Kiesel Multi Carrier im Abbruch

Schneller Auslegerwechsel spart weitere Maschine

Baienfurt, 01.09.2017 - Zuverlässigkeit und eine hohe Leistung werden heute im Abbruch gefordert: Die pünktliche und zuverlässige Durchführung des Rückbaus entscheidet heute über den termingerechten Start einer Neubebauung. Der Systempartner Kiesel hat für diese Anwendung Maschinen aus der Serie Kiesel Multi Carrier, die für die individuell nach Anforderungen der Anwender durch die Kiesel Technologie & Entwicklung GmbH (KTEG) gebaut werden.


Bauforum24 Artikel (02.03.2017): Kiesel Technikwelt entsteht in Stockstadt


Verschiedene Kunden der KTEG  haben den KMC (Kiesel Technologie & Entwicklung GmbH) schon eine Weile im Einsatz und können über ihre Erfahrungen berichten, die den KMC-Modellen eine hohe Leistungsfähigkeit bei gleichzeitig sehr komfortablem Arbeiten bescheinigen.B1725_DSC_8812 News Fullsize.jpgArbeiten gemeinsam auf der Baustelle: Der bewährte Hitachi ZX280 und der neue KMC400.

KMC400-6 bei Firma Klose im Schwarzwald: Beim Abbruch alter Ziegelgebäude in Lahr im Schwarzwald hatte er seinen ersten anspruchsvollen Einsatz: Der neue Kiesel Multi Carrier KMC400 der Firma Klose war hier über drei Wochen mit verschiedenen Anbaugeräten damit beschäftigt, rund 14.000 m3 umbauten Raum zurückzubauen und zu sortieren. Die Maschine zeigte sich als überaus geeignet für diese Aufgabe.

B1725_DSC_8815 News Fullsize.jpgFeinfühlig zu bedienen bei einer Reichhöhe von 21 Metern.

Viele Bauten aus den 1950er und 1960er Jahren erweisen sich derzeit als nicht mehr sanierungsfähig und müssen daher abgebrochen werden. Darunter auch viele ehemaligen Kasernen und Militärwohnungen, die aus der Besatzungszeit in der ehemaligen französischen Besatzungszone noch vorhanden sind. Aus diesem Grund beschäftigen sich viele Erdbau- und Abbruchunternehmer zunehmend mit dem Rückbau solcher Bauten sowie dem Recycling der verwendeten Materialien, wie auch die A.Klose GmbH & Co.KG aus dem badischen Willstätt.

Da die bisherige Maschinenflotte dem Volumen und auch der Höhe der abzubrechenden Gebäude nicht mehr gewachsen war, suchten die Unternehmer eine größere passende Maschine für diese Aufgabe. Thomas Klose führt das 1973 von seinem Vater Albrecht gegründete Familienunternehmen, das aktuell 18 Mitarbeiter zählt, in zweiter Generation. Neben der Ausführung von Erdbauarbeiten aller Art sowie Transporten zählen Abbruch und Recycling zu den Geschäftsfeldern des Unternehmens.

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Standfest und robust – der KMC400 auf der Abbruchbaustelle.

KMC400 mit großer Reichweite: Bis zum Herbst 2016 war der Hitachi ZX280 die größte Maschine des Unternehmens. Um sich zukunftsfähig und breiter aufstellen zu können, wurde eine weitere, deutlich leistungsstärkere Maschine notwendig. Mit Hilfe von Kurt Krämer, Kiesel-Gebietsverkaufsleiter, fand Klose mit dem KMC400-6 die richtige Maschine für sein Unternehmen. Mit dabei sind zwei Ausrüstungen, ein Erdbauausleger sowie eine High-Reach-Ausrüstung, die sowohl mit Abbruchschere als auch mit Sortiergreifer genutzt werden kann. Der Kiesel Multi Carrier hat einen verstellbaren Unterwagen, der in Arbeitsstellung eine hohe Standsicherheit gewährleistet. Die High-Reach-Ausrüstung hat eine  Reichhöhe bis zu 21 Metern, so dass Abbrüche in großer Höhe wie dem fünften und sechsten Stockwerk kein Problem sind. Durch den dritten Zylinder des Kiesel-Tritec-Systems kann eine Extraportion Power abgerufen werden, welche die Hubkraft um bis zu 50 Prozent erhöht.  

Gute Erfahrungen der ersten Wochen: Der Wechsel der Ausleger erfolgt innerhalb von wenigen Minuten und spart auf der Baustelle damit eine zweite Maschine ein. Ebenso ist die Maschine bereits mit Vorrichtungen für den Gittermastkran, wie Sensorik und Anzeige ausgestattet. So kann jederzeit der Kranausleger dazugenommen werden, wenn dies Sonderprojekte erfordern. Die Maschinen bietet der A. Klose GmbH somit einige Möglichkeiten, seine bestehenden Geschäftsfelder noch weiter auszubauen.

Die ersten Wochen setzte Klose die Maschine mit dem Erdbauausleger zu Recyclingarbeiten auf dem eigenen Betriebshof ein, bevor sie zur Abbruchbaustelle in Lahr im Schwarzwald kam. Hier konnte sich der Geschäftsführer bereits selbst davon überzeugen, dass mit der High-Reach-Ausrüstung, das relativ weit entfernte Anbaugerät sehr feinfühlig zu bedienen ist. Durch die kippbare Kabine ist entspanntes Arbeiten möglich, da der Blick auf das Arbeitsfeld so sehr komfortabel gewährleistet ist. Besonders lobt Klose auch den sehr schnellen Auslegerwechsel auf der Baustelle: „Dadurch brauchen wir auf der Baustelle eine Maschine weniger“, erklärt er.

Der Maschinenführer der Firma Klose, Markus Eberhardt, wurde von Kiesel-Anwendungsspezialist Harald Kowatsch eingarbeitet und schildert seine Erfahrungen mit der neuen Maschine wie folgt: „Mit der Maschine arbeitet es sich sehr gut, sie ist einfach bedienbar, man kommt nach kurzer Einweisung klar. Mit den Schnellwechseleinrichtungen kann ich den ganzen Ausleger oder auch die Anbaugeräte in Minutenschnelle wechseln. Richtig gut ist die kippbare Kabine, so muss man nicht mehr unter dem Abbruchgitter durchschauen, sondern hat direkt aus der Kabine einen guten Blick auf das Arbeitsfeld, ohne den Hals verrenken zu müssen.“ Damit sorge die Kabine für besseres Arbeiten und entspannteres Sitzen, was sich an einem langen 9-Stunden-Tag auf der Maschine durchaus bemerkbar mache.

KMC520-BTV für Fa. Ettengruber GmbH aus Dachau: Als zweijährgeTestmiete kam der KMC520-5BTV mit einer 26m-High-Reach-Demolition- und Erdbau-Ausrüstung imn letzten Jahr auf eine Baustelle der Fa. Ettengruber GmbH aus Dachau. Doch bereits nach Ablauf von drei Monaten hatte der KMC520-5BTV den Unternehmer Johann Ettengruber, den Juniorchef sowie die Maschinenführer voll überzeugt, sodass die sofortige Übernahme von Kiesel durch Kauf des KMC520 getätigt wurde.

Wenn man Herrn Ettengruber heute nach den Gründen seiner Entscheidung fragt, muss er nicht lange überlegen: „Dieses Trägergerät ist zwar 61 Tonnen schwer, aber dennoch sehr flexibel“, so der Unternehmer.

Es bietet die Möglichkeit, innerhalb weniger Minuten aus einem Erdbaugerät einen Abbruchbagger mit einer High-Reach-Ausrüstung zu machen, bei Bedarf die Abbruchausrüstung gegen den kurzen Mono-Ausleger zu tauschen und sofort mit dem Hydraulikhammer weiter zu arbeiten. Auf den innerstädtischen Baustellen mit beengten Platzverhältnissen bringt diese Eigenschaft dem Abbruchspezialisten aus Bayern heute große Vorteile. Zudem kann der Unternehmer im Bedarfsfall auch eine 34-Meter- Tele-HRD, einen Kranausleger oder eine 25m-Deep-Reach-Ausrüstung bei Kiesel anmieten.

B1725_DSC_0011 News Fullsize.jpgB1725_DSC_0018 News Fullsize.jpgStark im Abbruch: Der KMC520-5BTV bewährt sich beim Abbruch auf einer Baustelle in der Tübinger Straße in München.

Boom Quick Connect spart Zeit: Für Ettengruber war das vollhydraulische Auslegerwechselsystem BQC (Boom Quick Connect) zunächst nicht im Focus. Da jedoch die am Markt verfügbaren mechanischen „Schnellkupplungen“ für die Hydraulikleitungen sehr kostenintensiv waren und zusätzliches Personal beim Auslegerwechsel erforderlich machen, ist schnell die Entscheidung zugunsten des BQC gefallen. Dieser Mehrwert spart heute auf der Baustelle kostbare Zeit und vor allem knappes Personal. Zusätzlich wird eine hohe Arbeitssicherheit beim Auslegerwechsel gewährleistet, da der Wechsel vom Maschinenführer durchgeführt wird, ohne dass er seine Kabine dabei verlassen muss.#

B1725_DSC_0079 News Fullsize.jpgFa. Ettengruber konnte sich per Testmiete von den Vorzügen des KMC überzeugen und hat ihn lange vor Ablauf des Tests übernommen.

Müheloser Betrieb von schweren Anbaugeräten: Eine der Hauptanforderungen an das Gerät war ein sicherer Stand über 360 Grad bei der Verwendung eines leistungsfähigen Werkzeuges. Hier war es für Johann Ettengruber wichtiger, eine schwere Betonschere an der 26m-HRD verwenden zu können, als den „letzten“ Meter Reichweite auszureizen. Diese Anforderung erfüllt der KMC520-5BTV mit Bravour. Durch den massiven Unterwagen, eine Eigenkonstruktion der KTEG, werden die zulässigen vier Tonnen Anbaugewicht in allen Lagen des 26m-Auslegers voll ausgenutzt: Der Unterwagen kann von 3,5 Metern Transportbreite auf 4,5 Meter Arbeitsbreite hydraulisch verstellt werden. Dank der inzwischen über 20-jährigem Erfahrung mit Abbruch-Longfront-Baggern im Unternehmen Ettengruber weiß der Chef genau, dass es auf das Dreiecksverhältnis zwischen der Standfläche des Unterwagens, der Auslegerlänge und dem Gesamtgewicht der Grundmaschine ankommt.

Hier wurde nun ein Kompromiss zwischen Transportbreite und Standsicherheit über 360 Grad nötig. Schlussendlich war das bessere Standmoment in Verbindung mit dem breiteren und schwereren Unterwagen für die Abbruchleistung wesentlich wertvoller als die Möglichkeit, eine Transportbreite von nur drei Metern zu haben. Diese wären laut Johann Ettengruber zwar komfortabel, aber die Einbußen bei der dann möglichen Ausladung des Abbruch-Auslegers über die Seite waren deutlich erkennbar: Bei Abbrucharbeiten im innerstädtischen Bereich muss man in der Lage sein, mit dem Sortiergreifer auch mal einen schwereren Träger aus einem Gebäude zu heben.
Dies bestätigt auch der Maschinenführer, der froh ist, mit dem KMC520-5BTV ein Gerät zu fahren, welches einen sehr guten Stand in Verbindung mit einer großen Reichweite auch unter schwierigen Bedingungen hat. Dies gibt ihm in jeder Situation ein absolut gutes und sicheres Gefühl. Als ein weiter Garant für diese Eigenschaft wurde im Unternehmen Ettengruber das patentierte TRITEC-System erkannt. Dieses wird je nach Bedarf entweder automatisch oder auch manuell gesteuert, erhöht die Hubkraft des Baggers um bis zu 50% und hat mit den vier Tonnen Anbaugewicht auch bei großer  Ausladung keinerlei Probleme.
 

 

Weitere Informationen: Kiesel GmbH | © Fotos: Kiesel GmbH


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