Ashikaga (Japan) | Winnenden - Wo Technologie auf Tradition trifft, entsteht in diesen Tagen ein Kunstwerk von gewaltigen Ausmaßen: In Japan verwandelt der Künstler Klaus Dauven zusammen mit dem Reinigungsspezialisten Kärcher die 56 Meter hohe und 228 Meter breite Betonwand des Staudamms in eine Leinwand. Unter dem Titel „Die Rückkehr der Samurai” erschafft Dauven mithilfe von Hochdruckreinigern ein monumentales Kunstwerk, das Bezug auf die Geschichte der Region nimmt.
Bauforum24 Artikel (03.03.2026): Kärcher Reinigung im Kölner Dom
In Japan verwandelt der Künstler Klaus Dauven zusammen mit dem Reinigungsspezialisten Kärcher die 56 Meter hohe und 228 Meter breite Betonwand des Staudamms in eine Leinwand.
Reinigung als Kunstform
Bei der Technik des sogenannten „Reverse Graffiti“ wird kein Farbauftrag vorgenommen. Stattdessen wird gezielt die über Jahrzehnte entstandene Patina aus Moosen und Flechten von der Oberfläche abgetragen, sodass durch den Kontrast von gereinigter und ungereinigter Fläche eine Zeichnung entsteht.
Der Künstler Klaus Dauven betont die historische Dimension seiner Arbeit: „Mein Verhältnis zu dem Matsudagawa Dam ist ein Besonderes: Dort habe ich gemeinsam mit Kärcher im Jahr 2008 mein erstes Staumauer-Reverse-Graffiti im Ausland realisiert. Jetzt, 18 Jahre später, sind wir wieder zurückgekehrt, um den Staudamm erneut zu verwandeln. Als Motiv habe ich vier Porträts von Samurai ausgewählt, die ich von ca. 150 Jahre alten Fotos abgezeichnet und übernommen habe. Sie beziehen sich einerseits auf die historische Tradition der Samuari, die in der nahegelegenen Stadt Ashikaga tief verwurzelt ist. Andererseits faszinieren mich deren Anmutung und ihr Gesichtsausdruck, die von tiefer Menschlichkeit geprägt sind.“
Der Künstler sagt zu seiner Motivwahl: „Als Motiv habe ich Porträts von Samurai ausgewählt, die ich von ca. 150 Jahre alten Fotos abgezeichnet und übernommen habe. Sie beziehen sich einerseits auf die historische Tradition der Samuari, die in der nahegelegenen Stadt Ashikaga tief verwurzelt ist.“
Präzision in schwindelerregender Höhe
Für die Umsetzung hat Kärcher ein Team aus Spezialisten aus Deutschland zusammengestellt. Unter der Leitung des Kärcher-Projektmanagers Nick Heyden arbeiten Seilzugangstechniker und Vermessungstechniker Hand in Hand mit dem Künstler, um das Motiv auf die steile Wand zu bringen. Die Reinigung erfolgt dabei rein mechanisch mit Wasser und ohne jegliche chemische Zusätze, was eine äußerst geringe Umweltbelastung sicherstellt. Die Hochdruckreiniger werden zudem mit Wasser aus dem Stausee betrieben, das im Anschluss am Fuß des Damms wieder in den Wasserkreislauf einfließt, was zusätzlich Ressourcen spart.
Über den Künstler
Klaus Dauven wurde 1966 in Düren geboren und spezialisierte sich nach seinem Kunststudium auf Zeichnungen. Seit 1997 nutzt er die „Reverse Graffiti“-Technik, um vergängliche Kunstwerke auf Staumauern weltweit zu erschaffen. Seitdem hat er gemeinsam mit Kärcher acht Zeichnungen auf Staudämmen in Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Japan und Südkorea in realisiert.
Unter der Leitung des Kärcher-Projektmanagers Nick Heyden arbeiten Seilzugangstechniker und Vermessungstechniker Hand in Hand mit dem Künstler, um das Motiv auf die steile Wand zu bringen. Die Reinigung erfolgt dabei rein mechanisch mit Wasser und ohne jegliche chemische Zusätze.
Weitere Informationen: Kärcher | © Fotos: Kärcher
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