Neuer Liebherr LTM 1090-4.2

Moderner 90-Tonnen-Mobilkran

Ehingen / Donau, Juni 2018 - Die variable Abstützbasis für Liebherr-Mobilkrane VarioBase® ist in der Praxis als Lösung bei Platzproblemen auf Baustellen etabliert. Das im Ehinger Liebherr-Werk entwickelte Feature ermöglicht die flexible Nutzung von räumlich eingeschränkten Stellflächen. Auf zwei Beispiel-Baustellen, in Dänemark und der Schweiz, zeigt sich der große Nutzen von VarioBase® im Alltag von Mobilkran-Betreibern.


Bauforum24 Artikel (19.06.2018): Liebherr: Neubau Logistikzentrum


liebherr-mobile-crane-zaugg-3-300dpi (1920).jpgKniffliger Stellplatz: ein Kornfeld und ein Vorgarten schränken hier die Abstützfläche für den Kran deutlich ein.

Die erste Baustelle, Schweiz: Ein Einfamilienhaus im Kanton Aargau zwischen Basel und Zürich soll eine neue Solaranlage auf das Dach montiert bekommen. Das am Ortsrand gelegene Grundstück grenzt an Felder sowie an den Nachbargarten. Für die volle Abstützung eines Mobilkrans wären diese beiden Flächen erforderlich, die Erlaubnis sie zu nutzen wurde jedoch nicht erteilt.

liebherr-mobile-crane-zaugg-1-300dpi (1920).jpgPraktisch: die Fernbedienung erlaubt Kranfahrer Fritz Grossen die exakte Positionierung der Kranstützen. Der Rasen im Hintergrund durfte nicht genutzt werden.

Für die Disponenten des Kranbetreibers Zaugg ein klarer Fall: das im Kanton Bern angesiedelte Familienunternehmen schickt den kleinsten mit VarioBase® ausgestatteten Kran seines Fuhrparks zum Einsatzort. So wird mit dem LTM 1090-4.2 für den Lastfall zwar ein leicht überdimensionierter Mobilkran eingesetzt, jedoch stellen die eingeschränkten Platzverhältnisse auf der Baustelle für ihn keine Hürde dar: Dort eingetroffen positioniert Kranführer Fritz Grossen sein Fahrzeug heckseitig zum Gebäude. Am Heck können beide Schiebeholme der Kranabstützung problemlos auf volle Länge ausgefahren werden. Vorne am Kran, wo Feld und Garten angrenzen, werden die Stützen nur 39 und 45 Prozent weit austeleskopiert. Mehr ist nicht nötig, da der Kran die Baustelle auf dem Dach über sein Heck in großer Ausladung bedient. 20 Minuten nach seiner Ankunft ist der LTM 1090-4.2 zugbereit und hebt Solarpaneele und Montagematerial auf das Hausdach - Mission erfüllt.

liebherr-mobile-crane-zaugg-2-300dpi (1920).jpgMaximal flexibel: die vorderen Abstützungen sind nur teilweise, die am Kranheck vollständig austeleskopiert.

Die zweite Baustelle, Dänemark: Über tausend Kilometer weiter nördlich kämpft ein anderer Kranfahrer mit schwierigen Platzverhältnissen. Im dänischen Aarhus ist ein Liebherr-Mobilkran gleichen Typs auf seiner Baustelle angekommen. In einer für die Lebensmittelbranche produzierenden Anlage muss ein Metallgurt für einen Aufzug zu den Monteuren in fast 50 Meter Höhe gehoben werden. Die Last misst nur eine knappe Tonne. Hier sind es eine kleine Außentreppe und ein fest installierter Container, die ein maximales Ausfahren der Stützen an der Kranfront unmöglich machen.

liebherr-mobile-crane-bms-1-300dpi (1920).jpgLösung VarioBase®: eine kleine Außentreppe verhindert maximales Abstützen des Krans im dänischen Aarhus.

60 Meter langer Teleskopausleger bietet großen Komfort durch hohe Reichweite

Doch Klaus Nielsen, Kranfahrer beim dänischen Kranbetreiber BMS, bereitet die Raumnot nur wenig Kopfzerbrechen: Auch hier schaffen die auf 33 und 41 Prozent nur teilweise teleskopierten Stützen Abhilfe. Passgenau hat Nielsen zuvor seinen Kran samt Anhänger rückwärts durch eine schmale Gasse zum Einsatzort manövriert. Auf diesem zweiachsigen Hänger führt der Fahrzeugkran Ballastplatten, Unterleghölzer und eine zweite Hakenflasche mit. In der Regel können dadurch sämtliche Einsätze ohne weiteres Fahrzeug erledigt werden – ein gewaltiger ökonomischer Vorteil. Vorteilhaft ist auch, dass Liebherr den neuen 90-Tonnen-Mobilkran mit einem 60 Meter langen Teleskopausleger ausgestattet hat, zehn Meter mehr als beim Vorgängermodell. Beim Einsatz in Aarhus kann die Last dadurch ohne Verwendung einer Gitterspitze ans Ziel transportiert werden.

liebherr-mobile-crane-bms-2-300dpi (1920).jpgEingezwängt: dank variabler Abstützungen findet der LTM 1090-4.2 Platz auf engstem Raum.

Nach erledigtem Einsatz kehrt der LTM 1090-4.2 zu seinem Standort im 20 Kilometer entfernten Hinnerup zurück. In der dortigen BMS-Niederlassung sind 14 Fahrzeugkrane stationiert – ausnahmslos Liebherr-Geräte. Mit rund 120 Mobil- und knapp 20 Raupenkranen ist BMS das größte Kranunternehmen Dänemarks mit weiteren Standorten in Schweden, Norwegen und Polen.

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Am Ziel: in knapp 50 Meter Höhe nehmen Monteure die Last in Empfang.

Mit der Vorstellung der variablen Abstützbasis für Mobilkrane auf der Baumaschinenmesse Bauma in München im Jahr 2010 hat Liebherr einen neuen Maßstab gesetzt. In fast allen Mobilkranen mit Liccon2-Steuerung, die das Werk in Ehingen verlassen, ist VarioBase® auf Kundenwunsch integriert. Hinsichtlich seiner maximalen Flexibilität ist die Leistung dieses von Liebherr entwickelten Abstütz-Systems im Markt einzigartig.

liebherr-mobile-crane-bms-4-300dpi (1920).jpgGewichtiger Verfolger: rund 20 Tonnen bringt der üppig bestückte Trailer des LTM 1090-4.2 auf die Waage.

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Zugbereit: nach gut 20 Minuten ist der Kran abgestützt und kann eingesetzt werden.

 

Weitere Informationen: Liebherr-Werk Ehingen GmbH| © Fotos: Liebherr

 


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