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Stehr Universal Grader SUG - Planieren mit Knick in der Schar

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Besser planieren?..der Trick mit dem Knick? natürlich von Stehr!

Grader gehören zu den ältesten Erdbaumaschinen. Der erste Grader wurde im Jahre 1876 von Champion in Amerika gebaut. Dieser wurde lange Zeit mit Pferden und später von Raupentraktoren gezogen.

Grader_alt.GIF


1921 wurde von der amerikanischen Rippel Corp. der erste Motorgrader entwickelt. Der erste Motorgrader in Europa war von der Fa. Frisch aus dem Jahre 1936. Die Funktion der Mittelschar ist bis heute gleich geblieben.
Dazu gehört die Schrägverstellung sowie das Kippen auf beiden Seiten. 138 Jahre dauerte es bis sich Jürgen Stehr, der für seine praxisnahen Entwicklungen bekannte ?Baumaschinentüftler? aus dem hessischen Vogelsbergkreis Gedanken darüber machte, dass da noch was besser gehen muss. Seine aktuelle Entwicklung heißt Universal Grader SUG (Stehr- Universalgrader¬) - ein neuartiges Planierschild, das sowohl als
Anbaugerät hinter Schleppern oder ähnlichen Zugmaschinen dient, oder als auch die Standardschar am selbstfahrenden Grader ersetzen kann. Auslöser für die bereits zum Patent angemeldete Neuentwicklung war die Beobachtung von Jürgen Stehr auf einer Autobahnbaustelle. Bei einer Vorführungen seines neuen Anbauverdichters am Radlader zeigte sich, dass der Verdichtungsvorgang viel schneller als der Planiervorgang mit einem Grader durchgeführt wurde. Das geschah weil die für einen gleichmäßigen Materialauftrag erforderliche Materialfüllung vor der Schar nicht immer sichergestellt war: entweder läuft überschüssiges Material seitlich an der Schar ab und bleibt als Grat liegen, oder es fehlt es an anderer Stelle. Deshalb sind für eine ordentliche Feinplanierung immer mehrere Grader-Überfahrten nötig - und diese kosten Zeit! Durch das viele hin und her bewegen des Materials erfolgt außerdem eine Entmischung und eine Austrocknung des Materials -dadurch ist eine nachfolgende optimale Verdichtung nicht möglich. Dieser Effekt tritt ganz besonders bei Wald- und Feldwegen auf, deren Dachprofil häufig mit einem Anhängegrader am Schlepper angelegt wird. Stehr hat daraufhin seinem Graderschild einfach eine neue Kinematik verpasst,

Stehr_SUG_40_Collage.jpg


in dem sich ein Innenrohr in einem Außenrohr verschiebt. Durch das Verschieben kann das Schild in sämtliche Richtungen sowohl gerade, in beide Richtungen schräg, V-förmig nach vorne offen oder geschlossen verstellt werden. So wird abgetragenes Material entweder in der Mitte gesammelt und zentral vor der Schar mitgenommen, oder es läuft sofort zu beiden Seiten ab. Ein ganz besonderer Nebeneffekt der Knickschar stellt sich ein, wenn in V-Stellung der Anlenkpunkt der Scharkinematik angehoben oder abgesenkt wird. Dann erzeugt die Schar bereits in einem Übergang ein sauberes Rinnen- oder Dachprofil, was im Land-und Forstwirtschaftlichen Wegebau ausdrücklich gefordert ist. Und das alles mit einer unglaublichen Geschwindigkeit. Aber auch das übliche Feinplanieren geht mit dem Stehr-Patent deutlich leichter und schneller - der umtriebige Firmenchef spricht von einer Revolution bei der Planierung, da bei manchen Einsätzen dies bis zu fünfmal schneller zum Ergebnis führe als mit dem herkömmlichen Equipment! ?Ganz einfach, weil zahlreiche Überfahrten wegfallen, die nicht nur Zeit kosten, sondern auch unnötige Betriebsstunden auf den Zähler bringen und damit auch eine Menge Sprit kosten, mehr schädliche Abgase und enorm mehr CO² erzeugen? so Jürgen Stehr. Das besondere bei der Stehr-Erfindung ist, dass alle bekannten Grader mit der neuen Schar nachgerüstet werden können, ohne neue Hydraulikfunktionen zu installieren. Sämtliche vorhandenen Hydraulikzylinder und die bekannten Anlenkpunkte werden genutzt. Der 4m breite Schar kann für die Transportstellung auf 2.5 m zusammengeklappt werden.

WP_20150122_12_02_46_Pro.jpg



Nach den ersten Vorführungen vor Baupraktikern konnte Stehr bereits ein enormes Interesse für seine neueste Entwicklung registrieren. Diese war angebaut an einem HBM 160 TR-4 Grader, der sogar noch zusätzlich mit dem neuen Stehr-Plattenverdichter SBV 80 HC 3 ausgerüstet war. Die ersten neuen Knickschilder werden bereits an Kundenmaschinen montiert.


Edit von Bauforum24: Titel geändert

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Graderfan
Danke für diesen Bericht, diese Knickschar ist eine interessante Idee! Gibt es davon auch ein Video? Detailaufnahmen vom Knickbereich hinten z.B. würden mich auch sehr interessieren. bearbeitet von Graderfan

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Ralf 730
Hallo,
tolle Erfindung Herr Stehr, ist mit diesem Schar auch noch GPS, ATS Steuerung möglich. Ich denke eher nicht da zu viele bewegliche Teile oder?
LG Ralf

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Stehr
hallo Graderfan

wir haben am 22.1. dies das 1. Mal in der Öffentlichkeit vor einem Fachpublikum gezeigt . Alle waren von dieser Idee begeistert. Einige Bestellungen für Umbauten an vorhandenen Gradern liegen uns schon vor. Ich stelle morgen mal eine Animation ein. Wir wollten eigentlich Heute einen Produktfilm drehen... aber das Wetter
Jürgen Stehr

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Graderfan

Alle waren von dieser Idee begeistert.

Kann ich mir gut vorstellen smile.gif Vor allem macht sowas den Grader noch flexibler einsetzbar. Ich denke mir mal, man kann z.B. durch das Einklappen auch dadurch schmälere Flächen besser bearbeiten (wie z.B. Wege-/Straßenränder oder erstellen von schmalen Wegen)?
Was halt dann aber fehlt, wäre die sonst übliche Verschiebemöglichkeit der Schar nach links oder rechts (zumindest erkenne ich auf den Bildern keine Funktion dafür, EDIT: Noch mal genau angeschaut... ich vermute, dass es evtl. mit den beiden gelben Kolbenstangen an der Schar möglich ist?) bearbeitet von Graderfan

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