Womander

Badeplattform aus Naturstein an Stauseeufer

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Womander

Hallo Bauexperten,

 

ich habe mich angemeldet, da ich für den Bau einer Natursteinmauer fachkundigen Rat benötige.

Zum Hintergrund: Gebaut werden soll am relativ steilen Ufer eines Stausees mit steinigem Untergrund. Unter losem Gestein befindet sich festes Schiefergestein. Mein Plan ist es hier eine ebene Plattform zu errichten, welche als Badeplattform dienen und gleichzeitig die Erosion des Hangs durch Wellen verhindern soll. Dazu möchte ich auf das feste Schiefergestein eine Mauer setzen, diese mit losem Gestein hinterfüllen und die obersten ca. 10 Zentimeter mit einer Stahlbaumatte und eingegossenem Beton verfüllen. Auf der Betonfläche sollen später noch Natursteinplatten verlegt werden. Die Mauer wird ca. 1,20 Meter hoch. Die spätere Liegefläche wird ca. 2,50m breit. Den unteren (später nicht sichtbaren) Teil der Mauer möchte ich mit noch vorhandenen Hohlblöcken zügig aufmauern, den sichtbaren Teil möchte ich mit vorhandenen Natursteinen bauen. Durch den schwankenden Wasserstand wird sie teilweise im oder sogar unter Wasser stehen. Beton lässt sich sehr beschwerlich hinbringen, so dass ich möglichst sparsam damit umgehen möchte.

 

Nun meine Fragen:

1.: Sind Hohlblöcke mit ihrer offenporigen Struktur sinnvoll? Besteht hier die Gefahr des Zerfrierens bei Frost?

2.: sollten Hohlblöcke verfüllt werden? Falls ja, mit Beton oder reicht loses Gestein?

3.: kann ich mit Zementmörtel und Hohlblöcken (oder anderen Steinen) eine feste Verbindung zwischen festem Schiefergestein und Mauer schaffen?

4.: Wie breit sollte die Basis der Mauer auf dem Schiefergestein sein? 

5.: Besteht die Gefahr, dass mir bei hohem Wasserstand und starkem Frost die Mauer durch in der Mauer gefrierendes Wasser "platzt"?

6.: welche Nachteile bestehen durch den ständigen Wasserkontakt? (Normalerweise wird ja alles versucht, Wasser von der Mauer wegzuhalten; ist hier nicht möglich)

 

Viele Grüße und Danke für die Hilfe von einem arbeitswütigen Natursteinliebhaber.

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EX35

Hallo,

Was sagt da eigentlich der Betreiber des Stausees dazu ?

Bei uns an den Talsperren mussten alle Bauwerke im Stauraum abgerissen werden.

Bootsstege nur mit Kennzeichen und Plakette vom LRA gegen Gebühr:wacko:.

 

Grüße

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Oi-theBauleiter

In der Regel sind Uferbefestigungen nicht gestattet, bzw. genehmigungspflichtig (Gewässerrandstreifen). Was die Gründung der Mauer angeht ist das wirklich schwer zu sagen ohne die Gegebenheiten vor Ort zu sehen (stärke der Wellen, Niedrigwasser-, Mittelwasserpegel etc.) Am wichtigsten ist allerdings das der verbaute Stein auch für den Wasserbau geeignet ist, also ausreichend frostsicher. Dann stellt sich die Frage ob die Mauer eine simple Blockschichtung wird oder ein hammerrechtes Mauerwerk. Dann kommt noch der benötigte Neigungswinkel und eine ausreichende Anzahl an Bindersteinen und die richtige Hinterfüllung dazu. Kurz um: Ist gar nicht so einfach wie man denkt. Von der Betonplatte würde ich dir abraten, da sich gerade am Gewässer die Mauer immer etwas bewegen wird und eine starre Betonplatte das nicht mitmachen wird. Eher ne Schottertragschicht, Splittbettung und darauf dann die Platten / Pflaster.

Also: Beim Stauseebetreiber oder zuständiger Behörde (evtl. Wasserwirtschaftsamt) nachfragen / genehmigen lassen. Und dann würde ich sagen ist das keine konstruktion die ein Heimwerker mal schnell selber machen kann.

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Womander

Vielen Dank für die Antworten! Die Bebauung in Form von Stützmauern oder eben kleinen Plattformen wird bei uns geduldet.

Die Mauer soll wie beschrieben aus zwei Teilen bestehen, ein schnell hochgemauerter Teil aus Blocksteinen (falls diese Wasserkontakt und Frost aushalten?), dieser wird später nicht sichtbar sein, da das lose Gestein vor der Mauer wieder auf die Ursprungshöhe aufgeschüttet werden soll. 

Der zweite (sichtbare) Teil soll aus Natursteinen mit verschiedenen Maßen auf die Hohlblockmauer aufgemauert werden. Der Leerraum dahinter soll dann mit Schotter / kleinen Steinen aufgefüllt werden.

Für die Deckschicht habe ich mir gerade eine massive Betondecke mit Stahlgitter vorgestellt, eben um zu erwartende Bewegungen durch in der Mauer gefrierendes Wasser aufzufangen. Oder liege ich hiermit komplett falsch und die Platten sollten direkt auf eine Schotterschicht aufgemauert werden?

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Schachtmeister

Serves Womander, lese dir bitte nochmals den Text von Oi genau durch. Wenn ich deinen letzten Text durchlese, bist du immernoch im Heimwerkermodus. 

Dein Aufbau wird so nicht funktionieren. Das fängt bei der nicht bekannten Gründungsmöglichkeit an, geht über den Aufbau der Mauer weiter und hört bei der starren Bodenplatte auf. 

Frage bitte bei der für das Gewässer zuständige Organ nach was möglich ist. Danach wirst du ihnen aufzeigen müssen was du vorhast. 

Wenn sie hilfsbereit sind, werden sie dir Lösungsvorschläge geben. Darauf kannst du bauen. Dein Vorhaben geht in den Bereich Statik und aus diesem Bereich wird dir aus Haftungsgründen hier keiner eine Auskunft geben. So mal die örtlichen Gegebenheiten auch unbekannt sind. 

Eine Gründung auf Fels erfordert meist eine Verankerung oder Einbindung. 

Mal schnell schnell was bauen ist meist eh nicht von langem Wert. 

Lange Rede kurzer Sinn, frag bitte jemand aus der Umgebung, der die Örtlichkeit und Anforderungen kennt. 

Du darfst uns natürlich gern auf dem Laufenden halten. 

Achja Hohlblocksteine sind nicht wasserfest. 

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