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Tarifrunden - Infos


SirDigger

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...wenn ich sehe, was bei uns hier (A93, Nordbayern) jeden Montag Morgen aus den östlichen neuen Bundesländern nach Südbayern durchrollt und ab Donnerstag Abend / Freitag wieder zurück... das ist ein Witz.

Da ist aber wirklich jedes Gewerk dabei... im Osten gibt keine / weniger Aufträge, die wohl vergleichsweise eher schlecht bezahlt werden... daher hat man in den Tarifverträgen auch die Unterscheidung, dass im Osten niedrigere Löhne bezahlt werden.

Aber dann kommt der große Betrug auf dem Rücken der Arbeitnehmer und der unter Tarifvertrag West fallenden Mitbewerber... bezahlt wird nach Tarif Ost und gearbeitet wird im Westen, wobei die Arbeitnehmer von ihren Firmen noch wöchentlich mehrere 100km quer durch Deutschland gescheucht werden.

@SirDigger hat vollkommen Recht, wenn er sich über diese Wettbewerbsverzerrung aufregt. So wie das läuft sollte die Unterscheidung nach "Ost" & "West" endlich aufhören und die Ost-Firmen ihren Arbeitnehmern die gleichen Löhne zahlen. 

Alternativ sollte nicht der Firmenstandort sondern der Arbeitsort / die Baustelle maßgeblich sein nach welchem Tarifvertrag die Löhne zu zahlen sind. Und außerdem sollten -ist ja zudem auch in der aktuellen Umweltdebatte ein Thema, wenn tausende Arbeitnehmer wie blöde Kilometer schrubben- die Arbeitswege / die Fahrzeiten endlich voll entlohnt werden... damit die Firmen einen Anreiz haben Anfahrtszeiten / Strecken möglichst kurz zu halten.

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Wer sind eigentlich die Ostfirmen ?

Häufig die großen Westfirmen mit Ostniederlassung.

Und die Steuern werden am Hauptsitz fällig.

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Für den Sachverhalt, dass Mitarbeiter, Arbeiter zu Tariflohn "Ost" angestellt nicht in den neuen Bundesländern arbeiten sondern Woche für Woche -was der zu beobachtende Wanderzirkus auf den Autobahnen beweist- in den Westen fahren um dort lukrativere Aufträge zu bearbeiten ist es eigentlich nicht relevant wer diese Firmen im einzelnen sind. Da sind "West-Firmen" mit einer Niederlassung mit schlechter nach Tarif "Ost" bezahlten Niederlassung in den neuen Bundesländern genauso mit dabei... mit zu verurteilen.

Da könnte man sich z.B. einfach mal an die Autobahnen der Hauptrouten stellen und die Kolonnen von Firmenfahrzeugen -meist typische Montagebusse Sprinter, VW-Transporter, LKWs, usw.- erfassen... da ist nach dem was ich jeden Montag sehe, wenn ich mich zu diesem Wanderzirkus für die paar Kilometer auf die A93 quetschen muß alles dabei, Leute von der Ostniederlassung irgendwelcher West-Firmen, Firmen deren Namen hier vollkommen unbekannt sind bis runter zum kleinen Handwerksbetrieb.

Viele davon sind auch den Gewerken Elektriker, Haustechnik, irgendwelche allgemein gehaltenen Gewerksbezeichnungen, wie Montage... usw.

Aber wie gesagt, wer da hinter steckt und wer diese Firmen letztendlich sind ist für den Sachverhalt nicht relevant... es geht darum, dass gut auskömmlich bezahlte Aufräge mit niedriger / schlechter bezahltem Personal bearbeitet werden und man dabei mit Firmen, die an Tarif "West" gebunden sind mit diesem niedrigeren Lohnniveau "Ost" in Konkurrenz tritt... und dabei den Wettbewerb verzerrt.

Wobei die Arbeitnehmer, die in den neunen Bundesländern angestellt sind neben der Kröte der niedrigeren Löhne auch noch die Kröte dieses Wanderzirkuses, welcher quasi unbezahlt in deren Freizeit stattfindet zu schlucken haben.

Daher -ich wiederhole mich- müßte entweder statt des Firmensitzes / Anstellungsortes immer der Arbeitsort für die Einstufung nach welchem Tarifvertrag "Ost" oder "West" zu bezahlen ist ausschlaggebend sein... d.h. der Arbeiter, der bei einer Firma in den neuen Ländern angestellt ist aber "auf Montage" im Westen arbeitet / lukrativere Westaufträge ausführt soll auch zu Tarif "West" bezahlt werden.

Oder noch besser diese Unterscheidung von Tarif "West" / "Ost" sollte endlich fallen gelassen werden -die Wende ist jetzt über 30 Jahre her-, so dass auch der Mitarbeiter in den neuen Bundesländern den gleichen Lohn erhält, wie sein Kollege im Westen... sind die Leute in den neuen Bundesländern Menschen 2. Klasse oder irgendwelche "Arbeitssklaven"?

Dazu eine Entlohnung während / für die Zeit / Arbeitszeit, welche diese Mitarbeiter auf der Straße sind um den Arbeitsort zu erreichen.

Es ist nämlich durchwegs zu beobachten, dass das Lohngefälle und die schlechteren Arbeitsbedingungen dort ausgenutzt werden um billiger zu arbeiten zu lassen, billiger zu produzieren... und das ist z.B. nicht nur bei BMW mit seinem Werk in Leipzig so. Wir haben z.B. unsere verbrauchte, abgenutze Schalung -Doka Framax- zum Putzen & Aufarbeiten, Schalhäute wechseln nach zufälligerweise auch Leipzig geschickt... http://knaak-schalung.de/GermanGermany/profil.php ... so ne typische Drecksarbeit, die man im Osten macht oder von schlechter bezahltem "Ost"-Personal machen läßt.

Auch in der Transportbranche bei den Spediteuren ist zu beobachten -an den Kennzeichen der hier rumfahrenden LKWs zu erkennen-, dass da ein überproportioneller Anteil in den neuen Bundesländern niedergelassen ist... klar, da sind die Arbeitsbedingnungen schlechter, da findet man leichter Fahrer die zu den niedrigen Löhnen fahren.

Edited by Aka
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Ich habe jetzt erst wieder gelesen, das in Thüringen 80% der Baufirmen Garnicht Tarifgebunden sind.

Also zählt für die der Tarifabschluss auch nicht , egal ob Ost oder West. Wie kann das eigentlich sein???

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vor 59 Minuten, JulianLandgraf schrieb:

Ich habe jetzt erst wieder gelesen, das in Thüringen 80% der Baufirmen Garnicht Tarifgebunden sind.

Also zählt für die der Tarifabschluss auch nicht , egal ob Ost oder West. Wie kann das eigentlich sein???

Tarifgebunden sind ja nur die Arbeitgeber, die Mitglied in den entsprechenden Arbeitgeberverbänden sind, oder selbst mit Gewerkschaften einen Tarifvertrag für ihr Unternehmen aushandeln. Das scheint in Thüringen dann im Baugewerbe nur ein kleiner Teil zu sein.

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