sowie baubegleitende Unterstützung auf der Baustelle durch einen Projektkoordinator und den Richtmeistersupport bei der Schalungsmontage.

Die vier obersten, jeweils im Bau befindlichen Geschosse wurden dreiseitig mithilfe der RCS Kletterschutzwand umschlossen. Hierbei kragte die schienengeführte Einhausung bis zu 2,22 Meter über die Gebäudeaußenseite aus, so dass auch die versetzt angeordneten Balkone überklettert werden konnten. In die Einhausung integriert waren vier Materialausfahrbühnen, die mit den entsprechenden Schutzwandeinheiten mitgeführt wurden. Geklettert wurde sowohl mit Kranunterstützung als auch ohne Kranbindung mithilfe mobiler RCS Kletterhydraulik. An der Nordseite diente das RCS Schienenklettersystem zusammen mit der TRIO Rahmenschalung als schienengeführte Kletterschalung. Dank der hydraulisch arbeitenden ACS Selbstkletterschalung wurde auch für die Herstellung der Aufzugskerne kein Kran benötigt.

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Bau des neuen Henninger Turms in Frankfurt am Main

Fassbauwerk in 100 Meter Höhe

Die 40 Meter hohe Fasskonstruktion oberhalb des 30. Obergeschosses weist einen Außendurchmesser von etwa 25 Meter auf. Für die Rohbauarbeiten des markanten Rundbaus wurde auf Basis von modularen, mietbaren Standard-Systembauteilen in 100 Meter Höhe eine bis zu 8 Meter auskragende Arbeits- und Rüstungsplattform gebildet. Das Peri Konzept berücksichtigte einerseits die geforderte Lastverteilung in Kern und Außenwände für alle Bauzustände, andererseits sorgte das Auf- und Abbaukonzept mit dem hohen Montageanteil am Baugrund für maximale Sicherheit. Die Stahlbetonwände wurden mit RUNDFLEX und TRIO geschalt, als Absturzsicherung für die freien Deckenränder diente das PROKIT Sicherheitssystem. Das Modulgerüstsystem Peri UP Flex als nachfolgende Einrüstung des Rundbaus zur finalen Fassadenmontage ergänzte die Peri Komplettlösung.

Sockelbau mit Parkhausspindel

Die Ausführung der Sockelbebauung erfolgte parallel zum Hochhausbau. Dies beschleunigte den Baufortschritt, erforderte aber eine entsprechende Berücksichtigung in der Schalungs- und Gerüstplanung sowie der Baustellenlogistik. Eine Herausforderung stellte insbesondere die Herstellung der sechsgeschossigen Parkspindel dar. Zum Schalen der Innenspindel mit 4 Meter Durchmesser und großflächigen Wandöffnungen diente die RUNDFLEX Wandschalung, die kranversetzbaren Innen- und Außenbühnen wurden projektspezifisch geplant und aus Systembauteilen des VARIOKIT Ingenieurbaukastens und des SCS Klettersystems gebildet. 

2013: Rückbau mit PERI UP

Der ursprüngliche Henninger Turm im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen diente 50 Jahre lang als Getreidesilo der Henninger-Brauerei und war mit 120 Meter Höhe lange Zeit das höchste Gebäude der Stadt. 2013 wurde begonnen, das ehemalige Wahrzeichen sukzessive rückzubauen. Bereits bei den Abbrucharbeiten an der Spitze, dem als „Fässchen“ bezeichneten Drehrestaurant, diente PERI UP Flex als 16 Meter hohes Schutz- und Arbeitsgerüst. Hierbei bildeten auskragend montierte RCS Kletterschienen eine tragfähige Basis für die Arbeits- und Aufstellebene in über 100 Meter Höhe.

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Die oberen Ausfahrbühnen waren in die RCS Einhausung integriert

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RCS und TRIO bildeten schienengeführte Kletterschalungseinheiten

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Sockelbebauung inklusive der sechsgeschossigen Parkspindel

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Der neue Henninger Turm ist mit 140 Meter Höhe eines der höchsten Wohnhochhäuser in Deutschland

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Ab Anfang 2017 sind die 210 Wohnungen des Henninger Turms bezugsfertig

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Einrüstung des auskragenden Rundbaus mit PERI UP Flex zur Fassadenmontage sowie die PROKIT Absturzsicherung

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Rückblick: Abbrucharbeiten im Jahr 2013 mit Peri Gerüstlösungen

Weitere Informationen: PERI Website und Henninger Turm Website

( © Fotos: PERI )


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