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Dammschüttung im Spülverfahren, B 54 Otrsumgehung Steinfurt

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Was tun, wenn die Massen aus den Einschnittsbereichen nicht ausreichen, um die Kilometer langen Fahrbahndämme aufzuschütten? Man begibt sich auf die Suche nach geeignetem Boden. Und der liegt in diesem Falle auf dem Grund des wenige hundert Meter entfernten Kieferngrundsees.

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Mit Hilfe eines Schwimmbaggers wird aus dem Waldsee das Material für die 5,3 Kilometer lange Ortsumgehung der Bundesstraße B 54 bei Steinfurt gewonnen und über eine Spülleitung aus 30 Zentimeter dicken PE-Rohren in den Trassenbereich gepumpt. Dort fließt das Wasser-Sandgemisch in ein Spülbecken, in dem sich die schweren Sandpartikel absetzen. Das Wasser wird wieder zurück in den See gepumpt. 750 m³ fördert die Anlage in der Stunde, 150 bis 200 m³ feste Masse bleiben zurück. Mit einem Bagger wird dieses Material dann auf Muldenkipper und Dumper geladen und zu den Dammschüttbereichen transportiert.

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Doch um das Spülverfahren überhaupt einsetzen zu können, waren ein längeres Genehmigungsverfahren und umfangreiche Vorleistungen nötig. So wurde der Seegrund mit Echolot und GPS-Vermessung in seinem Urzustand aufgenommen. Noch einmal fahren die Vermesser in einem gecharterten Kleinboot der DLRG auf den See hinaus, wenn Ende September der Schwimmbagger seinen gut zweimonatigen Einsatz beendet hat. Des weiteren sind drei Pegel zur Kontrolle des Grundwasserhorizontes gesetzt worden.

Insgesamt haben die Mitarbeiter der Bickhardt Bau AG, die im Auftrag des Landesbetriebes Straßenbau NRW den 5.300 Meter langen Ausbauabschnitt bauen, 250.000 m³ Boden bewegt. Weitere 60.000 m² Frostschutzplanum sind im so genannten Mixed in Place-Verfahren gefräst und mit Zement zu einer hydraulisch gebundenen Tragschicht stabilisiert worden. Für die Fertigung der Asphaltdeckschichten sind 25.000 Tonnen Asphalttragschicht, 15.000 Tonnen Asphaltbinder und 7.500 Tonnen Splittmastixasphalt verbaut worden.

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Nach Abschluss der Bauarbeiten, der für Ende des Jahres vorgesehen ist, wird die wichtige Ost-West-Achse zwischen Münster und dem niederländischen Enschede auf kompletter Länge dreispurig im 2+1-Verkehr befahrbar sein. Zwei Anschlussstellen, ein Verkehrskreisel sowie zwei Regenrückhaltebecken werden ebenfalls im Zuge des Streckenausbaus gebaut.

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Unternehmenslink: www.bickhardt-bau.de

(Fotos: Bickhardt Bau)

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