KEMROC-Kettenfräse im Einsatz

Skigebiet Loser in der Steiermark wird erweitert

Hämbach, 27.11.2018 - Eine KEMROC-Kettenfräse EK 150_800 am 50-t-Bagger kam bei der Erneuerung und Erweiterung des Skigebiets Loser in der Steiermark (Österreich) zum Einsatz. Zur Wasserversorgung neuer Schneekanonen in 1700 m Höhe mussten insgesamt 700 m Leitungsgräben im harten  Kalkgestein gezogen werden. Dem ausführenden Unternehmen, der Karl Pitzer GmbH, gelang dieses ambitionierte Vorhaben dank eines Fräsen-Einsatzes in wirtschaftlicher Gesamtzeit bei gleichzeitig geringen Aushub- und Transportkosten.


Bauforum24 Artikel (02.08.2018): KEMROC auf der GaLaBau 2018


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Beim Anlegen von Leitungsgräben im steirischen Skigebiet verwendete das ausführende Tiefbauunternehmen Karl Pitzer GmbH erstmals eine KEMROC-Kettenfräse

Der Wintersport am Loser soll mit Beginn der aktuellen Skisaison noch attraktiver werden. Die Gemeinde Altaussee (Steiermark, Österreich) investierte insgesamt 4,5 Millionen Euro, um das Skigebiet auf ihrem 1803 m hohen Hausberg zukunftsfit zu machen. Pisten wurden verbessert oder neu gebaut, Beschneiungsanlagen erneuert und zehn weitere Schneekanonen installiert. Um die insgesamt 700 m langen Versorgungsleitungen vom 70.000 m³ fassenden Speicherteich zu den neuen Schneekanonen zu verlegen, ging das ausführende Unternehmen Karl Pitzer GmbH im Sommer 2018 erstmals mit einer KEMROC-Kettenfräse zur Sache.

Karl Pitzer GmbH – unter diesem bekannten Namen firmiert ein traditionsreiches Tiefbauunternehmen aus Schladming in der Steiermark (Österreich). Gemäß dem Firmencredo

„Geht nicht, gibt’s nicht“ widmet sich der Familienbetrieb mit seinen Geschäftsführern, Bmst. DI Karl Pitzer und Ing. Christian Pitzer, Erdbauarbeiten aller Art, besonders leidenschaftlich aber Spezialdisziplinen wie dem Bau von Beschneiungsanlagen inklusive Druckrohrleitungen und Speicherteichen, Kraftwerken und Rekultivierungen. Kein Wunder also, dass man sich bei Pitzer über den Zuschlag freute, bei dem ehrgeizigen Bauprojekt am Loser teilzunehmen, um neue Skipisten und Beschneiungsanlagen zu errichten. Auf 1700 m Höhe bekamen es die Baufachleute beim Anlegen der Leitungsgräben allerdings mit schwierigen geologischen Verhältnissen, einem hochfesten Gemenge aus Gesteinsbrocken und solidem Kalkgestein zu tun. Im Zuge des zweijährigen Projekts wurde im Jahr 2017 der Graben noch herkömmlich per Sprengung und Hydraulikbagger mit Anbauhammer aufgefahren. Aber dann ergaben sich erste Kontakte von Pitzer mit dem österreichischen KEMROC-Handelspartner Wimmer Felstechnik GmbH (Thalgau, Bundesland Salzburg) sowie ein Besuch auf dem MAWEV-Messestand von KEMROC, dem deutschen Herstellers von Spezialfräsen. Dabei lernten die Geschäftsführer auch den Aufbau und die Funktionsweisen der Kettenfräsen von KEMROC kennen. Nach Absprache mit Experten von Wimmer Felstechnik entschied man daraufhin, im Sommer 2018 beim aktuellen Bauprojekt am Loser einen Testeinsatz der KEMROC-Kettenfräse EK 150_800 am firmeneigenen 50-t-Bagger durchzuführen.

Pitzer_02 (1920).jpgJeder Zentimeter zählt beim Grabenvortrieb in festem Geröll und massivem Felsgestein. Die KEMROC-Kettenfräse entfernt dank ihrer patentierten Bauweise nur so viel Material wie notwendig

Hochfestes Gemenge aus Gesteinsbrocken und solider Fels darunter wird heute noch üblicherweise gesprengt oder per Bagger und Anbauhammer aufgestemmt. Bei diesem zeitraubenden, für Fahrer und Maschine ermüdenden Verfahren entstehen Leitungs- und Kanalgräben von undefinierter Breite und große Mengen an grobstückigem Aushubmaterial. Teilweise deutlich schneller, wirtschaftlicher und im Idealfall auch schonender für den  Geräteträger sowie den Fahrer gehen die Kettenfräsen der Baureihe EK (Erkator) von KEMROC vor. Bei ihnen läuft zwischen den seitlichen Schneidköpfen eine patentierte, mit Hartmetallmeißeln bestückte Fräskette. Damit lassen sich schmale Gräben genau in der geforderten Breite öffnen.

Beim Fräsen entsteht kein Mittelsteg wie beim Einsatz normaler Querschneidkopffräsen, der durch Überfräsen beseitigt werden muss. Anders als beim Hammereinsatz kann genau nach unten gearbeitet werden, wodurch senkrechte Grabenwände entstehen und nur so viel Aushub anfällt, wie notwendig. Das Material wird zudem beim Fräsen fein zerkleinert und kann sofort wieder eingebaut werden – das spart Transport- und Materialkosten.

Weitere Informationen: KEMROC | © Fotos: KEMROC


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