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TausGV

O&K RH 1.1 Hydraulik/Fahrantriebe zeitw. schwach

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TausGV

Hallo Zusammen!

Bin neu hier und wer etwas mehr über mich wissen will, kann seine Neugier im "Vorstellungsforum" ein wenig stillen... smile.gif

Mein neues Spielzeug (O&K RH1.1, Bj. 89) macht schon die ersten Zicken, aber dafür war es ja günstig...
Zunächst äußerte sich das so, dass beim Verfahren ein Drehen auf der Stelle auf mehr oder weniger festgefahrenem Boden nicht möglich war. Das sollte der Bagger doch eigentlich können, oder?
Dann wollte ich den Bagger mit dem Ausleger selbst anheben und das ging auch nicht richtig. Dabei war der Oberwagen um 180° nach hinten gedreht und der Bagger schon auf dem Schild abgestützt. Wobei das Schild den Bagger auch nicht wirklich angehoben hat. Dabei kann ich aber nicht sicher sagen, ob der Zylinder des Schilds nicht schon am Anschlag war. Nachdem ich den Oberwagen wieder nach vorne geschwenkt hatte, ging das Anheben mit dem Arm plötzlich wieder sehr kraftvoll. Soweit die Situation.

Leider habe ich keinen Hydraulikschaltplan (falls jemand sowas hat, wäre ich daran sehr interessiert, genauso wie an einem Elektroschaltplan... wink.gif ), sondern "nur" eine ET-Liste und bis jetzt bin ich nur zu ein paar "optischen Prüfungen" gekommen:

Sehr verdächtig sieht das Schlauchstück in der Saugleitung (Pos. 11 im Bild 03.040) aus: Das ist total verölt und scheint auch nicht richtig auf den Rohrenden zu sitzen. Das werde ich mal erstes erneuern. Allerdings ist das momentan, anders als auf der Abbildung dargestellt, eine Art Kompensator. D.h. der Schlauch ist in der Mitte ausgebeult. Technisch ist das sicher nicht schlecht, da der Deutz-Motor ja schon ein "bißchen" ruppig läuft, aber wahrscheinlich bekommt man sowas ja nicht so einfach in den passenden Abmessungen. Daher werde ich das zunächst mal durch ein einfaches Stück Saugschlauch ersetzen. Oder hat da jemand Erfahrungen, die besagen, dass es unbedingt so ein Kompensatorschlauch sein muss, weil das sonst nur fünf Minuten hält oder die festen Rohre Schaden nehmen?

Sollte das Problem durch die möglicherweise nur sporadisch undichte Saugleitung kommen, müsste doch eigentlich auch das Öl aufschäumen, oder? Könnte man das dann einfach durch die Einfüllöffnung (Pos. 19 in 02.121) auf dem Filtergehäuse sehen? Oder muss man den Deckel oder gar das ganze Filtergehäuse abmachen? Dann stellt sich natürlich die Frage, wie lange Hydrauliköl schaumig bleibt. Das ist ja keine Schlagsahne und enthält bestimmt das eine oder andere Mittelchen um genau das zu verhindern, oder? Pumpengeräusche hab ich übrigens keine wahrgenommen, aber das könnte auch am Sound des Deutz-Motors gelegen haben.... wink.gif

Wenn die Abdichtung der Saugleitung keine Abhilfe bringt, würde ich als nächstes die Pumpendrücke messen. Liege ich da richtig mit meiner Annahme, dass das an den drei Kupplungen (Pos. 31 in 03.040) geht? Passen da diese Standard-Minimess-Adapter drauf?
Sollten die Drücke zu niedrig sein, gibt es dafür ausser der Pumpe und den DBV noch weitere mögliche Ursachen? Wobei die Pumpe wohl die wahrscheinlichere Ursache wäre, oder? Andernfalls müssten doch wohl mehrere DBV defekt sein, da doch vermutlich mehrere Kreise betroffen sind, oder? (Da fehlt mir wieder der Hydraulikschaltplan...)

Zum Schluss hab ich noch eine weitere Frage:

Neben dem Filtergehäuse sitzt noch ein Ventil auf dem Tank (Pos. 5 in 02.121). Liege ich richtig damit, dass das ein Belüftungsventil ist und damit der Tank nicht vorgespannt ist? Dieses Ventil ist bei meinem Spielzeug leider defekt: Die (noch vorhandenen) Einzelteile sitzen lose auf der Achse und diese steht oben ein paar mm heraus. Ich nehme an, dass da mindestens eine Feder und der Sprengring fehlt, gegen den normalerweise der Ventildeckel von besagter fehlender Feder gedrückt wird. Weiss jemand, wo man so ein Ventil bekommen kann (O&K-Nr. 8203993)? Oder ist das auch nicht tödlich, wenn man das so lässt und nur aufpasst, dass kein Dreck oder Wasser dran kommt? Oder ist das am Ende kein Belüftungsventil, sondern ein Überdruckventil, das bei einem zu stark "vorgespannten" Tank verhindert, dass dieser einem um die Ohren fliegt?

So, das war's erstmal mit meinem Roman. Hoffentlich liest das bei der Länge überhaupt jemand...
Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn es jemand liest und mich vielleicht sogar seine Gedanken dazu wissen lässt....

Vielen Dank schonmal!

T aus GV



P1010587.JPG



P1010588.JPG

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TausGV
Hallo!

Hab' nochmal ein bißchen herumprobiert. So wie es im Moment aussieht reduziert sich die ganze Sache auf den folgenden Effekt:
Der Bagger lässt sich generell mit dem Ausleger anheben, sowohl wenn dieser vorne (d.h. in Richtung des Schildes) steht als auch wenn der Oberwagen um 180° nach hinten gedreht ist.
Auch mit dem Schild lässt sich der Bagger hochdrücken, allerdings nicht viel, weil der Zylinder dann auf Anschlag geht (zur Schonung des Pflasters liegt eine Gerüstbohle unter dem Schild). Wenn der Ausleger nach vorne steht, kann man den Bagger dann damit weiter anheben.
Wenn der Ausleger allerdings nach hinten steht, kann man den Bagger nicht mehr hochheben. Entlastet man das Schild wieder, kann man den Bagger wieder mit dem Ausleger anheben. Umgekehrt kann man den Bagger auch nicht mehr mit dem Schild anheben, wenn er mit nach hinten stehendem Ausleger durch den Ausleger angehoben ist. eusa_think.gif
Die Funktionen Schild und Ausleger werden von unterschiedlichen Pumpen versorgt und liegen auch in unterschiedlichen Steuerblöcken. eusa_think.gif

Hat irgendjemand dazu eine Idee?
Oder ist das normal, weil mit abgesenktem Schild ja andere Hebelverhältnisse herschen und damit auch andere Kräfte zum Anheben nötig sind und der Bagger die vielleicht nicht mehr bringt? Dann müsste man natürlich generell mal gucken, woran das liegt....

Was das Fahren angeht, habe ich nicht weiter probiert, weil eine Kette fast durchgerissen ist und ich erst ne neue einbauen will, bevor mir die alte reisst und ich mitten im Gelände stehe...
Vielleicht weiss zu dem Thema aber jemand, ob man so einen Bagger normalerweise auf der Stelle drehen kann, oder ob dazu die Kraft der Fahrantriebe nicht ausreicht?

Falls noch jemand etwas zu meinen anderen Fragen weiss, würde mich das natürlich auch freuen...

Vielen Dank schonmal!

T aus GV

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jsf
Hallo,

hast du den Bagger nur über den Armzylinder versucht hochzudrücken oder hast du auch den Stielzylinder zur Hilfe genommen?
Wenn du dich übers Schild hoch drücken wilst solltest du gleichzeitig Stiel und Armzylinder bewegen dann sollte es eigentlich funktionieren.

Gruß

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Baumaschinendoktor

Oder ist das normal, weil mit abgesenktem Schild ja andere Hebelverhältnisse herschen und damit auch andere Kräfte zum Anheben nötig sind und der Bagger die vielleicht nicht mehr bringt?



ich denke damit hast du dir deine Frage gerade selbst beantwortet. Wenn der Bagger auf dem Schild steht ist der Hebel einfach viel länger. Es wird noch etwas besser, wenn du Ausgleger senken und Stiel aussfahren zusammen steuerst.

Aber du musst auf alle Fälle mal die Betriebsdrücke an den Steuerblöcken prüfen. 170/180Bar kannst du den Zahnradpumpen zumuten. (ich glaube 160 sollte eingestellt sein)

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TausGV
Hallo und zunächst einmal vielen Dank für die Antworten!

Es ist wohl tatsächlich so, dass der Fehler auf dem Gerät saß. wacko.gif
Wenn man den Stielzylinder mit einsetzt, kann man den Bagger problemlos hochdrücken...

Vermutlich fährt der Bagger auch vernünftig um die Kurve, wenn man das richtig und mit Gefühl angeht....

Sobald mein Manometer da ist, werde ich die Drücke aber noch messen. Bin ja schließlich neugierig...

Nochmal vielen Dank und falls jemand Fragen aus dem Automotive-Bereich hat, kann er mir gerne mal ne Nachricht schreiben. Vielleicht kann ich da ja helfen....

T aus GV

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