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Ibrakadabra18

Auswahl Mauerwerk beim Hausbau? KS, WDV, Poroton?

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ViperGF33
Hallo

Nu mach ich mal meinen Senf dazu.

Jede der 2 Möglichkeiten haben Ihre Vorteile/Nachteile es gibt auch andere Varianten, die man in die Überlegungen werfen sollte. Holz ist auch schon gefallen. Porenbetonsteine wären auch noch da, oder ganz anners ich sag immer "Legosteine" dazu. aussen Dämmmaterial und innen Leichtbeton. es sind also nicht nur die fragen zu bedenken, was sind die Primärkosten, sondern auch die Secondärkosten zu betrachten. Man muss Wissen was der Geldbeutel beim Bau in sich hat, sondern, was hat der Geldbeutel noch nach dem Bau, wie möcht ich heizen was wie und wo.

Jeder Bauhandwerker hat so sein Lieblingsbaustoff und wenn Du 10 Fragst, wirst du auch 10 wirklich gute Argumente hören für den jeweiligen Baustoff.

Für Dich muss die Frage vorher lauten, was ist mir wichtig?

Niedrige Baukosten, hohe Folgekosten - Hohe Baukosten, niedrige Folgekosten. Wo bau ich? will ich grün bauen usw. Je mehr Fragen du im vorfeld beantworten kannst, um so einfacher wird ne Aussage sein.

Denn Manchmal ist teures Bauen billiger, als billiges Bauen mit teuren Folgen.

Ich gehöre zb der Fraktion an; KS + Dämmsystem und Verblendmauerwerk und als Dachform Krüppelwalm mit Betondachsteine.

Viel Spass beim Nachdenken

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s 651
Ich gebe zu ,von Mauersteinen hab ich wenig Ahnung. Allerdings beschäftige ich mich auch mit Hausbau. Von zwei Firmen hab ich ein Angebot erhalten .1.Kalksand + Dämmung+Belüftung, 2.Porrenbeton . Ich wollte Kalksand als Mauerstein ohne Dämmung , da ich ein Haus haben möchte , daß atmen kann aber angeblich geht das nicht wegen der Wärmeschutzverordnung . Vor allem mit der Belüftung hab ich meine Probleme ,da meine Frau auf Zugluft empfindlich ist. Zusätzlich müssen die Räume höher sein da die Belüftung auch Platz braucht und Strom braucht die Anlage ja auch .Bis jetzt bleibt mir nur der Porenbetonstein oder kennt jemand noch andere Alternativen .

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Aka
Beim heutigen Stand der Technik bzg. Dämmwerten und Luftdichtigkeit wird eine Wohnraumlüftung eigentlich bei jeder Konstruktion benötigt. Hier gibts nur die Entscheidung, ob zentrale Lüftungsanlage oder dezentrale Lüftungsgeräte.
Eine Lüftungsanlage (egal ob zentral oder dezentral) ist auch bei der Berechnung gem. EnEV ein Punkt der sich wegen der Wärmerückgewinnung (Kreuzwärmetauscher) positiv bei der Energiebilanz auswirkt.

Bauherrn die bewußt auf eine (Zwangs-)Lüftung verzichten wollen lassen wir dafür unterschreiben um im Fall des Falles (z.B. bei Feuchtigkeitsproblemen) aus der Haftung raus zu sein.


PS: KS-Mauerwerk ohne WDVS - jepp das glaube ich auch, dass das nicht funktioniert. Was man noch machen könnte wäre eine diffusionsoffene Dämmung (z.B. Mineralwolle,...etc.) und davor eine hinterlüftete Fassade oder ein diffusionsoffenes WDVS (z.B. Mineralschaumplatten)

Am besten mal mit einem vernünftigen freiberuflichen Architekten reden, keinen der auf der Gehaltsliste eines Bauunternehmers steht und keinen "Entwerfer", sondern einen Techniker der im Bereich der Bauphysik fit ist.

Obwohl ich beruflich auf der anderen Seite stehe kenne ich auch die andere Seite und weiß wieviel Mist im Baubereich passiert, daher rate ich jedem der nicht selbst entsprechend Ahnung hat zu einem (freien vom Bauunternehmen unabhängigen bzw. vom Bauherrn beauftragten) Architekten, der im Bereich der Bautechnik fit ist, damit eine Bauüberwachung im Sinne des Bauherrn stattfindet. Edited by Aka

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s 651
Hallo Aka ! Ich danke dir für deine Auskunft . Leider verstehe ich nur die Hälfte . Was verstehst du unter dezentral und was ist deiner Meinung nach besser. Zu unabhängige Architekten kann ich nur staunen denn jede Baufirma hat einen festen Architekten und jeder Architekt hat eine feste Baufirma. Bis jetzt bin ich ziemlich verwirrt denn ich habe Angst einen Fehler zu machen , den man später bereut und ausführliche Beratung vermisse ich auch , denn jeder will so viel wie möglich verbauen denn umso teurer umso mehr Gewinn bleibt übrig. Ich werde mir aber noch Angebote von anderen Baufirmen einholen . Zur Zeit liegen die Angebote bei rund 250 000 Euro für ein normales Eigenheim mit Nebengebäude . Dafür muss eine alte Frau lange stricken.

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Aka
Bei einer zentrale Lüftungsanlage hast Du ein Lüftungsgerät z.B. im Dachraum und es werden Leitungskanale zu jedem Raum gezogen. Bei einer dezentralen Lüftung sind das jeweils einzelne Geräte die entweder vollkommen unabhängig irgendwo im Außenmauerwerk platziert werden oder oft sind das Geräte die sich im Bereich der Fenster / Fensterlaibung befinden.

Zu den unabhängigen Architekten... genau das ist das Problem. Man geht zu einer Baufirma, die stellt ihren Architekten vor, der dem Bauherrn Honig ums Maul schmiert, die Hütte plant und scheinbar alles schön professionell überwacht. Das Problem dabei ist nur ... wessen Brot ich eß, dessen Lied ich pfeif.
Da wird dann so maches im Sinne des Bauunternehmers hingepfuscht, ob das irgendwelche Mängel sind die man hinkaschiert, so dass die Hütte grad so über die Gewährleistung kommt. Oder ob dem Bauherrn zu irgendwelchen Sachen geraten wird die einzig dem Wohle der Baufirma dienen... ich sitze selbst an einer entsprechenden Position, so dass ich weiß wie so etwas läuft.
Als Laie würde ich nie nur mit einem abhängig beschäftigen Fachmann/Architekten an der Seite und einer Baufirma ein Haus bauen.

Der normale Weg ist eigentlich, dass man sich einen Architekten sucht, den man als Bauherr selbst beauftragt - der damit Deine Interessen als Bauherr vertritt. Der plant die Hütte, legt entsprechende Kostenschätzungen vor, prüft die Finanzierung,... da ist noch lange keine Baufirma im Spiel.
Wenn dann das alles steht, die Baugenehmigung da ist... kommen wir irgendwann zur Leistungsphase 6. Vorbereitung der Vergabe, einschließlich Ermitteln der Mengen und Aufstellen von Leistungsverzeichnissen (LV) und 7. Mitwirkung bei der Vergabe inklusive Kostenanschlag.

Das ist der Punkt, wo die Baufirmen ins Spiel kommen und ihre Angebote (ausgefüllte Leistungsverzeichnisse) abgeben. Die werden dann von Deinem Architekten unabhängig bzw. in Deinem Sinne geprüft, bewertet und letztendlich hilft Dir Dein Architekt mit einer entsprechenden Beratung bei der Vergabe des Auftrags an die Baufirma bzw. auch die übrigen Gewerke.

Normalerweise ist es am Bau ein Spiel zwischen Dir als Auftraggeber und einer Baufirma als Auftragnehmer.
Und weil man als Bauherr selten die entsprechende Erfahrung, Kenntnisse hat holt man sich als Fachmann einen unabhängigen Architekten als Berater, Interessenvertreter, als so eine Art Rechtsanwalt in Bausachen an die Seite.
Die Kunst dabei ist den richtigen Berater zu finden... notfalls kann man sich ein paar Architekten im Umkreis raussuchen z.B. über die jeweilige A.Kammer (gibts in jedem Bundesland z.B. für BY ->http://www.byak.de/).
Ich würde dann einfach ein paar angucken, kennenlernen und ruhig -so wie Du es hier gemacht hast- auch Fragen stellen... der der Dir als zukünftiger Bauherr nicht nur am sympatischsten rüber kommt, sondern auch verständliche Antworten auf Deine Fragen liefert und einen soliden Eindruck abgibt... so dass Du sagst, mit dem an der Seite traue ich mir zu ein Haus zu bauen - dann hast Du den Richtigen.

Architekten werden eigentlich immer als kostenintensiv, nicht leistbar, etc. hingestellt... meiner Meinung muß man da aber die Einsparungen und Vorteile gegenrechnen, allein die Kostenersparnis die zustande kommt wenn die Baufirmen in einem Leistungsverzeichnis vergleichbare Angebote / Preise abgeben müssen, wo sie wissen dass diese obendrein noch von einem Fachmann auf Haken und Ösen geprüft werden...
Dazu kommt noch, dass ein guter Architekt so manches raushandelt, im Sinne eines Bauherrn regelt und letztendlich eine erheblich höheres Qualitätsniveau erreicht wird... da kannste dem Bauherrn nicht das Billig-Schrott-Material unterjubeln und Murksen is auch ned, wenn ein unabhängiger Architekt eine vernünftige Bauüberwachung macht.

Und was manchmal auch ned schlecht ist, ist eine vernünftige Rechnungsprüfung - den krassesten Fall den ich bis jetzt erlebt hab, war mit einer Putzerfirma - da ging es bei einer Sanierung (großflächige ehem. Fahrzeughalle) um knapp 120m² Innenputz, mit Mehrstärken, angeblich vollflächig eingebautem Armierungsgewebe kam da ein Rechnungsbetrag von über 13.000,-EUR zusammen.
Nachdem die Architektin sogar Probestellen hat freilegen lassen (wg. der tatsächlichen Stärke und nicht eingebautem Gewebe) und mit der Rechnung fertig war lag der Betrag bei unter 5.000,-EUR...

PS: ...hier noch ein Link zur Bundesarchitektenkammer -> http://www.bak.de/ (siehe z.B. Reiter BAUHERR) Edited by Aka

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