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Bauforum24

Manitou übernimmt Gehl

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Yumbo

Die Produktionsstätten in den USA sind derzeit aber nicht auf Kompaktmaschinen ausgelegt. Wenn ich richtig informiert bin, werden in den Werken die Heizgeräte von Ground Heaters und primär Light Equipment gebaut. Kann mir nicht vorstellen, daß man mit den Kompaktbaumschinen-Werken in Pfullendorf, Korbach und Leonding die USA beliefern möchte? Da geht doch die gesamte Gewinnmarge für den Transport drauf.

Frage an Yumbo: Glaubst nicht eher, daß man einen Wettbewerber in den USA übernimmt? ASVi wurde damals von Terex weggeschnappt und Gehl nun von Manitou. Oder alternativ, daß man eine eigene Fertigungsstätte (vergleichbar im Ausmaß mit der in Pfullendorf) direkt vor Ort errichtet?


Ich denke, dass Wacker den Markt erst einmal von Deutschland aus angehen wird. Immerhin haben die Werke Kapazitäten von jeweils rund 2.000 Einheiten. Die müssen erstmal abgesetzt werden. Und bei der Situation in U.S.A. dürfte das derzeit auch nicht so einfach sein. Der Transport spielt da wohl erst einmal eine kleine Rolle. (Auf so einem Dampfer geht doch ´ne Menge von solch Kleinzeug...) Bei Wacker dürfte derzeit alles drin sein. Die haben ehrgeizige Ziele und nehmen eine Menge Geld in die Hand, diese zu verfolgen. Hierzu gibt es viele Frage, die aber zum anderen Thema gehören: Kann man die Welt mit einem Hoflader erobern? Was wird aus Kramer, dem wohl eigentlich besseren Bauradlader? Will Wacker verkaufen oder mehr vermieten? Fehlt noch was im Portfolio? Und natürlich die Fragen zu Produktionsstätten außerhalb von Deutschland.

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bauboris
Gilt Wacker Neuson in der Branche als Aggressor, der mit seinem Geld seine Ziele erreicht und die kleineren Anbieter (auch Vermieter) mit seiner aggressiven Strategie das Wasser abgräbt oder wollen einige (kleinere Hersteller von Anbaugeräten und Nischenprodukten) nicht doch eher von Wacker Neuson geschluckt werden, da man selbst kein Geld für Investitionen hat und vielen das große Vertriebsnetz fehlt? Ich selbst kann dies nicht beurteilen. Ich glaube aber, daß Wacker Neuson durch den Börsengang viel Geld eingenommen hat und in den kommenden Jahren stark durch Zukäufe wachsen wird. Immerhin ist das weltweite Vertriebsnetz ein ordentlicher Multiplikator, wenn man neue Produkte einführt. Auch bei zugekauften. Man muß ja nicht alles selbst entwickeln.

Die Finanzkrise ermöglicht vielen kleineren Wettbewerbern diese Wachstumsstrategie einfach nicht. Zumindest nicht ohne zahlungskräftigen Partner. Daher glaube ich, daß einige Anbieter in Deutschland damit liebäugeln, von Wacker Neuson aufgekauft zu werden.

Yumbo, wie siehst Du es. Ist das Image von Wacker Neuson eher der "Retter in der Not" für kleinere Hersteller, die ohne Partner nicht überleben werden können, oder eher das Image des "Plattmachers", der vielen kleineren den Umsatz wegnimmt à la David gegen Goliath....?!???

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Yumbo
Wacker hat Geld, ganz klar, und wird damit seine Position ausbauen. Das ist man ja schon den Geldgebern, also Aktionären, schuldig. Das Unternehmen verfolgt mindestens 2 Ziele: Den Verkauf der eingenen Produkte zu forcieren und (mindestens genauso wichtig) den Ausbau des Vermietgeschäftes. Ob Wacker weitere Unternehmen kaufen wird, kann nur vermutet werden. Sicher passt das eine oder andere noch gut ins Programm. Anderseits hat Wacker für die Erreichung der Zeile die Grundlage geschaffen. Hierbei geht auch wohl auch "nur" um kompakte Baumaschinen. Wacker ist Hersteller und Vermieter zugleich. Zum Image von Wacker möchte ich nichts sagen. Fakt ist, dass sich das Unternehmen sehr energisch im Vermietmarkt anbietet um einen angemessenen Rang zu bekommen. Hier wird sicherlich preispolitisch eine Menge in Gang gesetzt.

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bauboris
Ich glaube in Deutschland und Osteuropa forciert Wacker Neuson ganz klar die eigene Vermietung. Hier wurde in den letzten Monaten wahnsinnig viel Geld reingepumpt. Wacker hat unendlich viel für die eigene Vermietung produziert. Da läßt Wacker anderen Vermietketten keinen bzw. nur wenig Platz. Für Wacker Neuson ist die eigene Vermietung ein sehr margenträchtiges Geschäft. Erstrecht bei der großen Produktpalette. Die Geräte haben sich nach 4 Jahren Vermietung gerechnet und dann werden sie noch gebraucht verkauft. Ich denke, Wacker Neuson hat noch wenige Lücken im Light und Kompaktbereich. Diese wird man durch Zukäufe schließen. Dadaurch, daß man bisher in Brasilien, Rußland, Indien, China und in die USA noch keine eigenen Wacker Neuson-Bagger, -Radlader und -Teleskoplader vertrieben hat, bieten gerade diese Märkte ein großes Potential für Wacker Neuson. Das neue Kramer-Werk in Pfullendorf ist von 3.000 auf 10.000 Einheiten/p.a. aufgestockt worden. Das neue Weidemann-Werk in Korbach kann nun auch anstelle 3.000 insgesamt 6.000 Einheiten/p.a. produzieren. Und wie gesagt, in Hörsching soll durch ein neues Werk die Kapazität ebenfalls verdoppelt werden. Natürlich muß man diese Stückzahlen erst einmal im Markt unterbringen, aber durch das weltweite Vertriebsnetz sollte dies für Wacker Neuson zwar ambitioniert, aber nicht unmöglich, sein.

Wacker Neuson muß und will wachsen. Dies ist man den Großaktionären schuldig, da diese es verlangen.

Ich denke zudem, daß es bald wieder eine weitere Fusion geben wird (Wacker Neuson mit Fayat, Haulotte oder Palfinger).

Immerhin hat das Wacker-Management im GB angekündigt langfristig 2 Milliarden Euro Umsatz erzielen zu wollen. Ich denke, dies geht nur durch Zukäufe oder weitere Fusionen. Durch die Finanzkrise wird es einen Konzentrationsprozeß geben. Neben Caterpillar, Liebherr, Volvo und Terex werden nur noch wenige andere (u.a. Wacker Neuson) übrig bleiben. Viele kleinere Hersteller werden geschluckt. Wacker Neuson kann nun entweder selbst schlucken oder sie werden irgendwann geschluckt. Na dann Prost ;)

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bauboris

Kann man die Welt mit einem Hoflader erobern? Was wird aus Kramer, dem wohl eigentlich besseren Bauradlader?



Wie meinst Du das? Meinst Du, Daß die Produktpalette von Weidemann (Hoftrac) zu dünn ist ?
Und Wacker beabsichtigt, sich von Kramer zu trennen?

Kann ich mir kaum vorstellen, nachdem man 30 Mio. Euro in den Neubau in Pfullendorf investiert hat.

Zudem finde ich, daß sich Weidemann und Kramer nicht gegenseitig die Butter vom Brot nehmen. Da gibt es keine bzw. nur kaum Überschneidungen in der Produktpalette. Oder siehst Du das anders?

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