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Erster Bell B45D Blu@dvantage in Deutschland

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Im Basaltsteinbruch Elbgrund der Schäfer & Schmitt KG fährt ein knickgelenkter Muldenkipper ganzjährig Produktion und Abraum. Nach gut zehn Jahren und rund 12.000 Betriebstunden wurde Anfang September der Bell B40D ersetzt. Nach eingehender Evaluierung entschieden sich die Verantwortlichen im September für ein Modell aus der Bell-Großdumper-Baureihe: den B45D ?Blu@dvantage" als 41-t-Schlüsselgerät mit der neuen SCR-Abgastechnologie.

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Insgesamt 18 Hektar umfasst der Basaltsteinbruch Elbgrund der Schäfer & Schmitt KG im westhessischen Elbtal-Elbgrund am Ostrand des Westerwaldes. Seit gut 80 Jahren wird hier hochwertiges Gestein abgebaut, seit 2005 gehört das Unternehmen zur mittelständischen Firmengruppe Schmidt-Basalt. Mit Hauptsitz im nahe gelegenen Dornburg-Thalheim betreibt das Familienunternehmen in dritter Generation zwei weitere Steinbrüche (Thalheim, Allendorf) sowie einen Baustoff-Recyclinghof in Wiesbaden und beschäftigt insgesamt rund 100 Mitarbeiter.

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Premierenfoto: Schäfer&Schmitt-Geschäftsführer Klaus Horneck, Fahrer Vitali Heidt,
Schmidt-Fuhrparkchef Hans Alt und Bell-Verkaufsleiter Andreas Reinert vor dem
B45D Blu@dvantage.


Gut 450.000 Tonnen verwertbarer Basalt werden im Werk Elbgrund pro Jahr abgebaut und in der kurz nach Übernahme 2005/2006 komplett neu erstellten Aufbereitung weiter verarbeitet (Tagesproduktion: 2300 ? 2500 t). Nur rund 30 % des Gesteins wandern in Baustoffgemische, der überwiegende Anteil wird zu hochwertigen Schottern sowie streng güteüberwachten Zuschlägen für die Asphalt- und Beton-Produktion veredelt. Entsprechend weit sind die Lieferradien für die große firmeneigene LKW-Flotte: bis zu 100 Kilometer fahren die insgesamt 40 Schmidt-Kipper und -Züge zum Kunden – im regelmäßigen Pendelverkehr transportieren sie Mineralstoffe zur rund 50 Kilometer entfernten Schiffsverladung Bendorf bei Koblenz, von wo aus Schmidt-Produkte bis in die Niederlande gelangen.

Die Gewinnung im Werk Elbgrund erfolgt im Sprengverfahren an einer einzelnen Abbaustelle in derzeit 45 Meter Tiefe. Zwei 60- bzw. 70-Tonnen-Tieflöffelbagger (3,5 bzw. 4,5 m³) verladen den Basalt auf zwei SKW. Die 1000 bis 1400 Meter langen Umläufe mit max. 12 % Steigung führen beladen bergan zum Vorbrecher. Seit Jahren setzen Schäfer & Schmitt-Geschäftsführer Klaus Horneck und Hans Alt, Leiter des zentralen Schmidt-Fuhrparks, dabei auf eine Kombination aus 45-t-Starrrahmenkipper und einem wendigen 40-Tonnen-Knicklenker.

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Auf ganzjährig bis zu 250 Betriebstage kommt der Bell B45D bei Schäfer & Schmitt in der Basalt-
Gewinnung und im Kubikmeter-intensiven Abraum.


Den eigenen 6x6 benötigt Schäfer & Schmitt vor allem für die umfangreichen Abraumarbeiten, die der Betrieb bei ruhender Gewinnung turnusmäßig in den Wintermonaten Januar und Februar durchführt. 12 bis 15 Meter mächtig ist die Abdeckung über dem Basalt ? gut 150.000 m³ Abraum werden entnommen und anderer Stelle im Betrieb wieder verfüllt. Unterstützt wird der eigene 6x6 dabei von bis zu drei weiteren Mietmaschinen der 25- bis 30-t-Klasse.

Seit 2002 setzt die Schmidt-Gruppe dabei vor allem auf Knicklenker von Bell Equipment. Ein Bell B40D kam damals als eines der ersten deutschen D-Serien-Modelle zum Unternehmen und wurde zunächst im Wechselbetrieb in den anderen Schmidt-Werken eingesetzt. Seit 2009 fuhr der 37-Tonner fest in Elbgrund und arbeitete damit einen Gutteil seiner zuletzt rund 12.000 Betriebsstunden ganzjährig in Produktion und Abraum. ?Außer einem Defekt am Verteilergetriebe hatten wir in den knapp zehn Jahren keine größeren Probleme", würdigt Fuhrparkleiter Hans Alt die hohe Verfügbarkeit des Bell-Dumpers. ?In der Wartung profitierten wir von der bekannten Technik der einzelnen Komponenten und Baugruppen. Vergleichbare Mercedes-Benz-Motoren fahren wir seit Jahren in unserer Lieferflotte und auch mit dem Allison-Getriebe oder der Rexroth-Hydraulik haben wir bereits Erfahrung."

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Trotz deutlich höherer Tonnage fügt sich der Bell-Großdumper mit
niedriger Ladehöhe gut in die bestehende Betriebsorganisation ein.


Offenbar Grund genug für die Schmidt-Gruppe, sich auch bei der im Spätsommer getätigten Folge-Investition für Bell Equipment zu entscheiden. Neben aktuellen 40-Tonnern des Wettbewerbs evaluierten die Schmidt-Verantwortlichen die neueste Generation des Bell B40D und prüften darüber hinaus auch die leistungsfähigeren 6x6-Optionen B45D bzw. B50D mit nominellen 41,0 bzw. 45,4 Tonnen Nutzlast, die nach wie vor nur Bell Equipment im Angebot hat.

Mit Einführung der Blu@dvantage-Abgastechnologie nach EU-IIIb/Tier 4i teilen sich beide Modelle jetzt auch den identisch ausgelegten Mercedes-Benz V-8-Turbodiesel OM502LA mit nachgeschalteter SCR-Abgasreinigung durch Adblue-Zugabe. Das Bluetec-Aggregat leistet mit maximal 375 kW geringfügig weniger als der Vorgänger-Motor (390 kW), bietet jedoch laut Hersteller mit 2400 Nm (bei 1300 U/min) das höhere Drehmoment. Vor allem diese Eigenschaft gewährleistet laut Bell gemeinsam mit der lastoptimierten Bauweise der Bell-Dumper das große Einsparpotenzial der Blu@dvantage-Technologie, die, so Bell weiter, den landläufig angenommenen SCR-Vorteil von 5 % weniger Dieselverbrauch noch übertreffen soll.

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Fahrer Vitali Heidt schätzt auf Neun-Stunden-Schichten den
Komfort der serienmäßig voll ausgestatteten Bell-Kabine.


Blieb vor der Kaufentscheidung noch die Kapazitätsfrage. 25,5 m³ (SAE 2:1) bietet die Mulde des Bell B45D, bei 28,0 m³ liegt der Fünfzigtonner. Weit öffnende Heckklappen mit klapperfrei schließender Federvorspannung bringen in der Praxis gut 1,5 m³ mehr und sollen auf steilen Rampen für saubere Fahrwege sorgen. Niedrige Ladehöhen der Groß-6x6 von 3200 mm (B45D) bzw. 3300 mm hätten in beiden Fällen schnelle Ladespiele mit der vorhandenen Tieflöffelausrüstung gewährleistet. Den Ausschlag gaben schließlich die rund 50 m³ Kapazität des Aufgabebunkers am mit 230 bis 250 Tonnen Stundenleistung getakteten Vorbrecher.

?Nach unseren Berechnungen passte der Bell B45D exakt in die bestehende Betriebsorganisation, was sich in der Praxis voll bestätigte", erklärt Klaus Horneck. Bei einer theoretischen Schüttdichte des Elbgrunder Basalts von 1,8 t/m³ liegen die Transportchargen des 41-Tonners immer zuverlässig innerhalb der fahrzeugtechnisch freilich weit gefassten Toleranzen. ?Wir hatten zunächst eine Bordwanderhöhung angedacht, mit ähnlich guten Ladewerten auch im leichteren Abraum fahren wir jedoch wohl weiter ?Serie'."

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Der bodennah sicher erreichbare Adblue-Tank (rechts) bietet Reserven für drei Dieselfüllungen.
Füllstand und Funktion des Blu@dvantage-Systems sind jederzeit per Cockpit-Display
(Vordergrund) ablesbar.


Anfang September trat der Bell B45D Blu@dvantage nach seinem viel beachteten steinexpo 2011 Gastspiel, den Dienst in Elbgrund an. ?Die SCR-Technologie und Adblue sind bei uns im Fuhrpark natürlich bestens eingeführt," betont Hans Alt angesichts von 95% Stern-Anteil in der Schmidt-Flotte. ?Das Handling ist absolut unproblematisch, wir füllen derzeit einfach bei der normalen Diesel-Betankung nach, wobei uns der große Adblue-Tank ausreichend Spielraum lässt." Tatsächlich ist der 67-l-Adblue-Tank bei einem automatisch dosierten Zugabeanteil von +/- 4 % je nach Motorlast für drei Diesel-Tankfüllungen (jew. 560 Liter) ausgelegt. Der Bell B45D schlägt mit einem Durchschnittsverbrauch auf 9-Stunden-Regelschicht mit 18,6 l/h zu Buche. Als unmittelbare Referenz steht hier das zuletzt dokumentierte Stundenmittel des Bell B40D von mehr als 21 l/h.

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Bauforum24 TV Video:

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Bell Knickdumper B25D mit Abrollkipper im TV Beitrag zur Demomesse TiefbauLive recycling aktiv 2011

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Bauforum24 Artikel (14.10.2011): Bell-Gründer Irvine Bell verstorben

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Herstellerlink: Bell Equipment

(Fotos: Bell Equipment/tb)

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