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Talvivaara-Mine, Finnland 2009 - BF24 Fotostrecke

32 Beiträge in diesem Thema

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Für das Fotoshooting des Bauforum24-Kalenders 2010 waren wir kürzlich in Finnland unterwegs.

In dem Land im Norden Europas leben rund 5,3 Mio. Einwohner auf einer Fläche, die nur geringfügig kleiner als Deutschland ist. Das BF24-Team machte sich auf den Weg in den Nordosten des Landes, genauer: zur Talvivaara Mine.

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Dude, where is my car... Mit vier Leuten machten wir uns nach Finnland auf und filmten
und fotografierten zwei Tage lang großes Gerät.


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In den Sumpf - und Nadelwäldern der Region im Nordosten Finnlands befindet sich eines der größten, noch unerschlossenen Nickelvorkommen Europas. Nickel wird vor allem in der Stahlveredelung verwendet. Jährlich werden weltweit etwa 1,5 Mio. Tonnen des Metalls abgebaut. Der größte Teil der Nickelproduktion wird aus nickelhaltigen Erzen gewonnen. Um das Nickel wirtschaftlich abbauen zu können, muss der Nickelgehalt des Erzes mindestens 0,5 % betragen.

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Das Vorkommen in Talvivaara wurde 1977 entdeckt. Die Mine ist aus mehreren Gründen interessant: es ist das größte neue Abbauprojekt Finnlands und trägt in hohem Maße zur weltweiten Nickelproduktion bei. Des Weiteren entstanden durch das Minen-Projekt viele gut bezahlte Arbeitsplätze in einer Region, die sich sonst eher durch eine hohe Arbeitslosenquote auszeichnet. So entstehen rund 400 Arbeitsplätze direkt in der Produktion und weitere 1.000 indirekte Arbeitsplätze durch das Projekt. Das Erz der Mine ist verhältnismäßig leicht im Tagebau zu gewinnen und nur mit relativ wenig Abraum bedeckt.

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Talvivaaras beiden Erzkörper, Kuusilampi und Kolmisoppi, liegen ca. 35 km südöstlich von Kajaani und ca. 30 km südwestlich von Sotkamo in einer extrem dünn besiedelten Gegend. Die regionalen Straßen werden in Zukunft verbessert, da zukünftig mit wesentlich mehr Verkehr aufgrund der Minenaktivität gerechnet wird. Eine 43 km lange Stromverbindung von Vuolijoki aus wurde Anfang 2008 fertig gestellt. Die erste Lieferung von Nickel-Sulfid erfolgte am 19. Februar 2009 an Norilsk Nickel, dem weltweit führenden Nickelproduzenten.

Das gesamte Minenareal umfasst etwa 62 km². Allein der Erzkörper Kuusilampi weist Maße von 2.300 m mal 40 bis 400 m bei einer Tiefe von bis zu 370 m auf. Gegenwärtige Schätzungen gehen für Kuusilampi von etwa 15 Mio. Tonnen an gewonnenem Erz pro Jahr aus. Die Gesamtlebensdauer der Mine wird mit über 60 Jahren beziffert.

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Mit dem Abtrag des Abraums und der Oberflächenebnung begann man im Oktober 2007 mit einer Flotte von bis zu 15 Baggern und Dumpern. In der ersten Phase wurden rund 30 ha Fläche von Abraum bereinigt.

Mit dem Erzabbau begann man am 1. April 2008 mit einer Sprengung. Für Sprengungen setzt das Vertrags-Unternehmen Forcit übrigens einen pumpbaren Sprengstoff in Emulsionsform ein. Des Weiteren kommt beim Abbau eine Flotte von Sandvik Drill Rigs zum Einsatz.

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Der flüssige Sprengstoff wird in die Bohrlöcher eingebracht.

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Für die nähere Zukunft ist geplant, die diesel-elektrischen Muldenkipper EX 3500 an einigen Transportstrecken über eine Oberleitung mit Strom zu versorgen. Der Trolleybetrieb macht besonders an längeren Steigungen Sinn, auf denen wenig manövriert werden muss, jedoch im Vergleich sehr viel Diesel verbraucht wird. In Zeiten von steigenden Kraftstoffkosten wird diese Technik mittlerweile immer häufiger im Tagebau verwendet.

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Technische Daten Hitachi Zaxis EH 1100-3
Betriebsgewicht: 104,5 t
Leistung: 567 kW
Muldeninhalt: 66,4 t

Der Abtransport des Abraums erfolgt u.a. mit einer Flotte von Hitachi EH 1100-3 Trucks mit einer Nutzlast von je 65 Tonnen, die von einem neuen Hitachi Zaxis ZX 870LCR beladen werden. Des Weiteren sind zahlreiche Lohnunternehmer damit beschäftigt weitere Transportaufgaben zu übernehmen.

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Für den Transport des Erzes zum Brechersystem ist der Minenbetreiber TMC (Talvivaara Mining Company Plc.) zuständig. Dazu werden u.a. ein Hitachi EX3600 Hydraulikbagger zusammen mit EH3500 AC II Miningtrucks eingesetzt. Die Wartung der Maschinen wird durch den finnischen Hitachi-Händler Rotator Oy übernommen.

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Hitachi EX3600 beim Ladespiel mit einer EX 3500 Mulde. Nach reiflicher Überlegung entschied man sich bei TMC für eine Tieflöffelvariante des Großbaggers.

Die technischen Daten des Hitachi EX3600
Betriebsgewicht: 359 t
Leistung: 1.450 kW
Schaufelinhalt: 22 m³
Dieselverbrauch pro Stunde: max. 200 Liter.

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