Liebherr Geschäftsjahr 2017

Höchster Umsatz der Firmengeschichte

Bulle (Schweiz), 12. April 2018 – Die Firmengruppe Liebherr hat nach eigenen Angaben im Jahr 2017 mit 9845 Mio. € den höchsten Umsatz ihrer Geschichte erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr steigerte das Familienunternehmen seine Erlöse danach um 9.3 %. Für 2018 erwartet die Firmengruppe ein weiteres Umsatzwachstum.


Bauforum24 Artikel (03.04.2018): Liebherr LG 1750 bei Megaprojekt "Grand Paris" im Einsatz


Die Sparte Erdbewegung präsentierte 2017 unter anderem eine neue Teleskoplader-Baureihe, die Stereolader L 514 und L 518 sowie den Hydraulikbagger R 936 Compact
Die Sparte Erdbewegung präsentierte 2017 unter anderem eine neue Teleskoplader-Baureihe, die Stereolader L 514 und L 518 sowie den Hydraulikbagger R 936 Compact

Ein Umsatzplus erreichte das Unternehmen sowohl im Bereich Baumaschinen und Mining als auch in seinen anderen Produktbereichen. So stiegen die Verkaufserlöse bei den Baumaschinen und den Mining-Geräten um 14.5 % auf 6182 Mio. €. In den Sparten Maritime Krane, Aerospace und Verkehrstechnik, Werkzeugmaschinen und Automationssysteme, Hausgeräte, Komponenten sowie Hotels erwirtschaftete die Firmengruppe insgesamt 3663 Mio. € und lag damit 1.5 % über dem Vorjahresniveau, so das Unternehmen.

Deutliche Zuwächse realisierte Liebherr in Westeuropa, seiner, nach eigenen Angaben, bedeutendsten Absatzregion. Als besonders wachstumsstark erwiesen sich laut Unternehmen dabei die Schlüsselmärkte Deutschland und Frankreich. Sehr erfreulich entwickelten sich aus Sicht des Unternehmens die Umsätze der Firmengruppe in Osteuropa, insbesondere in Russland. In Fernost / Australien und Amerika lagen die Erlöse ebenfalls über den Vorjahreswerten. Umsatzrückgänge waren hingegen im Nahen und Mittleren Osten und in Afrika zu verzeichnen.

Ihr Jahresergebnis konnte die Firmengruppe um 33 Mio. € auf insgesamt 331 Mio. € steigern. Das entspricht einer Ertragssteigerung um 11.1 % im Vergleich zum Vorjahr. Als besonders erfreulich wertete das Unternehmen dabei das kräftige Plus beim Betriebsergebnis. Dem gegenüber konnte es beim Finanzergebnis nicht an sein Vorjahresniveau anschliessen – ein Umstand, der laut Unternehmen auf positive Währungskurseinflüsse im Vergleichszeitraum zurückzuführen war.

Drei Neunachs-Krane vom Typ Liebherr LTM 1750-9.1 errichteten auf der 1700 Meter hoch gelegenen Weinebene im Süden Österreichs einen Windpark
Drei Neunachs-Krane vom Typ Liebherr LTM 1750-9.1 errichteten auf der 1700 Meter hoch gelegenen Weinebene im Süden Österreichs einen Windpark

Die Beschäftigtenzahl der Firmengruppe stieg 2017 erneut an. So wurden laut Liebherr insgesamt 1561 neue Arbeitsplätze geschaffen. Weltweit beschäftigte Liebherr damit zum Ende des Jahres 43869 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auf konstant hohem Niveau hielt das Unternehmen seine Investitionsquote. Abschreibungen in Höhe von 485 Mio. € standen Investitionen von 749 Mio. € gegenüber, was einem nur leichten Rückgang um 0.3 % entspricht. Investitionsschwerpunkte bildeten die Fertigungsstätten, das Vertriebs- und Servicenetz sowie die Mietflotte. Neue Standorte gründete Liebherr unter anderem in Aurangabad (Indien), im südfranzösischen Rognac und in der Region Kuzbass in Russland. Zu den zahlreichen grösseren Investitionsprojekten zählte überdies der weitere Ausbau der süddeutschen Standorte Biberach, Ochsenhausen und Oberopfingen.

Für 2018 geht die Firmengruppe Liebherr von einer erneuten Umsatzsteigerung aus. Sowohl im Bereich Baumaschinen und Mining als auch in den anderen Produktbereichen sei mit einer positiven Entwicklung zu rechnen, so das Unternehmen in seinem Geschäftsbericht 2017. Spürbare Zuwächse seien insbesondere in den Sparten Mining, Betontechnik, Werkzeugmaschinen und Automationssysteme sowie Erdbewegung zu erwarten. Darauf deute die aktuell sehr gute Auftragslage.

Liebherr produziert seit 2017 auch kontinuierlich drehende Hauptlager und hat zu diesem Zweck in Biberach einen Dauerlaufprüfstand zu deren Erprobung und Validierung in Betrieb genommen
Liebherr produziert seit 2017 auch kontinuierlich drehende Hauptlager und hat zu diesem Zweck in Biberach einen Dauerlaufprüfstand zu deren Erprobung und Validierung in Betrieb genommen

Zu den produkt- und branchenübergreifenden Entwicklungs-Schwerpunkten der Firmengruppe zählen die Steigerung der Energieeffizienz, die Vernetzung und Automatisierung sowie der Leichtbau von Produkten. Wie der aktuelle Geschäftsbericht der Firmengruppe dokumentiert, konnten hier im vergangenen Jahr in allen Produktsparten massgebliche Fortschritte erzielt werden. Zum Beispiel forscht Liebherr im Bereich Luftfahrt an vollelektrischen Komponenten für das Flugzeug der Zukunft und entwickelte im vergangenen Jahr unter anderem Systemdemonstratoren von vollelektrischen Klimatisierungs- und Enteisungssystemen.

Der Offshore-Kran HLC 295000 wird einmal Windparks installieren und Offshore-Anlagen rückbauen
Der Offshore-Kran HLC 295000 wird einmal Windparks installieren und Offshore-Anlagen rückbauen

Zu den Leuchtturm- Projekten des vergangenen Jahres zählte überdies die Produktentwicklung des Schwerlastkrans HLC 295000, der mit einer Traglast von 5000 Tonnen und einer maximalen Hubhöhe von mehr als 170 Metern der grösste jemals von Liebherr gebaute Kran sein wird. Nach seiner Fertigstellung soll er für die Installation von Windparks, den Rückbau von Offshore-Anlagen sowie im Öl- und Gas-Sektor eingesetzt werden.

Am Donnerstag, den 12. April 2018 veröffentlichte die Firmengruppe Liebherr ihren aktuellen Geschäftsbericht. Dieser enthält neben detaillierten Zahlen einen ausführlichen Magazinteil, der auf das vergangene Geschäftsjahr zurückblickt. In einem Interview ziehen Dr. h.c. Dipl.-Kfm. Isolde Liebherr und Dr. h.c. Dipl.-Ing. (ETH) Willi Liebherr, die aktiven Familiengesellschafter der zweiten Generation, ihr Fazit für 2017.

Weitere Informationen: Geschäftsbericht der Firmengruppe Liebherr | © Fotos: Liebherr

 


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