Merlo Zimmererkran

Zimmerei punktet mit Teleskoplader-Duo

Bremen, 05.07.2018 - Der als Meister geprüfte Zimmerer Claus Günther gründete 2000 die Zimmerei Günther. In Donaueschingen arbeitet er mit Andreas Dutty und Christoph Meyer zusammen. Neben dem Hallenbau wirken die drei Zimmerleute an Neu- und Altbauten, im Innenausbau oder sanieren Objekte. Für die vielen Material-Transporte auf den Baustellen oder im Lager nutzen sie Teleskoplader von Merlo. Als Kran mit Winde einen Roto 60.24 MCSS mit 6 t Hubkraft, 24 m Hubhöhe und endlos drehbarem Oberwagen. Ein unter 2 m Bauhöhe kleiner Teleskop mit der Bezeichnung 25.6 (2,5t/6m) ist als Materialzubringer für den großen Mobilkran angestellt. Außerdem steht der Kompakte als geländegängiger Lader und Stapler bereit.


Bauforum24 Artikel (21.09.2017): Merlo zur Agritechnica 2017


Kompaktlader Betrieb (1920).jpg

Kompaktlader Transport (1920).jpgKompakter Teleskop mit 1.920 mm Bauhöhe, 2,5 t Hubkraft und 6 m Hubhöhe als wendiger Stapler und Lader

Drei Männer zwei Merlos. So sieht für den Zimmerer Claus Günther die Ideal-Besetzung eines Teams aus. Das Profi-Spielfeld der drei Zimmerleute ist der Holzhallenbau. Einen Roto Teleskopstapler positionieren sie mit Winde gekonnt als Kran. Ein unter 2m-Kompaktlader namens „die fahrende Kabine“ kämpft sich mit 75 PS selbst durch enge Gänge und sorgt dafür, dass der Kran gut zum Zuge kommt.       

Roto Teleskoplader: der Zimmererkran

Claus Günther sagt über den Roto: "Es war immer die Frage, welche Art von Kran wir nehmen wollen. Mit einem Baukran ist man relativ gebunden, da er fest steht. So sind wir auf die Merlos gekommen, weil wir einfach flexibel sind. Heute kann man eine Dachgaube oder einen Carport montieren. Morgen können wir mit der Arbeitsbühne eine Dachrinne reinigen. Wir haben die ideale Maschine. Passt."

Bühne (1920).jpgRoto Einsatz mit ausklappbarer Hubarbeitsbühne

Hallenbau Kran (1920).jpgHolzhallenbau mit Roto Teleskoplader

Der drehbare Teleskopstapler ist Teil von Merlos Roto-MCSS-Serie. In ihm wirkt der Namensgeber der Reihe: das MCSS-System (MCSS = MERlin Continuos Slew Safety, die kontinuierliche Kontrolle der Standsicherheit). Arbeitet die Maschine auf Abstützungen, misst und steuert das System in Echtzeit die Kräfte, die auf jeden der vier Stabilisatoren wirken. Mithilfe von MCSS kann der Bediener die Abstützungen für komplexe Einsatz-Anforderung einstellen. Das Lastdiagramm passt sich dynamisch und automatisch an die jeweilige Aufgabe an.

Dacheindeckung (1920).JPGDachsanierung mit Zimmererkran

Baustellenfreiräumung (1920).jpgBaustellenfreiräumung

Andreas Dutty beschreibt das Abstützungssystem mit seinen vier einzeln horizontal und vertikal teleskopierbaren Stabilisatoren: "Man ist flexibel und braucht nicht alle Stützen komplett auszufahren. Man kann sie je nach Gelände auch höhenmäßig anpassen. Und so kann man auf jeder Baustelle gut agieren." Je nach Gegebenheit des Bauplatzes entscheidet er, ob er die Stützen manuell oder automatisch ausfährt.

Dank seines Kranscheines hat er auf diversen Baustellen bereits Krane von Maurern mitverwendet. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Baukran findet er es positiv, dass er den Merlo einfach verfahren kann. Auf Rädern kann er beispielsweise 1 t auf gut 20 m heben. Abgestützt hat der Roto in 24 m Höhe eine maximale Tragfähigkeit von bis 3 t.

Der Roto wird wahlweise über einen Schalter im Cockpit von der Kabine aus, aus der Bühne oder per Funkfernsteuerung bedient. An Anbaugeräten wählten die Zimmerleute für ihn eine ausklappbare Hubarbeitsbühne, Lastgabeln und eine Seilwinde. Letztere zwei haben sie bei jedem Einsatz dabei. Laut Dutty ist der An- oder Abbau der Winde in 5 Minuten leicht zu schaffen.

Roto Teleskoplader verwenden die Donaueschinger seit über einem Jahrzehnt. Es begann mit einem 5t-/16m-Gerät, dann kam ein 4t-/21m-Kran und nach ihm vor 5 Jahren die Aufstockung zum 6t-/24m-Merlo.

Team Günther (1920).jpg(v.l.n.r.) Christoph Meyer, Andreas Dutty, Michael Ebner (Faller), Claus Günther

Kompaktlader: klein aber oho!

Nach Erfahrungen mit Stapler und Radlader investierten sie vor rund 3 Jahren zusätzlich in einen  2,5t-/6m-Teleskopen. In der Höhe misst er 1.920 mm, in der Breite 1.800 mm. Im Hallenbau kommt er mit, um den Kran mit Baumaterial und -teilen zu füttern. Seine Wendigkeit erspart den Zimmerleuten das Umfahren und Neupositionieren des Rotos.

Der Zimmererkran im Wohngebiet (1920).jpg
6t-/24m-Roto MCSS Teleskoplader als Zimmererkran, drehbarer Oberwagen und 4 einzeln vertikal und horizontal teleskopierbare Abstützungen

Der Kompakte diente als Hilfsgerät, als die Zimmerleute das Betriebsgelände auf- und ausbauten. Beim Be- und Entladen der LKWs und vielen großen und kleinen Transportanforderungen ist er im Betrieb und auf den Baustellen aktiv.

Claus Günther teilt mit: "Von der Hardware her sind wir gut ausgestattet. Der Kompakte ist eine brutale Arbeitserleichterung." Der Geschäftsführer lernte ihn bei einem Besuch des Herstellers Merlo SpA im norditalienischen Cuneo kennen. Das Besondere des Gerätes ist die Kabine, weshalb Dutty die Maschine auch „die fahrende Kabine“ nennt. Sie hat mit 1.010 mm Innenbreite identische Abmessungen und gleicht im Komfort der des Rotos. Dutty bestätigt, dass sie auch für große Menschen geräumig ist.

Kran mit Winde im Einsatz (1920).jpgEinfacher Winden-An- und Abbau

Die Kompaktklasse von Merlo steht für Geräte um die 2-Meter-Bauhöhe. Die Modelle bieten aktuell Hubkräfte bis 3,3 t und Hubhöhen bis zu 10 m.

Im Video "Zimmererkran" (Merlo Deutschland Youtube-Kanal) beschreiben die Zimmerer den Einsatz der ihrer zwei Merlos. Sie erklären das Abstützungssystem, bauen eine Winde an, erläutern die Funkfernsteuerung und einzelne Details des Cockpits wie den Doppel-Joystick.

geländegängiger Zimmererkran (1920).jpgKran mit 20 km, 3 Lenkungsarten, Hydrostatantrieb

Die Faller Stapler GmbH (Titisee) begleitet die Teleskop-Anwender der Region als Merlo Vertriebs- und Servicepartner. Seit 40 Jahren existiert das Unternehmen und seit 10 hat es die grünen Teleskoplader im Programm. Günther bestätigt: "Wenn man Faller braucht, sind sie da." Michael Ebner (Merlo Vertrieb bei Faller) sagt: "Wegen der Bäume und der Sägewerke wird hier vielleicht mehr aus Holz gebaut als sonst irgendwo in Deutschland. Es gibt fast keine Ortschaft ohne Zimmerei. Um unsere Kunden in den zuweilen sehr anspruchvollen Einsätzen zu unterstützen, beschäftigen wir für unsere gesamte Produktpalette 25 Techniker, davon sind 15 im Außendienst tätig.“

 

Weitere Informationen: Merlo Deutschland GmbH| © Fotos: Merlo, Günther


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