19 Beiträge in diesem Thema

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Risiken gibt es beim bauen immer, in wie weit diese vorhersehbar sind, liegt in den Händen der Planung und Bauleitung.

Köln ist an sich ein schlechtes Beispiel, hier hat das Projektmanagement&Bauleitung alle Warnsignale ignoriert.

Es wurde zuviel Wasser angepumpt, was auch zuviel Sedimente mit sich führte, dazu anscheinend eine nicht plangemäße Ausführung der Stützwand.

Das Problem was heute sämtliche Großprojekte haben, ist der immense Kostendruck,

hier werden Kostenschätzungen politisch angepasst, damit das Projekt an sich erstmal politisch beschlußfähig wird, den Rest gibt es  dann später. 

Nur sitzen heute in großen GÜ/Baukonzernen schon komplette hochbezahlte Abteilungen die nur nach technischen Fehlern/rechtlichen Sachen suchen,

und das schon während der Kalkulation. Erst braucht man den Auftrag, dann gehts an die Nachträge.

Und wer steht dem gegenüber? Die Bauverwaltung der jeweiligen Stadt/Land/Bund oder der örtliche Verkehrsbetriebe.

Da diese mit der Bespaßung der selbst geschaffenen Bürokratie und Dokumentationsvorschriften schon ausreichend ausgelastet sind, werden Planungsleistungen/komplette Planungen an Ing-Büros outgesourced, und auch hier wird gern dem mindestbietendem Büro der Zuschlag erteilt.

 

 

 

 

 

 

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Geschrieben

Das ist wirklich schade, dass man die Kosten scheinbar vor die Sicherheit stellt, vielleicht nicht beabsichtigt, aber indirekt tut man es. Das mit der Lasertechnik in London unter diesem archäologischen Museum ist eine sehr gute Idee. Es gibt ja wohl überall Lösungen für, z.B. das Gebäude durch Betoneinspritzung wieder zu stützen.

London ist ja, was die Tunnelbohrung in nächster Zeit angeht, wieder voll ausgeplant. Crossrail (1) ist derzeit in Arbeit und Crossrail 2 ist in Planung.

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vor 16 Stunden, SirDigger schrieb:

Risiken gibt es beim bauen immer, in wie weit diese vorhersehbar sind, liegt in den Händen der Planung und Bauleitung.

Köln ist an sich ein schlechtes Beispiel, hier hat das Projektmanagement&Bauleitung alle Warnsignale ignoriert.

Es wurde zuviel Wasser angepumpt, was auch zuviel Sedimente mit sich führte, dazu anscheinend eine nicht plangemäße Ausführung der Stützwand.

Das Problem was heute sämtliche Großprojekte haben, ist der immense Kostendruck,

hier werden Kostenschätzungen politisch angepasst, damit das Projekt an sich erstmal politisch beschlußfähig wird, den Rest gibt es  dann später. 

Nur sitzen heute in großen GÜ/Baukonzernen schon komplette hochbezahlte Abteilungen die nur nach technischen Fehlern/rechtlichen Sachen suchen,

und das schon während der Kalkulation. Erst braucht man den Auftrag, dann gehts an die Nachträge.

Und wer steht dem gegenüber? Die Bauverwaltung der jeweiligen Stadt/Land/Bund oder der örtliche Verkehrsbetriebe.

Da diese mit der Bespaßung der selbst geschaffenen Bürokratie und Dokumentationsvorschriften schon ausreichend ausgelastet sind, werden Planungsleistungen/komplette Planungen an Ing-Büros outgesourced, und auch hier wird gern dem mindestbietendem Büro der Zuschlag erteilt.

 

 

 

 

 

 

Aber hat die öffentliche Hand irgendwas daraus gelernt?

Ich hatte schon oft Gesprächte mit Entscheidern zum Thema technisch- oder langfristig die bessere Lösung und immer wieder haben die mir die Frage gestellt: " wären sie bereit, für eine bessere Lösung höhere Steuern zu bezahlen? ". Damit war das Thema dann immer durch.

Ein großes Problem bei öffentlichen Aufträgen ist, das der Projekttopf, aus dem die Vorhaben finanziert werden, ein anderer ist, wie der die für die laufende Unterhaltung. Eine TCO Analyse, wie in der Industrie üblich, wird selten durchgeführt. Höchstens mal, wenn ein externer Berater hinzu gezogen wird.

Also versuchen alle Bieter auch weiterhin die billigste Lösung zu finden, um überhaupt durch die Tür zu kommen. Das mit den Nachträgen kenne ich natürlich auch, hier hat die öffentliche Hand aber in den letzten Jahren gelernt. Ich hatte oft Deckelungen drin, die das Margenaufbessern des Gesammtprojektes verhindern.

 

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Hier ein Video zum Stadtbahnbau in Bochum vor ein paar Jahren. Auch wenn das Video nicht die eigentliche Frage beantwortet, sind hier doch ein paar interessante Szenen dabei, die den Bau des Bahnhofs "Rathaus Süd" (und damit den aufwendigsten Bahnhof in Bochum) zeigen.

 

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