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Bauforum24

Video: Forschungsprojekt zu Kraftstoffeffizienz bei Baumaschinen

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eraser2704
Dass die Anwender und die Hersteller einen genormten Vergleichstest brauchen steht außer Frage. Die Kritik wendet sich gegen die hier dargestellte Methodik, die zu vollkommen praxisfremden Testzyklen führt. Das würde ähnlich wie im Automobilsektor dazu führen, dass die Hersteller nicht mehr allein darauf optimieren können, den Verbrauch in der Praxis zu senken, sondern Kompromisse eingehen müssen, um auch im fehlgeleiteten Normzyklus gut abzuschneiden.

Ich beziehe mich hier nicht auf das hier gezeigte Video, sondern den hier gezeigten Vortrag: http://forum.bauforum24.biz/forum/index.php?showtopic=69557


Beispiel Radlader: Hier wird vorgeschlagen einfach in den Haufen reinzufahren, einzukippen und wieder zurückzusetzen mit dem Ziel, den Fahrereinfluss rauszunehmen. Dabei wurde schon vielfach gezeigt, dass das die ineffizienteste Art ist die Schaufel zu füllen. Warum sollten die Hersteller also in Zukunft darauf ihre Hydrauliksysteme, Kinematiken oder Schaufelgeometrien optimieren? In der Praxis sind geringe Verluste bei überlagerten Bewegungen aus Hub- und Kipphydraulik bzw. Fahrantrieb notwendig, um einer idealen Grabkurve zu folgen. Nur brauche ich dazu einen ganz andere Systeme und Komponenten als für den hier favorisierten Test, was zu den oben genannten Zielkonflikten und Kompromissen in der Entwicklung und damit Nachteilen für den Endanwender in der Praxis führen wird.

Der Radlader hat dabei immerhin Materialkontakt, für den Bagger wird vorgeschlagen Gewichte durch die Luft zu heben. Das Ergebnis ist das Gleiche wie oben beschrieben. Aus der Branche der Hydraulikzulieferer ist seit Längerem bekannt, dass man zwei Hydrauliksysteme, z.B. für einen Bagger, nicht vergleichen kann, indem man beiden Baggern eine Sollbewegung im Raum vorgibt, da es ja nach System eine andere optimale Betriebsart gibt um von A nach B zu kommen. Der einzig faire Vergleich ist daher, für beide Systeme zunächst diese unterschiedlichen, optimalen Betriebsarten zu finden um die gegebene Arbeitsaufgabe zu erfüllen und diese beiden gegeneinander antreten zu lassen. Es geht somit zwangsläufig schief, sobald man feste Bewegungen vorgibt.

Mein Vorschlag ist daher, den Fahrereinfluss ganz bewusst drinnen zu lassen und reale Aufgaben vorzugeben, z.B. eine gewisse Menge von Material X an Position A aufzunehmen und nach Position B zu bringen (mehrere Zyklen, gerne mit definiertem Untergrund, Material, Auskipphöhe usw., aber keine Vorgaben der Maschinenbewegung). Mit einem Radlader mit Wandlerantrieb, Hydrauliksystem X und Kinematik Y muss ich hierzu um möglichst wenig zu verbrauchen ganz anders fahren im Vergleich zu einem Radlader mit hydrostatischen Antrieb, Hydrauliksystem K und Hubkinematik J. Wenn beide Systeme aus (Werks-)Fahrer und Maschine ihre optimale und unterschiedliche Art gefunden haben diese Aufgabe mit minimalem Verbrauch zu meistern, erst dann macht es Sinn die beiden Verbräuche zu vergleichen.

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