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Probleme mit Grenzlastregelung Atlas 1004 AWE4


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Geschrieben (bearbeitet)

Hallo miteinander! 

Ich bin in diesem tollen Forum bereits seit einiger Zeit registriert, war jedoch bisher nur stiller Mitleser. 

 

Nun habe ich ein Problem an unserem Bagger, einem Atlas 1004 Bj. 98, schon der "neuere" 1004 mit AWE 4 Steuerung und 20500 Betriebsstunden. Der Motor ist noch der erste, ein luftgekühlter Deutz BF4L1011. Die Verstellpumpe (Linde) ist vor ca. 2000h gegen eine neue getauscht worden. 

Außerdem habe ich in der Vergangenheit an dem Bagger bereits diverse Reparaturen durchgeführt, u.a. wurden Ventilschaftdichtungen, Kippehebel u. Kipphebelböcke, Schläuche, ... getauscht. Zuletzt, vor 2 Wochen habe ich noch das Fahrpedal abgedichtet und die kleine Tandempumpe für den Vorsteuerdruck sowie die Lenkung ausgetauscht. Nach dieser Reparatur hat der Bagger noch ca. 3 Bh tadellos funktioniert, es waren keine Probleme feststellbar. Danach kam es zu folgendem Problem: Die Verstellpumpe wird nicht ausgeschwenkt, bzw erst ab einer sehr hohen Motordrehzahl. Vorher konnte man locker mit Halbgas (oder weniger)  fahren und Baggern, jetzt geht es erst, wenn man mit dem Handgas den grünen Bereich deutlich verlassen hat, so wie auf dem Foto: IMG-20260103-WA0019.thumb.jpg.9f22e61ac5db73483596d0531c8c2281.jpg

Die Hydrauliköltemperatur, Motortemperatur usw spielen dabei keine Rolle. Der Fehler ist sprunghaft, sobald eine Motordrehzahl "X" unterschritten wird, wird die Pumpe nicht mehr ausgeschwenkt. (Bewegt man also den rechten Joystick in Richtung "Arm heben", passiert nichts. Gibt man jetzt immer mehr Gas, gibt es genau eine Stelle, wo dann auf einmal alles schlagartig funktioniert. Die Vorsteuerung bzw Ansteuerung der Ventile funktioniert, alles was mit Schwerkraft geht, z.B. Arm oder Verstellausleger runter, geht über die Joysticks ganz normal. Wenn kein Löffel angebaut ist, lässt sich auch der Löffelzylinder ein u. ausfahren, zwar ganz langsam, aber es geht. Daher bin ich relativ sicher, dass die Verstellpumpe auf Minimalförderung steht, und sich leichte Sachen, (wie der Löffelzylinder) mit dem Ruhedruck bewegen lassen. Den Hauptarm etc kann man nur Richtung Erdboden bewegen - wieder rauf geht's erst, wenn man richtig viel Gas gibt. 

Soviel zum Problem. In Sachen Fehlersuche war ich natürlich nicht untätig, und habe bereits diverse Sachen überprüft: 

1. Vorsteuerdruck gemessen, zunächst lag der Verdacht nahe, das irgendwas mit der kürzlich getauschten Vorsteuerpumpe nicht stimmt, ebenfalls der Druckfilter in der Vorsteuerleitung wurde ausgebaut, überprüft und gereinigt wieder eingebaut. Der Vorsteuerdruck ist absolut konstant, egal welche Motordrehzahl. 

2. Gaszug am Motor ausgehangen, und mit dem Gashebel in der Kabine trotzdem Vollgas gegeben. Im Gashebel ist ja noch ein Poti o.ä., welches ich in Verdacht hatte. Ergebnis: Der Fehler blieb wie vorher, erst wenn man am Gasgestänge vom Motor händisch richtig viel Gas gegeben hat, konnte wieder gebaggert werden. 

3. Den Drehzahlsensor am Starterkranz habe ich ausgebaut und gereinigt. Die Kabel habe habe ich überprüft und an einer brüchigen Stelle voneinander isoliert. 

IMG-20260103-WA0017.thumb.jpg.c250b8423e8d41b68b25f675b056bdb2.jpg

4. Den Bagger habe ich testweise auf "Notbetrieb" gestellt. Dazu muss ein Kugelhahn umgelegt werden, und der Stecker vom Grenzlastregelventil abgezogen werden. Im Notbetrieb ist lt. Atlas die Verstellpumpe maximal ausgeschwenkt. Ergebnis: Funktioniert! Im Notbetrieb kann auch wieder mit wenig Gas gefahren werden, wenn auch eher unschön, außerdem lässt sich der Motor im Notbetrieb abwürgen. 

5. Den Kugelhahn für den Notbetrieb habe ich wieder zurückgedreht, den Stecker vom Grenzlastregelventil jedoch abgelassen. Auch hier lässt sich der Bagger eher ruppig fahren und abwürgen, jedoch auch bei wenig Gas. 

Ich vermute daher, das etwas mit der Grenzlastregelung nicht stimmt. Die Kontrolllampe/Störungslampe "GLR" im Bedienfeld leuchtet auch, das ist jedoch schon so, seit wir den Bagger haben. Bisher hat mich das auch nicht gestört, hat ja alles funktioniert. An der Elektronikbox (Linde) hinter dem Sutz gibt's 8 Störungs-LED's. Von diesen leuchtet keine. Früher nicht, und jetzt auch nicht. Ziehe ich z.B. am Drehzahlsensor den Stecker ab, geht LED 1 an, was lt. Atlas Unterlagen für einen Fehler am Drehzahlsensor steht. 

6. Ich habe den Drehzahlsensor einfach mal aus dem Motor gezogen, und den Bagger laufen lassen. In diesem Fall wurde die Verstellpumpe wieder angesteuert, jedoch die Ventile nicht mehr. Bedeutet, wenn man einen Joystick bewegt hat, kam zwar dieses typische jaulende Pumpengeräusch, jedoch bewegte sich dabei nichts. Dies war auch unabhängig mit wie viel Gas der Motor lief. 

 

Was mir sonst noch aufgefallen ist: 

Wo es mit dem Problem vor zwei Wochen losging, wurde der Fahrantrieb merklich schlechter. Ganz taufrisch ist der Fahrmotor ohnehin nicht mehr, und die niedrige Endgeschwindigkeit von ca. 15km/h habe ich wie auch den schlechten "Anzug" bis dato auf die hohe Betriebsstundenzahl geschoben. Im Notbetrieb fuhr der Bagger jedoch mit viel mehr Kraft als sonst an, auch die restlichen Funktionen fühlten sich im Notbetrieb so an, als wenn die Pumpe viel mehr Leistung hätte. Kann es eventuell sein, dass in den ganzen letzten Jahren die Grenzlastregelung schon immer eingegriffen hat, da z.B. eine falsche Motordrehzahl gemeldet wurde, und dieses Problem nun schlimmer geworden ist? 

Würde es Sinn machen, den Drehzahlsensor auf Verdacht zu tauschen? 

Ich habe gehört, das wenn der Anlasserkranz verschlissen ist, der Drehzahlsensor auch falsche Werte liefert, bzw die Steuerung falsche Drehzahlen errechnet. Ist da was dran? 

Wonach kann ich noch schauen? 

Falls jemand Unterlagen zum Bagger hat, bin ich durchaus interessiert. 

 

Besten Dank 

VG Hannes

bearbeitet von Drehmomentapostel

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Geschrieben

Guten Morgen ,

Als ich noch bei Atlas gearbeitet habe , hatte ich ein Tool welches man zwischen den drehzahlsensor einbauen konnte und dann mit der Korrekten Zähnezahl am Starterkranz den Das Drehzahlsignal messen konnte .

Es gab einige Fälle wo der Starterkranz so verschlissen war das der Indultivgeber das Signal nicht mehr Sauber messen konnte .

Ich würde vorschlagen das du den Sensor demontiert und den erstmal reinigst .

Danach gehst du mit einem Endoskop hinein undprüfst den Kranz .

Am besten das Signal mit einem Oziloskop messen und prüfen ob das Signal zusammenbricht .

Und Was natürlich auch etwas bringen kann ist das so genannte Tech in.

Das ist der Einlernprozess bei dem Lindesystem . Es wird mittels Taster der an die Diagnosebuchse angeschlossen wird ein Einlernvorgang mit den ganzen Kennlinen durchgeführt .  
Am besten rufst du mal durch wenn du mehr dazu wissen willst 

015202634065

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