Stifter

Kramer 312SL Probleme mit Fahrantrieb

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Stifter

Hallo Zusammen,


ich hab mir vor kurzen einen Kramer 312SL Bj. 91 für mein privates Hausprojekt gekauft.
Am Radlader wurde vor 2-3 Jahren vieles überholt und erneuert (Motor neu aufgebaut, Hinterachse repariert, alle Öle und Filter, viele Simmerringe und und und).
Hab so ca. 6500.- Euro an Rechnung vom Landtechnikbetrieb für die Überholung mitbekommen.
Das kurz zum Zustand des Radladers.

Was mich stört ist das Phänomen das der Radlader nicht von Anfang an richtigen Vortrieb hat,
sondern erst wenn man ein bisschen was gemacht hat der Radlader immer mehr Kraft auf den Rädern bekommt, egal ob vorwärts oder rückwärts.

Symptome:
Ich starte den Motor und lass den 10min warmlaufen, dann teste ich mitlerweile immer erst einmal ob er Vortrieb hat, in dem ich leicht auf die Fussbremse trete und den Radlader mal gegen die Bremse fahren lasse.
Meist tut sich garnichs, man merkt nur ein ganz leichten Ruck vom Einkuppeln der Druckölkupplung, aber auch mit bisschen mehr Motordrehzahl schafft er es nicht die Fussbremse zu überwinden. Das Spiel mach ich dann ein paar Minuten mal vorwärts, mal rückwärts und dann merkt man irgendwann, das er immer mehr Kraft bekommen und es dann auch schafft die leicht getretene Bremse zu überwinden.

Dann fahr ich ihn aus der Halle, aber man merkt das er noch nicht richtig Dampf hat, fühlt sich an als wenn man beim Auto die Kupplung schleifen lässt, Drehzahl geht hoch aber es tut sich nichts bzw. nicht viel.
Es wird dann immer besser je mehr man mit dem Radlader arbeitet, aber sowas wie gegen ein stehendes Hindernis fahren und alle 4 Reifen drehen durch schafft er nicht.

Je länger man fährt, desto mehr merkt man auch das Zuschalten der Druckölkupplung, also den Ruck 2-3 Sekunden nach Einlegen eines Ganges und das er dann schon selber losfährt wennman die Bremse nicht getreten hat..
Die Öldruckanzeige geht anfangs auf ca.18bar wenn man ein bisschen was getan hat, mal auch nur bis knapp über 15bar.

Die Hebehydraulik funktioniert soweit ich das beurteilen kann ganz gut, Palette Kalksandsteine krieg ich bewegt.

Der Wandler wird anscheinend auch nicht richtig warm, jedenfalls laut Anzeige.
Die bleibt eigentlich immer ganz links nur wenn mal nen halbe Stunde was gemacht hat, kommt sie etwas hoch aber noch weit ab von der Mitte.
Soll das so oder sollte sich da mehr tun auf der Anzeige?  

Das ich erst rumfahren muß bis ich dann mal etwas Kraft auf den Rädern habe und endlich auch mal tiefer in den Kieshaufen reinfahren kann und auch mal die Schaufel voll bekomme, nervt schon tierisch.
Jetzt kann ich noch damit leben, weil ich nur bisschen aufräume aufm Hof, aber demnächst will ich mehr damit machen und da muß das Ding funktionieren.

Ölstand und Grobfilter in der Hinterachse hab ich schon geprüft, aber meine Vermutung bei diesem Symptomen geht eh ihn Richtung Wandler oder dessen Versorgung, aber ich bin recht neu in der Baumaschinentechnik, deswegen brauch ich etwas Unterstützung
Hat jemand ne Idee was solche Symptome hervorrufen könnte und was ich messen/testen kann um den Fehler weiter einzugrenzen.
 
Hab schon viel gelesen, aber ich finde ímmer nur Beiträge zu Problemen mit nachlassender Kraft je mehr man damit arbeitet, aber bei mir ist das ja genau umgedreht.


Gruß Jan

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Hump
vor einer Stunde, Stifter schrieb:

Kramer 312SL Bj. 91

wie in dem Beitrag beschrieben sind 18 bar zu wenig, es sollten bei intakter Pumpe 25 bar sein. prüfen und Öl prüfen, oder deinen Verkäufer anrufen, der soll das richten.

  

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Hermann Steil
vor 2 Stunden, Hump schrieb:

wie in dem Beitrag beschrieben sind 18 bar zu wenig, es sollten bei intakter Pumpe 25 bar sein. prüfen und Öl prüfen, oder deinen Verkäufer anrufen, der soll das richten.

gut gesprochen , seh ich auch so , ist irgendwie schade , das der Schrott immer bei den privaten Häuslebauern landet.

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Stifter

Erstmal Danke für die Antworten aber meine Symptome passen nicht so ganz zu denen im Link.

Das mit den 25bar ist nur bedingt richtig, aber um mir viel Schreiberei zu ersparen hab ich mal den Hydraulikplan dafür mit angehängt. Wie man sieht ist nach der Pumpe ein DBV von 25bar eingebaut, aber im Getriebeschaltventil ist dann noch mal eins mir 18bar drin. Die Druckölkupplung bekommt also nur 18(+2)bar, steht auch so in der Betriebsanleitung.

Das passt alles insofern nicht zum Problem als das mein Radlader auch bei 18bar an der Druckölkupplung sich kaum von er Stelle rührt, erst wenn man ein bisschen gefahren ist wirds kräftiger. Der Ölstand ist geprüft und das Grobsieb ist neu, entlüften kann man tatsächlich mal, danke für den Tip, aber obs hilft?
Bei zu wenig Druck oder verschlissener Kupplungslamellen würde wärmer werdendes Öl den Effekt des schwachen Antriebs ja noch verstärken, was ja bei vielen anderen wohl auch so ist, bei wirds aber besser je mehr ich fahre, deswegen denke ich das der Fehler woanders liegt.
Aber ich lasse mich da auch anders eines Besseren belehren   

 

Gruß Jan

 

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Hump

Dann ist das falsche Öl drin, falsche Viskosität, das zu zähflüssig ist und zu lange braucht um warm also flüssiger zu werden um mehr Druck aufzubauen, dann funktioniert der Wandler nicht richtig und arbeitet nicht kraftschlüssig.  

Am besten mal den Filter raus nehmen und schauen ob metallischer Abrieb zu finden ist.

Guckst du: :

Hinkebein Humpel

Bauforum24 Mitglied

Moin,
zum 312 ist es so:
saugt ATF Öl aus dem Getriebe (Siebfilter im Anschluss Getriebe unten) , geht zur Pumpe am Motor ca 30 bar.
dann zum Überdruckventil, hier reduziert auf max. 27 bar
geht nun zum Feinfilter und von dort zum Getriebeschaltventil nach vorne
hier abgesichert durch 18+2 bar Überdruckventil
im Neutral läuft Druck zurück ins Getriebe
im Vorwärts und Rückwärtsgang wird Druck auf die entsprechende Leitung zur Kupplung gegeben
gleichzeitig wird alles geschmiert

wenn aus welchen Gründen auch immer Druck zu hoch, dann reißen die Schrauben der Doppelkupplung ab
(meisten jedoch Fehler, beim 101%igen richtigen anziehen der Schrauben)
ist der Druck zu niedrig, wird die Kupplung nicht optimal zusammen gepresst und schleift durch
folge -- > die Kupplung verbrennt


Kupplung kaputt ? --> selber reparieren --> ca. 800 Euro
Pumpe kein Druck ? --> unwahrscheinlich, ist noch nicht vorgekommen
Im Getriebeschaltventil oder danach nicht der RICHTIGE Druck ? --> zu 99% nicht reparabel --> kostet neu ca. 1500 Euro (stand 06.2017)
vor dem Getriebeschaltventil leicht abfallender Druck --> Filter dreckig

Wer keine Ahnung hat, Finger weg, er macht vermutlich höheren Schaden wie schon da ist
(die Kupplungslamellen können schon nach 30 min verbrannt sein)
Kein falsches Öl nehmen, die Lamellen laufen darin und sowas muss stimmen 😉

Die Anzeige in der Kabine ist nicht verlässlich, aber mit 13 bar fahren ist tödlich
(eine ganze Kupplung kostet ca 3000-3500 € geschätzt)
 

 

Edited by Hump

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