murksburger

Bergung einer Raupe mit Sandankern

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murksburger

Moin Zusammen,

nach längerer Abstinenz komme ich heute mal mit einer Frage bzw. Problemstellung um die Ecke.
Hier ist so viel geballtes Fachwissen unterwegs, da dachte ich mir, dass es nicht schaden kann, mal hier in die Runde zu fragen.

Ich hoffe, es ist das richtige Unterforum, denn es geht um einen Oldtimer und dessen Bergung.

Folgendes Problem:

Ich kann eine kleine Raupe haben, die im Randbereich einer vollgelaufenen ehemaligen Sandgrube versackt ist.
Ich weiss nicht, welcher Hersteller bzw. welcher Typ es ist, aber man kann die Größe grob raten.
Der Eigentümer wusste auch nur, dass es eine Raupe ist, die da seit 40 oder mehr Jahren steht und dass sie wohl keine Anbauteile wie Schild, Kabine oder sowas hat.
Länge irgendwas um die 3 Meter, Breite vielleicht 2m, Höhe (noch) ungefähr 1,5m.
Das sind wirklich nur grobe Maße. Das Gewicht wird nur der Form halber einfach mit 5-6 t angenommen, damit man einen Wert hat.


Die Umstände sind so, dass ich vom Eigentümer die Erlaubnis habe, das Teil da rauszuziehen.
Und beim Rausziehen kommen wir zum Kern des Problems.
Ich kann bzw. darf nicht mit einer Maschine dahin fahren, sondern muss das Ding mit handbetriebenen Seilwinden, Greifzügen u.ä.
per Muskelkraft rausleiern, dann rollbar machen (z.B. mit einer Art Anhängerachse drunter) und das ganze dann bis zu einem Weg eiern,
auf dem dann auf ein straßentaugliches Fahrzeug verladen werden kann. Keine Motorgeräte sind in der Grube erlaubt.

Das Teil liegt im Wasser und im Sand, das Wasser ist aber nur ca. 1m tief, die Oberkante der Raupe liegt knapp unter der Wasseroberfläche und
die Ketten sind ca. 0,5m oder etwas mehr im Sand eingesunken.
Entfernung bis zum Ufer ca. 10-15 m, das Ufer besteht auch nur aus Sand.
Es sind keine nennenswerten Bäume, Felsen oder sonstwas in der Nähe, an denen man irgendwelches Bergungszeug einhängen kann - nur Sand, Gras, Kraut und Kleingebüsch. Der nächste Weg liegt so weit weg und so ungünstig, dass man dort nichts zum Ziehen positionieren kann.

Meine Idee ist nun, Sandanker herzustellen, von diesen eine ausreichende Menge in den Sand zu kloppen und diese alle z.B. über dicke Spanngurte
mit einem zentralen Haken zu verbinden, so dass sich die Last möglichst gleichmäßig auf alle Anker verteilt. In den zentralen Haken soll dann
z.B. ein Greifzug, Flaschenzug, eine Handwinde oder eine Kombination aus derartigen Elementen eingehakt werden.
Wenn das steht, ziehen, bis der Zugweg verbraucht ist, dann ggf. umsetzen und weiter ziehen, wenn nötig. Sobald das auf dem Trockenen ist,
kann man das langsam hochpumpen und eine entsprechend tragfähige Achse von einem alten Anhänger drunter setzen, dann braucht man deutlich weniger Kraft,
um das Ganze zum Weg zu zerren. Soweit die Phantasie.

Wenn man die Sandanker geschickt genug konstruiert und genug davon setzt, sollte das eigentlich möglich sein, das Teil zu bewegen, 
oder sehe ich das total falsch?

Gehen wir mal davon aus, dass das theoretisch möglich ist, hat jemand in der Runde Erfahrung mit solchen Bodenankern und kann
vielleicht den ein oder anderen Tip geben, wie man die auslegen sollte? Ich dachte an L-Profile mit möglichst breiten Schenkeln, die
dann schräg entgegen der Zugrichtung in den Boden geschlagen werden. Evtl. noch ein Querblech dran und oben ein Loch für einen Schäkel
oder eine Öse rein.
Gibt es da bewährte Konstruktionen, von denen man vermuten darf, dass die funktionieren?
Da das ne gute Ecke von mir weg ist, kann ich nicht wahnsinnig oft hinfahren und was testen. Einige Male werden es sein, das ist klar,
aber ich würde gern was transportables hier bauen, ggf. auch hier irgendwo testen und vor Ort mit was funktionierendem anrücken.

Eine kleine Bitte noch, die hoffentlich nicht falsch aufgefasst wird:
Ich möchte nur die technische Machbarkeit diskutieren und auf keinen Fall, dass man das besser bleiben lassen soll, weil das keinen Wert hat
oder um Umweltschutzfragen oder ähnliches. Es geht rein um die Schönheit der Aktion und darum, die Herausforderung zu meistern. Ob da später was dran restauriert wird
oder ob man überhaupt irgendwas davon gebrauchen kann, steht nicht zur Debatte. Ja, das Ganze ist unwirtschaftlich und lohnt in keinem Fall. Das weiss ich,  ist mir aber total egal.
Ebenso geht es nicht darum, ob man vielleicht doch mit Maschinen dahin kann und wenn nicht, warum nicht oder sowas in der Art. An den Randbedingungen lässt sich nichts ändern. 
Es wäre schön der Thread nicht mit Dingen zerredet wird, die nichts mit der Lösung des Problems zu tun haben. 
Einfach nur die technische Lösung ist relevant.

Fotos hab ich im Moment keine, aber werde bei dem nächsten Besuch welche machen. Erstmal muss aber ein Plan her, der funktionieren könnte

Vielleicht hat ja jemand Lust, die Problematik zu diskutieren.

 

Danke schonmal fürs Lesen des langen Textes!

grüße
murks

Edited by murksburger

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Colourconcept

Klingt auf jeden Fall interessant. Bin gespannt was das KnowHow oder die Phantasie anderer User hier noch an Vorschlägen bietet.

Ich kann nur vorschlagen, dass Du Dich mal mit einer lokalen Einheit des Technischen Hilfswerks (THW) in Verbindung setzen solltest. Die sind in solchen Sachen recht pfiffig und können vielleicht im Rahmen einer Übung (und ggf. einer Spende in die Helferkasse) sogar mit Manpower und Gerät unterstützen.

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Max01

Mein Vorschlag ist, lass das Ding da stehen! 😂 Wenn die da an die 40 jahre noch im Wasser steht,......

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Alex7879

Ich finds super😁

Könnt mir gut leere Fässer mit einer schrägen Eisenplatte an der Unterseite vorstellen.

Wenn du sie vor Ort mit Sand voll schaufelst und durch die Zugbewegung von den seilzügen drückt sich die eisenplatte in den Sand. Denk mal das müsste sehr gut halten. 

 

Bin auf die Bilder Gespannt!!! 

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murksburger

@Colourconcept: ja, diese Idee ist insofern interessant, als das solche Jungs auch gute Ideen und Erfahrung haben. Wäre eine Option. Allerdings ist die Herausforderung, das selber zu schaffen.

@Max01 Bitte meine kleine Bitte gegen Ende meines ursprünglichen Beitrages lesen und verstehen. Damit sollte sich Dein hilfreicher Lösungsansatz geklärt haben. 🙂

@Alex7879 hmm, Fässer. Interessante Idee. Ich dachte auch schon an BigBags eingraben. Wie genau würdest Du die Eisenplatte anbringen und die Fässer positionieren? Das hab ich noch nicht genau verstanden.

Danke schonmal für Euer Feedback !

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