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4 Türme eines Zementwerks in Rekordzeit geschalt

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Die Italcementi Group ist mit einer jährlichen Produktionsmenge von 72 Millionen Tonnen Zement und über 60 Zementwerken in 22 Ländern der fünftgrößte Zementproduzent weltweit. Um die Produktivität seiner Werke zu steigern und gleichzeitig die Emission von Schadstoffen zu reduzieren investiert der Zement-Riese laufend in die Modernisierung seiner Produktionsstandorte.

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Um einen zügigen Wechsel der Arbeitsplätze zu gewährleisten waren
die Arbeitsbühnen der Selbstkletterschalungen über Stege miteinander
verbunden.


Aktuelles Beispiel dafür ist das Zementwerk von Italcementi im süditalienischen Matera. Herzstück der umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen ist hier die Installierung eines vertikal angeordneten Drehrohrofens für die Herstellung von Zementklinker. Eine Kombination aus vier 90 m hohen Ortbetontürmen und einem massiven Stahlfachwerk bildet dabei die Tragkonstruktion für den großvolumigen Zylinder des Drehrohrofens. Der Einsatz der Doka-Selbstkletterschalung SKE 50 sorgte bei diesem Bauvorhaben für den Baufortschritt.

Zwei dieser Türme dienen darüber hinaus zur Erschließung der neuen Produktionsanlage und sind daher mit einem rechteckigen Grundriss und einem Treppenhaus-Schacht ausgeführt. Die gegenüber positionierten Türme verfügen ausschließlich über eine tragende Funktion und sind deshalb als massive Wandscheiben mit einem C-förmigen Querschnitt konzipiert. Der bauausführende Generalunternehmer Si.Ste.Ma Costruzioni hat sich aufgrund der positiven Erfahrungen bei einem ähnlich gelagerten Projekt für eine selbstkletternde Schalungslösung von Doka entschieden. Für die Errichtung der vier, in jeweils 20 Betonierabschnitte unterteilte, Türme standen insgesamt 48 Konsolen der Doka-Selbstkletterschalung SKE 50 und 680 m² Doka-Trägerschalung Top 50 im Einsatz. Damit wurden mehr als 3.400 m³ selbstverdichtender Beton in Form gebracht. Dank der bereits bestehenden Erfahrungen in der fachgerechten Montage und Handhabung der Selbstkletterschalung sowie der Unterstützung durch einen erfahrenen Doka-Richtmeister zu Beginn des Schalungseinsatzes, konnte die Baustellenmannschaft von Polier Giancarlo Pellegrini einen rekordverdächtigen Drei-Tages-Takt für die 4,5 m hohen Betonierabschnitte erzielen. Teilweise wurden auch zwei Betonierabschnitte in lediglich fünf Tagen fertiggestellt.

?Die Selbstkletterschalung SKE 50 hat mich in punkto Sicherheit und Handhabung nachhaltig überzeugt. Dank der leistungsstarken Hydraulikzylinder haben wir die großen Schalungsverbände in wenigen Minuten absolut sicher in den nächsten Betonierabschnitt geklettert und im Anschluss daran sofort wieder einschalen können. Darüber hinaus bieten die breit dimensionierten Arbeitsbühnen ausreichenden Manipulationsraum zum Ausschalen und Reinigen", bringt Polier Giancarlo Pellegrini die Vorteile der leistungsstarken Doka-Selbstkletterschalung auf den Punkt.

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Mit der Doka-Selbstkletterschalung SKE erzielte die erfahrene
Baustellenmannschaft von Si.Ste.Ma Costruzioni einen Drei-
Tages-Takt für die 4,5 m hohen Betonierabschnitte. Unter
günstigen Bedingungen konnten auch zwei Betonierabschnitte
innerhalb von fünf Tagen fertiggestellt werden.


Wesentlichen Anteil an diesem zügigen Baufortschritt hatte darüber hinaus ein von den erfahrenen Projekttechnikern der Doka Italia entwickelter Arbeitsablaufplan, der in jeder Phase des Schalungseinsatzes einen wirtschaftlichen Baufortschritt sichergestellt haen soll. Um aufeinander abgestimmte Arbeitstakte zu erzielen, wurden die vier Türme in zwei von einander unabhängige Klettertakte unterteilt. Die beiden Türme des ersten Bauabschnitts wurden ebenso wie die Türme des zweiten Bauabschnitts parallel zueinander, jedoch um einen Betonierabschnitt vorauseilend, nach oben geklettert.

?Durch diese Taktung ist es uns gelungen, die Schalungs- und Bewehrungsarbeiten optimal aufeinander auszurichten und den Baufortschritt insgesamt zu beschleunigen", unterstreicht Polier Giancarlo Pellegrini. Um dabei einen schnellen Wechsel zwischen den Arbeitsplätzen für die Baustellenmannschaft sicher zu stellen, wurden die vier Türme über Stege ? sogenannte Catwalks ? miteinander verbunden. Dank dieser Lösung war lediglich ein Bauaufzug für die Erschließung der Türme erforderlich. Diese Catwalks wurden von Doka ursprünglich für Selbstklettereinsätze bei Brückenpylonen entwickelt und sind direkt mit den Hauptarbeitsbühnen der Selbstklettergerüste verbunden. Der Höhenunterschied zwischen den beiden vorauseilenden Türmen und dem einen Betonierabschnitt nachlaufenden Turm-Paar wurde mit einem vertikal beweglichen Catwalk überbrückt.

?Durch den Einsatz dieser Catwalks waren die Selbstkletterschalungen der vier Türme über die gesamte Rohbauphase permanent miteinander verbunden. Ein Riesenvorteil ? vor allem, wenn man die Bauhöhe von 90 m berücksichtigt. Die Alternative wären vier Bauaufzüge gewesen, aber das ist wirtschaftlich nicht tragbar", unterstreicht Giancarlo Pellegrini den Mehrwert dieser für die Entlastung der Baustellenlogistik ausschlaggebenden Lösung.

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Herstellerlink: www.doka.com

(Foto: Doka)

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